Ridge Racer 6: für mich besser als Forza Horizon

Ridge Racer 6: für mich besser als Forza Horizon

Die Xbox Series X habe ich mir hauptsächlich wegen des Gamepasses gekauft. Dort gibt es Rennspiele wie Forza Horizon, Dirt oder Burnout Paradise. Selbst das unterschätzte Lonely Mountains: Downhill könnte man dem Genre zuordnen. Allerdings spiele ich nur einen Arcade Racer und das ist weder Horizon Chase Turbo noch Hotshot Racing, sondern Ridge Racer 6 aus dem Jahre 2006.

Wieso nicht Forza Horizon 5?

Ich habe Forza Horizon mehrfach gestartet und wollte es wegen der beeindruckenden Grafik gut finden. Immerhin habe ich einen neuen OLED Fernseher (kaufen). Aber dort gibt es keine Herausforderung beim Spielen. Horizon ist mehr ein Erlebnis als ein Videospiel. In der offenen Welt von Forza Horizon gibt es für mich kein Spielziel. Zudem kann der Schwierigkeitsgrad vor jedem Rennen mannigfaltig angepasst werden. Für mich wird das schnell belanglos und langweilig. Rennspiele bedeuten für mich Adrenalin und enge Kopf-an-Kopf-Rennen, die man auch mal verlieren darf.

Ridge Racer 6: Die schlichte Ästhetik der Weltkarte funktioniert noch heute
Ridge Racer 6: Die schlichte Ästhetik der Weltkarte funktioniert noch heute

Ridge Racer 6 ist wie Ridge Racer PSP

Neben dem Ur-Ridger Racer aus dem Jahr 1993 auf der PlayStation hat es mir damals Ridge Racer (2006) auf der PlayStation Portable angetan. Meine erste Berührung mit dem Spiel und Gerät war magisch! Nicht mehr so verkopft wie Ridge Racer Type 4, das wie ein Gran Turismo sein wollte. Nein, hier werden nacheinander Rennen gefahren, um am Ende als Sieger der fordernden Rennen hervorzugehen. Die Karte erinnerte mich dabei etwas an die Oberwelt von Super Mario World. Somit fängt Ridge Racer 6 da an, wo Ridge Racer PSP aufgehört hat. Dabei sind Menüs, Sprachausgabe und Anmutung dabei bis zu Details wie den nachziehenden Bremslichtern identisch.

Schnell und schwer mit 90s Rave

Die Belohnung für die Rennen sind schnellere Autos. Die braucht man aber auch, denn das Spiel schenkt einem nichts. Es gibt später im Spiel nur einen Schwierigkeitsgrad namens „schwer“ und keine Möglichkeit zum Zurückspulen. Zudem werden die Rennen zum Ende in der „Special Class“ schwer und aberwitzig schnell. Wie alle Rennspiele, die in den 90er-Jahren ihren Ursprung haben, hämmert ein japanischer Rave aus den Lautsprechern. Wer sich für die Musik von Dance Dance Revolution, dem Ur-Ridge Racer begeistern konnte, wird nicht enttäuscht werden.

Ridge Racer bedeuten Driften und Boosten

Dabei ist das Spielprinzip im Kern sehr einfach: das Driften um Kurven lädt den „Nitrous“ (Boost) auf, den man bis zu dreimal pro Rennen ansammeln kann. Und das ist kein Gimmick, sondern bitter nötig, um sich bei Rennen mit 14 Gegnern oder im Duell auf die Pole Position zu kämpfen. Der Typ des Fahrzeuges wirkt sich auf Art der Initiierung des Driftens aus: entweder dynamisch oder nur nach kurzem Antippen der Bremse. Die Drift-Mechanik ist einfach zu erlernen, aber hat eine motivierende Spieltiefe.

Ridge Racer 6 auf der Xbox Series X
Ridge Racer 6 auf der Xbox Series X

Auf der Xbox Series S/X mit 60 FPS

Ursprünglich ist Ridge Racer 6 auf der Xbox 360 erschienen. Damals gab es neben Titeln wie Projekt Gotham Racing keinen Platz mehr für Arcade Racer. Diese waren auf der PlayStation 2 auch nicht mehr erfolgreich. Zudem sah das Ridge Racer 6 auf der Xbox 360 mit seinen 30 Bildern pro Sekunde nicht beeindruckend aus. Nun läuft es seit Kurzem dank der Abwärtskompatibilitätsinitiative von Microsoft mit stabilen 60 FPS. Aber an der Auflösung wenig getan. Allerdings passt diese pixelige Ästhetik für mich hervorragend zum Retro-Gameplay. Natürlich läuft das Spiel identisch auf der Xbox Series S, die überall verfügbar ist.

Nicht leicht zu bekommen

Leider gibt es das Spiel nicht im deutschen Xbox Marketplace. Die Version auf DVD (kaufen) ist überall vergriffen und gebraucht nur kostspielig zu beschaffen. Wer jedoch seinen deutschen Account unter account.microsoft.com/profile bei Country or region auf United States stellt und dabei eine Adresse in den USA angibt, kann das Spiel für $ 9,99 herunterladen und auf seinem Account spielen. Als Zahlungsmittel funktioniert Guthaben als Code (günstig kaufen) für den US-Store am besten.

Ridge Racer 6: Aus dem Jahr 2006 kommt das vergessene Ridge Racer angerast und überholt für mich alle anderen aktuellen Arcade Racer rechts mit einem "Turbo Boost". Das Spiel macht für mich einfach vieles richtig. Marc

9
von 10
2022-02-17T09:10:40+0200

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9 Antworten

  1. Avatar von Markus

    Kann ich den Account danach wieder zurückstellen oder muss ich immer „in den USA wohnen“, um Ridge Racer 6 zu spielen?

    Ist dieser Wechsel für meinen Account irgendwie gefährlich?

    Markus

    1. Avatar von Marc

      Ja, Nein, Nein.

      Ich bleibe in den USA weil der Store dann besser, umfangreicher und billiger ist. ES gibt imho keine Nachteile

    2. Avatar von Nurmalso

      Es verstößt vermutlich gegen die Terms Of Service von Microsoft, aber das ist nur ein Problem, wenn man am PC spielt.

    3. Avatar von Marc

      Ich bin eine Zeit bei meiner Familie in den USA gewesen und habe die xbox umgestellt. Wieso ist das illegal? 🤔

    4. Avatar von Nurmalso

      Bestimmungen für Ihre Nutzung des Store

      1. Mitgliedskonto. Wenn ein Store oder Dienst die Eröffnung eines Kontos voraussetzt, sind Sie im Registrierungsverfahren zur Angabe aktueller, vollständiger und richtiger Informationen in dem entsprechenden Registrierungsformular verpflichtet.

      So lange du also nicht in den USA wohnhaft bist, hast du da eigentlich nichts umzustellen.

    5. Avatar von Marc

      Du bist wahrscheinlich auch nie bei Rot über die Ampel gegangen, um noch die Bahn zu bekommen, oder?

    6. Avatar von Nurmalso

      Es ist ein Unterschied, ob ich bei Rot über eine Ampel gehe, oder ob ich anderen empfehle, bei Rot über die Ampel zu gehen, um die Bahn zu bekommen und auf Nachfrage, ob das gefährlich sei, verneine und behaupte, das hätte keinerlei Nachteile. Soll jeder machen, wie er es für richtig hält, keine Frage. Aber Belehrungen, Relativierungen und Whataboutismus kann man sich dann auch sparen.

    7. Avatar von Marc

      Es ist nicht „gefährlich“. Wir sind hier nicht bei klassischen Medien wie ComputerBild oder Gamepro wo am Ende steht „muss jeder selber wissen“ oder „jeder muss wissen, was für ihn das Beste ist“. Und mit dem Belehren habe ich nicht angefangen.

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