Sekundärtugenden

Heute habe ich mehr im Scherz gesagt, dass Disziplin einer der Eckpfeiler meiner Existenz sei. Das ist auch nicht ganz falsch aber ich wurde von Ron darauf hingewiesen, dass »Disziplin« keine primäre Tugend sondern eine sekundäre Tugend sei. »Tugenden« kenne ich noch aus Ultima IX Ascension mit den 8 Glyphen der Tugend, die man suchen musste: Tapferkeit, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Opferbereitschaft, Ehre, Geistigkeit und Stolz. Ich bekam auch eine interessante Erklärung präsentiert, wie man überprüfen kann, ob eine Tugend eine primäre oder sekundäre Tugend ist.

Eine Maxime, die einen davon abhält ein Konzentrationslager zu führen, ist eine Primärtugend.

Somit wäre »Disziplin« keine Primärtugend denn damit könnte man wunderbar ein KZ führen. Mit »Demut« ist es praktisch unmöglich dies zu tun. Dementsprechend gehören »Disziplin« und »Ordnung« ab sofort nicht mehr zu den Eckpfeilern meiner Existenz. Und wieder was gelernt.

11 Antworten auf „Sekundärtugenden“

  1. Das Zitat von Herrn Lafontaine hätte ich an dieser Stelle auch eingeworfen. Obwohl es ehrlich gesagt ziemlich daneben war. Ordnung und Disziplin sind dennoch wichtige Tugenden aber natürlich kommt es immer darauf an, was man draus macht.

    Am wichtigsten ist aber wahrscheinlich noch immer die goldene Regel:

    „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu.“

    Damit kann man recht schnell prüfen ob man eine andere Person zu Recht angreift oder nicht. Wenn zum Beispiel in Amerika mal wieder die Diskussion über Homosexuelle die Runde macht, dann kann man die Frage ob Homosexualität den christlichen Glauben angreift ganz leicht beantworten: Homosexualität ist keine Charaktereigenschaft (im herrkömlichen Sinne, natürlich werden homosexuelle Menschen teilweiße andere Erfahrungen als heterosexuelle Menschen machen) sondern ein Teil der Existenz eines einzelnen Individuums. Gegenfrage:

    „Würdest du aufgrund eines Teils deiner Existenz gerne diffamiert werden?“

    Als Beispiel der christliche Glauben:

    „Würdest du gerne aufgrund deines Glauben diskriminiert werden?“

    Die Antwort darauf wäre sicherlich nein.

    Persönlich wäre die wichtigste Tugend also Mitgefühl. Aber nicht im christlichen Sinne, da ich dieses Mitgefühl für teilweise unehrlich halte. Aber das tut ja hier nichts zur Sache ;-)

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