Im Gegensatz zu manch anderen Blogs und Magazinen war ich von dem ersten Teil der Assassin’s Creed Trilogie trotz der wiederkehrenden Elemente mehr als begeistert. Für den zweiten Teil haben sich die Entwickler diese Kritik aber zu Herzen genommen und herausgekommen ist eine Art Grand Theft Auto im Mittelalter. Die magischen Moment wenn man nach minutenlangen Klettern die Spitze einer Kathedrale erreicht hat sind aber auch weiterhin enthalten und machen das Spiel für mich zu etwas ganz Besonderem.

Le Parkour im Florenz des Mittelalters
Le Parkour im Florenz des Mittelalters

Spielen ist wie ein digitaler Spaziergang

Außer bei Burnout Paradise und Super Mario World haben ich folgendes Phänomen nur noch bei Assassins Creed beobachtet: Ich spiele diese Spiele manchmal einfach nur um des Spielen willens. Anders als bei anderen Spielen ist mir das eigentliche Spielziel dann eigentlich vollkommen egal. Was damals Shadow of the Colossus als zentrales Spielelement hatte, wird bei Assassin’s Creed zu einer meditativen Tätigkeit: Das Erklimmen von ungeahnten Höhen.

Es ist immer wieder schön, wie sich die Musik immer mehr steigert je höher man kommt nur um dann von der fantastischen Grafik mit einem Blick über die ganze Stadt belohnt zu werden. Der Höhepunkt ist dann aber der todesverachtende Sturz in die Tiefe – wo immer am Ende durch „Zufall“ ein Heuhaufen auf Altaïr bzw. Ezio wartet.

Man hat aus Fehlern gelernt

Aber natürlich ist das Spiel nicht einfach nur wunderschön und absolut stimmig in sich sondern spielt sich angenehm abwechslungsreich. Die Nebenmissonen wirken nicht mehr so generisch wie im ersten Teil und haben ähnlich wie bei Grand Theft Auto immer eine kleine Handlung parat. Ich persönlich würde sagen, dass sich Assassins Creed 2 zum ersten Teil wie Super Mario Bros. 3 zu Super Mario Bros. 1 verhält. Denn der Kern des Spiels ist gleich geblieben aber drumherum wurde das Spielprinzip so extrem sinnvollerweitert, dass es praktisch ein ganz neues Spiel ist.

Auch der Hauptplot wirkt insgesamt durch die glaubwürdigeren Charaktere deutlich relevanter und wird noch detaillierter erzählt als im ersten Teil. Besonders glaubwürdig ist dabei die Synchronisation sämtlicher Figuren. Da die Handlung in Italien spielt ist gefühlt jedes fünfte Wort auf italienisch. Deswegen: Konsole auf englisch stellen und Untertitel aus. Dann hat man meiner Meinung nach das beste Spielerlebnis. Die Xbox 360 Version von Assassin’s Creed 2 vereint genau so wie die der PlayStation 3 alle Sprachen auf der Disc.

Bessere Videos

Es gibt eine kleine Premiere auf MarcTV: Das erste selbstproduzierte HD-Video in 720p. In diesem Video möchte ich etwas die Faszination für die Kletterpartien rüberbringen was für mich immer wieder ein der Highlight der Assassins Creed-Spiele darstellt. Am Beispiel der an der Santa Maria del Fiore in Florenz, die im Spiel sehr realistisch nachgebildet wurde, möchte ich das Erklimmen eines Gebäudes in seiner vollen Länge zeigen.

Assassin’s Creed II: Das GTA im Mittelalter. Der Nachfolger des ersten Teils macht vieles besser als sein Vorgänger.Marc
8
von 10
2009-12-03T11:46:35+0200

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33 Kommentare

  1. ich weiß zwar nicht, welche Maßstäbe Marc an die Grafik von AS2 setzt, aber wenn man sie z.B. mit Red Dead Redemption vergleicht, wirken die Figuren, Pferde und Animationen bei AS2 unprofessionell. Verwöhnt durch COD MW1, BadComp.2, oder selbst Halo, muss noch so einiges an Assassin’sCreed2 nachgebessert werden – vielleicht hat Ubisoft bei der Fortsetzung mit Brotherhood bessere Programmierer und Designer drangesetzt

    1. Also ganz ehrlich: Wie der Protagonist sich bewegt setzt imho Maßstäbe. Aber Red Dead Redemption hat wie Du richtig sagst die deutlich realistischeren Animationen bei den Pferden. Besonders der Schweif und die Mähne sehen da wirklich verflucht cool und vor allem physikalisch korrekt aus.

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