Ich habe dieses Jahr viele Spiele mit und ohne VR angespielt. Neben meinem Evergreen Minecraft waren das hochdotierte Spiele wie Read Dead Redemption 2, Tetris Effect und das technisch sehr beeindruckende Astro Bot. Allerdings ist mein Top Spiel dieses Jahr SUPERHOT VR. Denn genau so habe ich mir Videospiele als Kind immer gewünscht: Man ist wirklich mittendrin in der Action.

Zurück in der virtuellen Realität

Ja, ich habe mir wieder eine PlayStation VR gekauft. Damals hatte ich gute Gründe dafür, meine PSVR zu verkaufen. Die neue V2 Version davon hat mich mit Move-Controller jedoch nur 150 EUR gekostet. Da musste ich zuschlagen.

Interaktiver Bereich für MOVE-Controller der PlayStationVR in SUPERHOT VR
Interaktiver Bereich für MOVE-Controller der PlayStationVR in SUPERHOT VR

TIME MOVES ONLY WHEN YOU MOVE

SUPERHOT VR ist ein eigenständiger Titel und hat andere Level als SUPERHOT. An dem Grundprinzip von SUPERHOT ändert sich aber in dem VR-Ableger nichts: Die Zeit schreitet nur dann voran, wenn man sich bewegt.  Davon ausgenommen ist das Bewegen des Kopfes. Werden jedoch die MOVE-Controller bzw. die Hände bewegt, dann bewegen sich die Gegner und versuchen dich zu töten. Ein Schuss aus der eigenen Waffe lässt die Zeit jedoch kurzzeitig schneller laufen.

Ein Schuss tötet den Gegner aber auch man selbst hat nur ein Leben. Aus diesem Grund helfen schnelle Reflexe bei diesem Spiel nur bedingt. Ein bedachtes Vorgehen wird belohnt bei dem man immer einen Schritt weiter sein sollte, als die Gegner. Und wer sich beim Zielen Zeit lässt, spart die ein oder andere Kugel. SUPERHOT ist also primär ein Strategie- und Taktikspiel und nur sekundär ein Shooter.

Unterschiede SUPERHOT zu SUPERHOT VR

Der Begriff „3D Shooter“ hat für mich nach diesem Spiel eine andere Bedeutung bekommen. Anders als in der Non-VR Version von SUPERHOT kann man hier nicht frei herumlaufen sondern bewegt seinen Körper in den jeweiligen Szenen in einem Bereich von ca. 2×3 m².

Durch den Bewegungsfreiraum kann man sich hinter Hindernissen verstecken oder sich flach auf den Boden legen um Kugel auszuweichen. Es ist dabei öfter passiert, dass ich mich daran hochziehen wollte. Nur um zu merken, dass diese Gegenstände nicht in der Realität zu finden sind.

Das Spiel kann nur mit den PS4 MOVE-Controllern gesteuert werden und nicht mit dem Joypad. Die beiden Controller entsprechen im Spiel die beiden Hände. Damit kann man Dinge greifen und wieder fallen lassen. Oder Werfen. Oder Gegner boxen.

Handlung und Ideen sind genau mein Fall

Wie schon bei SUPERHOT Non-VR wird die Handlung auf einer Metaebene erzählt. Der eigentliche Clou an dem Spiel sind meiner Ansicht allerdings die Ideen rund um VR. Die Entwickler haben die interessantesten Möglichkeiten geschickt ins das Spiel integriert.

SPOILER aus den ersten 10 Minuten: Am Ende von Kapitel 1 erscheint der Satz „Show your dedication“ auf dem Bildschirm. Irgendwann wird klar, dass man die Waffe an den eigenen Kopf führen und abdrücken muss. Das fühlt sich ziemlich krass an nachdem man mit der selben Waffe vorher die Gegner erschossen hat. /SPOILER.

Limitierungen von PlayStation VR

Vor einem Jahr habe ich meine meine PlayStation VR nicht verkauft, weil die Technik der Brille noch unzureichend wäre. Denn das funktionierte damals meiner Ansicht nach absolut ok. Natürlich gibt es bei SUPERHOT VR in extremen Situationen ebenfalls Probleme mit dem Tracking. Wenn man unter dem Fernseher gelandet ist, dann „sieht“ die Kamera die MOVE-Controller nicht mehr und sie bleiben in der Luft hängen. Das sieht man in dem Video mit Dänjiel oben auch ganz gut.

Eine Person hat sich die Hand an einer Wand blutig gehauen, weil das Spielfeld zu Ende war. Die Bewegung war so ruckartig, dass sie niemand warnen konnte. PSVR zeigt die Grenzen der virtuellen Welt leider nicht wie die HTC Vive im Blickfeld an. Wenn aber technisch alles mitspielt und tief in die Welt eingetaucht ist, dann ist SUPERHOT VR ein einzigartiges Erlebnis, dass man nicht auslassen sollte.

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SUPERHOT VR: Das Spielprinzip von SUPERHOT ohne VR war schon genial. Aber die Virtual Reality Version nutzt die Möglichkeiten von PlayStation VR perfekt aus.Marc
9
von 10
2018-12-30T23:29:56+0200

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4 Kommentare

  1. … dass man die Waffe an den eigenen Kopf führen und abdrücken muss. Das fühlt sich ziemlich krass an …

    Ich durfte vor Kurzem die PS VR bei einer Freundin testen. Sie hat mir „PS VR Worlds“ gezeigt und daraus die Demo zu „The London Heist“. Da gab es eine üble Szene, wo man verhört wurde. Gangster 1 und 2 wollten sich töten und mein Charakter musste eingreifen. Leider habe ich es vermasselt und Gangster 1 hat mir ein Messer in den Bauch gerammt.
    Das war eine heftige Erfahrung. Zu krass für mich. Wenn ich da an so etwas wie „Resident Evil“ denke … Nein, ich stünde kurz vor einem Herzinfarkt.

    Hätte nicht gedacht, dass Du nochmal zur PS VR zurückkehren würdest, Marc.

    1. Ja, hätte ich auch nicht. Resident Evil 7 ist nach wie vor zu krass für mich. Eigentlich sind alle Horror-Titel in VR nichts mehr für mich. Das ist mir einfach zu nah dran. Und in der aktuellen Phase mit Kindern ist das auch nicht mein Mindset, in dem ich mich gerade befinde.

      Esther hat es nicht so mit großen Höhen. Deswegen fallen da viele VR Spiele schon unten durch. Sogar Astro Bot ;-)

      Ich kann dich also sehr gut verstehen.

  2. Habs herum liegen müsste es mal starten mit meiner Rift. Aber zur Zeit andere geniale VR Spiele die mich eben fesseln.

    1. Kannst du ja gar nicht wissen, wenn du es noch gar nicht gespielt hast. ;) Lohnt sich aber wirklich.

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