Nach Verschlichter Dich folgt nun mit „Nicht verbiegen“ eine weitere ergänzende Maxime, die ich lange versucht habe, in Worte zu fassen. Verbiegen von Gegenständen ist keine gute Idee. Es wird sie über kurz oder lang zerstören. Genau so verhält es sich, wenn man Software, Hardware, Konzepte oder sogar Menschen verbiegt.

Alles hat eine Bestimmung oder einen Zweck. Wenn man entgegen dieser Bestimmung damit verfährt, dann verbiegt man es. Und wenn man etwas zu heftig biegt, dann bricht es irgendwann.

Law of Instrument

Im Grunde meines Herzens bin ich Entwickler. Ich schreibe Maschinen mit Software und Hardware. Meine Erfahrung ist, dass Software immer für einen bestimmten Zweck geschrieben worden ist. Wenn sie nicht das tut was sie soll, dann bringe ich es ihr bei oder benutze eine, die besser für den von mir vorbestimmten Zweck geeignet ist. Allerdings nur, wenn es in einem sinnvollen Umfang möglich ist.

Ich habe schon viel verbogene Software in meinem Leben gesehen. Manche Menschen verbiegen sie tagtäglich und bemerken es im schlimmsten Fall nicht mal – bis sie schließlich kaputt geht und unbenutzbar wird. Man verliert dadurch eine der für mich wichtigsten Eigenschaften bei der Softwareentwicklung: Flexibilität.

Ergänzung zum Verschlichtern

Mir würden noch unzählige weitere Konzepte oder Dinge einfallen, die man verbiegen kann aber nicht sollte. Ich habe diesen Punkt bewusst abstrakt gelassen um Raum für die persönliche Interpretation zu schaffen. Nicht verbiegen ist für mich eine Ergänzung zu Verschlichter Dich. Ich persönlich versuche so wenig wie möglich nicht seinem Zweck entsprechend zu benutzen oder über die sinnvollen Möglichkeiten hinaus zu verändern. Danke an Jörn für dieses Geek-Sprichwort. Treffender kann man es kaum sagen.

If your only tool is a hammer, every problem looks like a nail.

Abraham Maslow

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