Angeregt durch den Hinweis eines Freundes wage ich momentan ein für mich gewagtes Experiment: Ich werde ab heute Fleisch vermeiden. Das mag im Hinblick auf extreme Aktionen wie das Schnitzelwettessen von vor ein paar Jahren eigenartig erscheinen.

Jedoch möchte ich es wenigstens einmal ausprobiert haben und ich bilde mir ein, dass es mir schon seit ein paar Tagen irgendwie besser geht. Nachdem ich das Rauchen vor über 5 Jahren komplett dran gegeben habe, wird nun die nächste Hürde zum gesunden Menschen fallen.

Eines der vielen Bilder von unseren Schnitzel-Sessions

Gammelfleisch

Die Theorie ist folgende: In dem Fleisch, bei dem man nicht weiß, woher es wirklich kommt, können Antibiotika und andere Dinge enthalten sein. Oder es könnte sich dabei sogar um Gammelfleisch handeln. Es geht mir also nicht darum, dass mir die armen Tiere leid tun sondern um die Qualität des Fleisches. Denn ich will herausfinden, ob mein Körper durch den Abbau der Schadstoffe im Fleisch wirklich entlastet wird.

Dieses Reh kann man zwar nicht essen aber man kann damit spielen

Deswegen werde ich ganz klar Ausnahmen machen

Sollte es bei einem Jäger zu Hause zum Abendessen Reh geben, dass zur Gattung der Konzentratselektierer gehört, dann werde ich das Fleisch ruhigen Gewissens essen. Konzentratselektierer sind Tiere, die sich nur von der besten Nahrung ernähren. Der direkte Gegensatz dazu wäre das Hausschwein. Schweine sind Allesfresser. Sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung und sind nicht sonderlich wählerisch.

Deswegen sind bei mir für die Dauer des Experimentes Speisen wie Dönerfleisch, jegliche Art von Wurst, Hackfleisch usw. fürs erste gestrichen. Fleisch aus der täglichen Nahrungsaufnahme zu streichen ist übrigens kaum ein Problem. Man ernährt sich sogar automatisch fettarmer und gesünder. Aber die soziale Komponente ist vielleicht die größere Hürde die es zu nehmen gilt. Denn man hört schon Sätze wie:

Was?! Du isst kein Fleisch mehr?! Wer hat dir das denn ins Hirn geschissen?!!!111EINSELF

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29 Kommentare

  1. Interessanter Ansatz. Aber Dir ist klar, dass Du nach dieser Argumentation dann auch nur noch Biogemüse und Obst essen darfst, oder? Denn bei den pflanzlichen Produkten weiss man auch nicht immer genau was der Bauer so aufs Feld kippt, wo es herkommt und wie es vielleicht belastet ist. Gut, Antibiotika wirst du über Pflanzliche Nahrung eher weniger aufnehmen, dafür gibts da Pestizide. Alles in allem glaube ich dass eine bewusste (wo kommt das Zeug her) ausgewogene Ernährung mehr bringt als einfach das Fleisch wegzulassen…

  2. Coole Sache! Ich wünsche dir viel Glück!
    Wenn man das erstmal 2-3 Monate durchgestanden hat, ist es echt easy :)
    Zum Schluss ein guter Tipp aus vegetarischem Hause: Nicht zu viel darüber quatschen, einfach machen! Ist stressfreier… ;)

  3. Die Gründe sind nicht schlecht kann ich nur sagen. Aber alternativ könntest du dir auch die Mühe machen und z.B. von einem Bauern/ einer Fleischerei den/die du kennst das Fleisch kaufen statt aus der Theke vom Supermarkt etc.
    Aber wie gesagt… auch beim Gemüse wird einiges gepfuscht und die Pestizide die man dort reingehauen bekommt wirken wahrscheinlich noch schädlicher als diverses Gammelfleisch.

  4. Hm, aber auf der anderen Seite muss man ja auch erstmal irgendwo anfangen. Sich nur über Bio-Kram zu ernähren wäre sicherlich eine elegante Lösung, doch geht das zum einen auf Dauer ziemlich ins Geld und auf der anderen Seite sind so viele Ketten jetzt auf den „Bio-Zug“ aufgesprungen, dass man da dem Qualitätssiegel „Bio“ auch schon fast wieder kritisch gegenüber steht. Ich kann mir für meinen Teil nicht vorstellen, dass hier alles aus kontrollierten Anbau kommt und dass das dann zu den niedrigen Preisen verkauft werden kann. Wie soll das funktionieren, wenn es im Reformhaus kaum erschwinglich ist?

  5. ich mach heute mit meiner freundin fondue :D
    so!! kannst auch gern kommen ;)

  6. Weniger Fleisch essen mag durchaus gut kommen. Zudem wenn fleisch dann Geflügel oder halt Fisch.

    Aber ganz auf Fleisch verzichten. Der Mensch ist nicht umsonst alles fresser.

    Naja wie auch immer ich esse trotzdem am liebsten ab und mal ein richtig schönes Steak. Schön Medium… legga =)

  7. Ich hätte niemals gedacht, dass du mal aufhörst das teilweise hochgelobte Fleisch zu essen. Also ich erinnere mich daran, dass wir früher immer Mama angemacht haben, wenn es etwas zu Essen gab, was nur aus Gemüse bestand und wenn es Fleisch gab haben wir uns förmlich drum geprügelt. Der Ansatz ist ,denke ich mal, nicht schlecht, vor allem das mit dem Dönerfleisch, weil mir wurd öfters auch mal schlecht, nachdem ich einen leckeraussehenden Döner gegessen habe. Da kann man ja wirklich nich sicher sein, was da alles für Fleisch zusammen kommt.
    Ja Marc, dann probier mal das durchzuhalten, ich meine du kommst ja auch langsam in die Jahre, da muss ja schon auf seine Ernährung achten. :)

  8. Find ich nen tollen Vorsatz, aber auch die negativen Aspekte angeschaut? Ich selber esse ja nur Fisch, Huhn und manchmal (sehr selten) auch Trutenfleisch, auf Rind verzichte ich ganz und Schweinefleisch esse ich wegen primär religiösen Gründen nicht. Nicht dass ich besonders religiös bin, ich wurde jedoch so aufgezogen und dass ist nunmal als (gute) Angewohnheit geblieben. Komplett würde ich persönlich NIE auf Fleisch verzichten.

  9. @ st: sorry, st, das soll jetzt nicht bös gemeint sein, aber ich musste grad so lachen, als ich „Trutenfleisch“ gelesen hab. was ist das denn für ein lustiges tier? =P super!)

  10. @Änki: Sry dass ich in der Schweiz wohne XD
    So nennen wir nunmal das Fleisch vom Truthahn ;)

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