Konsolen haben den großen Vorteil, dass man die Spiele ausleihen und verkaufen kann. Einen Singleplayer-Titel wie Uncharted 4 muss nach dem Durchspielen kein Dasein in meiner Spielesammlung fristen, sondern kann jemand anderen Freude bereiten.

Auf der anderen Seite versuchen die Hersteller mich mit DLC in Form von Add-Ons oder aufgesetzten Multiplayer daran zu hindern. Uncharted oder Bioshock Infinite hatten meiner Meinung nach nur deswegen einen Multiplayer, damit man sie nicht so schnell wieder verkauft.

Spiele tauschen wie 1996

Vor ein paar Monaten kam meinem Freund Stefan eine geniale Idee: Wir sammeln in einem Google Spreadsheet alle unsere PlayStation 4 Spiele, die wir als Retailversion haben und schicken sie uns bei Bedarf zu. Aktuell befinden sich knapp 120 Spiele in der Liste… und es werden monatlich mehr.

Der Effekt ist, dass wir uns absprechen, ob nun jemand Nioh, Resident Evil 7 oder Horizon Zero Dawn kauft. Ein Dark Souls 3 kaufe ich mir natürlich trotzdem nach wie vor direkt im PSN Store.

Spiele verkaufen, die einfach schlecht sind

Ein weiterer Vorteil der Spiele auf Disk ist, dass man die schlechten einfach direkt wieder verkaufen kann. Klingt logisch aber dieser Aspekt hat mich bei Fehlkäufen im mittlerweile günstigen PSN Store schon ziemlich geärgert.

Um so besser, dass ich solche Totalausfälle wie Kingdom Hearts 2.8 oder RiME sofort wieder verkaufen konnte. Ich hätte mich sonst wirklich geärgert.

Also: Kauft eure Spiele wieder auf Disk!

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129 Kommentare

  1. Wenn es eine Spiele-Flatrate für 10 EUR gäbe wie Netflix, dann gerne.

    Ist das PS+-Abo (bzw. Xbox Live Gold) nicht so etwas?

  2. Klingt ziemlich an den Haaren herbeigezogen ehrlich gesagt. Ich kenne keinen, der seine Konsole nur offline betreibt, allein schon wegen Patches undenkbar. Darauf willst gerade Du als Release Käufer verzichten wollen wegen angeblicher Anonymität? Kaufst du deine Retails auch nur im Laden um die Ecke? Und nur mit Bargeld? Na viel Spaß….

    1. Deshalb schrieb ich

      „Das Thema Datenschutz ist für viele sicher weniger relevant, weil sie eh online sind und freiwillig bestimmte Daten preisgeben“

      Das „freiwillig“ ist ein wesentlicher Punkt. Niemand wird gezwungen online zu sein und selbst wenn man Online geht, muss niemand Realnamen verwenden. Du kannst ohne Probleme mit Fantasiedaten Online sein und physisch gekaufte Spiele spielen. Das funktioniert aber nur solange wie man nicht online eine digitale Version kauft. Denn aus Abrechnungsgründen sind personenbezogene Daten erforderlich und sie dürfen zu dem Zweck auch gespeichert werden.

      Das mag für dich als jemand, der durch Steam völlig abgestumpft ist und sich längst dran gewöhnt hat gläsern zu sein, unvorstellbar sein, aber frag mal diverse Datenschutzbeauftragte, was die so von dem „technischen Fortschritt“ halten. Nur weil man sich dran gewöhnt hat, ist es noch lange nicht gut. Nur weil irgendwas technisch möglich ist, macht es das nicht legal.
      Aber gut, das einem Steam User erklären zu wollen ist ungefähr so als würde man einem Elefanten versuchen das Fliegen beizubringen.

      Bleiben wir deshalb bei dem Verbraucherschutz. Man wäre schön blöd, wenn man statt einer physischen Version die digitale Version kauft und freiwillig eigentlich stinknormale Verbraucherrechte aufgibt.

    1. Und damit kannst du dann Spiele weiterverkaufen oder verleihen?

  3. Die Vorteile Verleihen und Verkaufen sind mir natürlich bewusst, aber habe ich das irgendwo abgestritten? Nein. Ich habe mich auf Deine Argumente bezogen…

    Du kannst ohne Probleme mit Fantasiedaten Online sein und physisch gekaufte Spiele spielen. Das funktioniert aber nur solange wie man nicht online eine digitale Version kauft. Denn aus Abrechnungsgründen sind personenbezogene Daten erforderlich und sie dürfen zu dem Zweck auch gespeichert werden.

    Aus welchen Abrechnungsgründen sind personenbezogene Daten bei Verwendung von gegen Bargeld bezahlte Guthabenkarten relevant?
    Deine schnippischen Bemerkungen über Steam-Nutzer kannst Du Dir ebenfalls schenken, da auch für PS4 und XBOX viel digital gekauft wird mit den gleichen Vor- und Nachteilen. Bei Steam kann man sich sogar die offizielen Key-Anbieter selbst aussuchen. Da gibt es mittlerweile einige von.

    1. Dieses Revidieren und Rechtfertigen, was du schon immer ziemlich gut konntest, hilft dir nicht weiter. Es geht um grundsätzliche Themen wie Verbraucherrechte und Datenschutz, die bei Steam extrem eingeschränkt sind.

      Deine schnippischen Bemerkungen über Steam-Nutzer kannst Du Dir ebenfalls schenken, da auch für PS4 und XBOX viel digital gekauft wird mit den gleichen Vor- und Nachteilen.

      Der Unterschied ist, dass der PS4/Xbox Spieler die freie Wahl und hat man nicht die Nachteile der digital vertriebenen Version aufgezwungen bekommt. Echte physische Versionen gibt es auf dem PC doch schon lange nicht mehr. Da frage ich mich: wo ist der Aufschrei gewesen als Steam nach und nach den Markt kaputt gemacht hat? Unkritische Lemminge, die brav jeden Mist mitmachen und das auch noch allen ernstes als Fortschritt bezeichnen, kann ich nun wirklich nicht ernst nehmen.

  4. Du kannst Dich offensichtlich gar nicht rechtfertigen, sonst hättest Du meine Fragen beantwortet (das sind die Sätze mit dem Fragezeichen).
    Hier gehts ausserdem nicht um den Vergleich zwischen PC und Konsole, mit Steam hast Du angefangen, wie immer in gewohnt negativer und beleidigender Art und Weise. Ich weiss selbst, dass man am PC in den meistem Fällen digital gebunden ist, ich kaufe aber auch zuweilen Spiele im PSN, wenn der Preis stimmt. Und der Trend geht eindeutig in diese Richtung.

    1. Ich bin nicht verpflichtet irgendwelche Fragen zu beantworten. Der Datenschutz war nur ein Nebenaspekt.

      Bleiben wir deshalb bei dem Verbraucherschutz. Marc hat es treffend zusammengefasst:

      Trotzdem wäre ich ja blöd mir die Spiele als Download zu holen bei den Vorteilen, den eine Retailversion hat.

    2. ich kaufe aber auch zuweilen Spiele im PSN, wenn der Preis stimmt

      Der nächste Kracher. Der Preis „stimmt“ im Grunde nie und das hat einen einfachen Grund:
      Sony, Microsoft und Nintendo schreiben konsequent vor, dass Spiele online zur UVP angeboten werden müssen. Deshalb kosten fast durchgehend alle Spiele zu Beginn 69€, weil das die UVP ist. Die Händler dürfen die physischen Versionen dagegen günstiger anbieten, was sie oft zu 65 oder 59€ tun um sich gegenseitig zu unterbieten. Die physische Version ist meist günstiger als die digitale.

      Nach einer bestimmten Zeit sinkt dann die UVP und die digitale Version wird im Preis gesenkt. Dann ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die Märkte die Preise nicht ebenfalls senken. Dass ein Spiel online günstiger ist, ist ein absoluter Ausnahmefall.

      Noch schlimmer ist Ubisoft. Die überprüfen den Bestand in den Märkten und machen den Preis der digitalen Version davon abhängig. Wenn nach einem Jahr immer noch ein hoher Bestand in den Läden liegt, bleibt der Preis der digitalen Version solange auf Vollpreis bis der Bestand weg ist.

      Oder auch Nintendo. Die lassen aus strategischen Gründen sehr oft die digitale Version auf einem hohen Preisniveau. Der Verbraucher soll nicht das Gefühl haben, dass ein digitales Spiel weniger wert ist.

      Normalerweise müsste eine digital vertriebene Version günstiger sein, da durch das Pressen der Disk und der Logistik einschließlich Verkauf Kosten anfallen. Es ist aber rein faktisch andersherum.

    3. Dass ein Spiel online günstiger ist, ist ein absoluter Ausnahmefall.

      Das ist nur beim goldenen Käfig Konsole so, beim PC der ein wirklich freien Markt hat spielt dieser auch und die digitale Version ist immer günstiger zu bekommen. Natürlich nicht in ihrem Phantasie Stores von EA, Ubisoft und Valve. Deren Preise sind schlicht utopisch, genauso bekomme ich im PSN Store meist Lachkrämpfe ab den Preisen von neuen Spielen und frage mich welche Idioten diese Preise ernsthaft bezahlen. Dann warte ich lieber und zahle ein halbes Jahr die Hälfte im Sale.

    4. Welcher echte Gamer wartet ein halbes Jahr auf ein 50% Sale? Dann bist du kein Gamer sondern Schnäppchenjäger.
      Deine Einstellung ist dann auch grundverkehrt, da du dann wohl auch nicht vor Russenkeys zurückschreckst.
      Es ist schon in Ordnung wenn Publisher einen vollen Preis nehmen der für den deutschen Markt bestimmt ist. Darum geht es auch nicht. Es ging darum, dass Onlineversionen zum einen oft teurer als die Retailschwester sind und eigentlich völlig normale Verbraucherrechte wie der Weiterverkauf beschnitten werden.

    5. Nein Ingo ich bin kein Schnäpchenjäger, ich habe kein Problem 99 Euro für eine Digital Deluxe Edition von Destiny 2 oder gar 140 Euro für eine Sleeper Agent Edition von The Division auszugeben. Aber viele von den ach so tollen Tripple A Blockbuster auf den Konsolen, empfinde ich als Blender, gute Grafik, Hollywood Filmschnitt bei den Zwischensequenzen, aber kaum ein gutes Spiel. Darum liegen so Titel wie Uncharted 4 etc. ungespielt herum, sie begeistern mich nicht und dafür sind 60 Euro definitiv zu viel. Wie gesagt, wenn mich ein Spiel hunderte von Stunden unterhalten kann wie Warframe, wie BF4, Diablo 3 usw. dann bezahle ich gerne mehr, aber diese vielen Titel die man unter 20 Stunden durchgespielt habe, da bezahle ich höchst ungern mehr als 30 Euro, es sei den es sind so Ausnahmetitel wie Bioshock damals. Und wenn mir einer ein HD Remake von Mechwarrior 2 liefert, kann er den Scheck von 200 Euro gleich haben.

    6. Dein Text ist voller Widersprüche und Vorurteile. Wenn Uncharted ungespielt herum liegt, kannst du überhaupt nicht wissen, ob es gut oder schlecht ist. Wenn es ungespielt herum liegt, warum kaufst du es dann überhaupt? Das macht mal gar keinen Sinn.

      Obendrein kannst du nicht rechnen. Wenn du es kurz nach Release für 60€ kaufst, kannst du es nach einer Woche für 40-45€ weiterverkaufen und hast nur 15€ Kosten gehabt. Wenn du ein halbes Jahr wartest und es für 30€ kaufst, hat es kaum noch einen Gebrauchtwert weil dann selbst der letzte Hinterwäldler das Spiel neu kauft, zumal du es nicht verkaufst weil du es die ganze Zeit ungenutzt rumliegen hast.

      Aber was will ich dir das erklären, du spielst eh nicht und bist für mich kein Coregamer, dafür Core-Kommentierer im Internet, Core-Geldsparer (und gleichzeitig aus dem Fenster Werfer weil du schlicht nichts spielst). Selbst deine Oculus Brille vergammelt bereits.

      Vom eigentlichen Thema weichst du aus: es geht doch nicht um dich, du bist nicht der Nabel der Welt. Es geht darum, dass physische Versionen gegenüber den digitalen Vorteile haben, die eigentlich stinknormale Verbraucherrechte sind. Wie man da ernsthaft als Verbraucher unkritisch wie Klatschvieh mitmacht ist unbegreiflich.

    7. Auch hier habe ich alle Kommentare von unseren beiden Klassenclowns gelöscht.

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