Ich habe meine PlayStation 4 verkauft. Der Platz unter dem Fernseher ist leer. Zeit für meinen Rückblick auf die vierte Konsolengeneration.

Inhaltsverzeichnis

Die ersten Monate waren schwer

Bei mir hatte es die PlayStation 4 anfangs schwer. Mit durchwachsenen Starttiteln wie Killzone Shadow Fall, Resogun und verspäteten Driveclub vermisste ich meine Xbox 360 so sehr, dass nur dieser Song meinen Schmerz beschreiben kann. Besonders Kampagnen Coop-Titel wie Halo und Gears of War habe ich bis zuletzt auf Sonys Plattform vermisst. So habe ich Grand Theft Auto V in besserer Grafik noch mal durchgespielt und den Online-Modus unsicher gemacht. Seiner Zeit weit voraus war Remote Play mit der PlayStation Vita. Selbst das konnte aber nicht über die fehlenden Spiele hinwegtäuschen.

Trotz Ladezeiten aus der Hölle sorgte Bloodborne nach einem Jahr für das erste Highlight. Durch Einzelspielertitel wie Batman – Arkham Kight , die sagenumwobene PT Teaser Demo und den Geheimtipp Until Dawn bekam die PlayStation dann regelmäßig neues Futter. Multiplayer gab es anfänglich nur mit dem Port von Minecraft, Driveclub und völlig ungewohnt über den Party-Couch-Coop von Towerfall Ascension.

Traurig aber wahr: Meine beste Momente in Multiplayer hatte ich beim PS Plus Titel Towerfall Ascension

Mit Ultra-HD und HDR kam auch der Spielspaß

Dank der PlayStation 4 Pro und meinem damals neuen 4k-Fernseher, sah ich 2017 zum ersten Mal Horizon Zero Dawn in einer 4k-Auflösung und mit HDR. Dieses überdurchschnittlich gute Spiel sah auch noch gut aus. Durch mein Video zu Fortnite hatte ich auch einen echten YouTube Hit. Es folgten mit The Witness, Ratchet & Clank, Detroit: Become Human, Uncharted: The Lost Legacy, WipeOut Omega, God of War und Spider-Man weitere grafische und teilweise auch spielerische Höhepunkte.

Die Xbox One ist tot. Die wohl erfolgloseste Konsole der vierten Generation musste sich wegen fehlenden Exklusivtiteln letztendlich sogar der Nintendo Switch geschlagen geben.

Während in der Villarriba wieder gefeiert wurde…

Mit 102 Millionen verkauften Geräten ging in dieser Generation der erste Platz klar an die PlayStation 4. Während Nintendo mich und 65 Millionen andere Spieler unter anderem mit Zelda – Breath of the Wild zu dem Kauf einer Nintendo Switch überreden konnte, wurde im Dorf von Villabajo – oder genauer gesagt Microsoft – noch die Pfanne geschrubbt. Die Xbox One hat sich insgesamt weniger verkauft als die Nintendo Switch. Dabei erschien Nintendos Handheld deutlich später.

Beat Saber auf PlayStation VR

PlayStation VR war mein Überraschungshit

Mit über 5 Millionen verkauften Exemplaren war PlayStationVR der erfolgreichste und zugleich günstigste Einstieg in die Welt von Virtual Reality. Leider habe ich das geniale VR- Jump’n’Run Astro Bot nie im Blog vorgestellt. Dafür haben Titel wie Superhot VR, Beat Saber und Minecraft VR die Anschaffung der Brille mehr als gerechtfertigt.

Grafische Kracher mit Lärm

Das am Ende einer Generation immer die optisch besten Spiele erscheinen ist ein Grund, warum ich gerne auf Konsolen spiele. The Last of Us 2 und besonders Final Fantasy VII Remake gehören für mich zu den schönsten Spielen auf Sonys Plattform. Allerdings sorgten all diese Titel vor allem für eines in unserem Wohnzimmer: Lärm. Der Lüfter der PlayStation 4 Pro wird bei anspruchsvollen Titeln unerträglich laut.

Einer meiner Lieblingstitel war Final Fantasy VII Remake
Einer meiner Lieblingstitel war Final Fantasy VII Remake.

Fazit: Die PS4 war keine Xbox 360

Auch wenn Microsoft meine Gunst mit der Xbox One verspielt hat, hatte ich besonders am Ende mit der Xbox 360 gefühlt mehr Spaß. Das lag ganz klar an den exklusiven Titeln, von denen viele einen Coop-Aspekt besaßen. Dieser kam auf der PlayStation 4 viel zu kurz. Spielereien wie Sonys Remote Play und PlayStation VR wurden leider viel zu wenig beworben. Bis auf wenige Ausnahmen hat man sich auch leider zu wenig getraut. Bis auf Horizon Zero Dawn waren die anderen exklusiven Titel bekannte Formeln neu aufgelegt. So gesehen fehlte es mir bei dieser PlayStation Generation an Charakter: durchweg gut aber ohne Kanten.

Der Erfolg gibt Sony trotzdem recht. Somit ist die PlayStation 4 für mich neben der Switch die richtige Plattform gewesen. Nun hole ich noch einen großen Titel dieser Generation nach: Red Dead Redemption 2. Allerdings nicht mehr auf einer PlayStation, sondern auf Google Stadia. Und selbstverständlich ist die nächste und hoffentlich leise Konsolengeneration bereits vorbestellt.

Beteilige dich an der Unterhaltung

3 Kommentare

  1. Towerfall Ascension war echt ein guter Tipp. Das(!) Spiel der 4. Generation war für mich aber RDR2. Klasse, dass du es doch nochmal zockst.

    1. Towerfall Ascension ist wirklich unglaublich gut. Dabei habe ich Rocket League ganz vergessen. Das habe ich allerdings auch nicht sehr lange gespielt.

      Zu RDR2: Ja, auch dank dir. Denn nun kenne ich ja jemanden, der es durchgespielt hat. Ich werde hier berichten.

  2. Die PS4 gehört zur 8. und nicht zur 4. Konsolengeneration:

    https://en.wikipedia.org/wiki/PlayStation_4

    Für mich war sie das beste Modell einer insgesamt sehr ernüchternden Generation, die aus meiner Sicht einfach nichts besonderes zu bieten hatte.

    Nintendo enttäuschte mit der Wiiu mit einem erschreckend banalen Konzept rund um einen Tablet Controller, während man beim Vorgänger (der Wii) etwas wirklich innovatives zu bieten hatte. Der Umstieg fühlte sich fast wie ein Downgrade an, auch wenn die Grafik natürlich erheblich besser war als auf Wii.

    Die XBox One war aber der Reinfall schlechthin. Schwache Hardware, Kinect-Zwang und der Versuch den Gebrauchtspielemarkt zu unterbinden bei einem um 100 Euro höheren Preis als Sony waren schoh mehr als blamabel.

    So hatte die PS4 leichtes Spiel, auch wenn diese Konsole aus technischer Sicht von Anfang an nicht überzeugen konnte. Da fehlte einfach der Wow-Effekt und es war damals schon sehr ernüchternd, dass die Konsole nicht durchgängig 1080p bieten konnte, sondern Spiele oft nur in 900p liefen (auf der XBox One sogar teilweise nur 720p).

Schreibe einen Kommentar

Wie kann ich mich verifizieren lassen?