Pixelspielebilder

Bilder an der Wand sind für mich nicht einfach nur Dekoration und meine Pixel Spiele Bilder sind nicht einfach nur Zeitvertreib. Wände lasse ich sogar lieber einfach weiß bevor ich dort einfach etwas dranhänge. Deswegen habe ich schon als Schüler mit Acrylfarben Bilder für meine damaligen 16qm im Haus meiner Eltern gemalt. Zum Teil schreckliche Dinge die ich niemandem zumuten will. Aber eigentlich habe ich immer versucht, kreativ produktiv zu sein.

Digitale Malklasse

Später an der Uni gab es einen Kurs an der Fachhochschule für Gestaltung namens »Digitale Malklasse«. Dort konnten wir völlig frei mit Photoshop, Illustrator aber auch 3DS Studio Max oder Cinema 4D unserer Kreativität freien Lauf lassen. Damals dachte ich, dass solche Kurse eine schnelle und einfache Art sind, an die geliebten Scheine zu kommen. Aber am Ende dieses Kurses wurden diese Werke dann ausgestellt und öffentlich zugänglich gemacht. Das war dann ein Schlüsselmoment weil man erst außerhalb seines kleines Bildschirmes und auf bedrucktem Material seine Bilder durch die Augen der Zuschauer sieht.

Filme

Das selbe Prinzip hat der Kurs angewendet, der mein Leben wahrscheinlich mehr verändert hat, als viele andere Dinge an der Uni Bielefeld: »Vorsicht Dreharbeiten!« von Fabio Magnifico. Als ich zum ersten Mal dort einen Film gedreht hatte, dachte ich innerlich, dass ich das Medium und die technischen Prozesse dahinter vollends verstanden habe. Ich hielt den Film für perfekt und am Semesterende fragte sich unsere Filmgruppe eigentlich nur noch, ob wir den ersten oder zweiten Platz belegen würden. Immerhin enthielt der Film ein Flugzeug und sogar eine Explosion in 3D Studio Max!

Gewonnen haben wir natürlich nichts. Ich befürchte, wir hatten nicht mal mehr als 10 Stimmen an dem Abend – und das waren die aus unserer Gruppe. Aber ich hatte verstanden, warum die anderen Filme »funktioniert« haben und in jeder Hinsicht besser waren: Man konnte sie verstehen. Damit meine ich nicht mal die Handlung. Es kann auch ein Gefühlsbild oder eine Botschaft sein, die ankommt. Diese muss nicht mal gewollt sein aber irgendetwas muss der Film transportieren und beim Zuschauer auslösen. Unser tat das nicht. Zwei Jahre später machten wir mit Akte X: Vice den zweiten Platz und wiederum zwei Jahre später haben wir den ersten Platz belegt. Dazu muss man sagen, dass der Film durch Fabio netterweise ans Ende gelegt wurde und die Musikauswahl durch Felix sehr zur positiven Grundaussage beigetragen hat.

Nach meiner Zeit bei MTV GameOne habe dann angefangen, hier im Blog Videos zu Spielen zu produzieren. Manchmal mit kreativem Ansatz aber meistens eben als klassischer Review. Ich arbeite schließlich seit ich in Hamburg ausschließlich mit Journalisten zusammen. Das prägt.

Art Directed Blogging

Um den »Produkten« dann wenigstens noch einen persönlichen Anstrich zu geben, fing ich an die mir persönlich wichtigen Blogeinträge durch Art Directed Blogging aufzuwerten. Das fühlte sich aber immer nach kurzer Zeit sehr nach Arbeit an.

Deswegen sind die Ansätze hier im Blog für Artikel und Videos sind an meinen eigenen persönlichen Ansprüchen gescheitert. Als technische Übungsplattform hat MarcTV seinen Zweck voll erfüllt aber nicht mehr als »Verlängerung meiner selbst – irgendwie«. Ich bin kein Journalist – ich bin Blogger und deswegen produziere nichts was mir keinen Spaß bringt. Je mehr ich mich hier professionalisiere desto weniger ist es mein Blog. Das bringt Abhängigkeiten ins wortwörtliche Spiel, die mich mehr bremsen als voranbringen.

»General MIDI – wir warten auf das Zeichen«

Vor kurzem habe ich entschieden, wieder Bilder zu machen. Bilder wie die Musik, die ich gerne höre. Bilder in erster Linie für mich selbst. Der Start eines neuen Experiments. Die Idee knüpft an die digitale Malklasse von damals an: Randscharfe Pixelkunst aus Videospielen. Natürlich treu nach dem Motto: Everything is a Remix.»Friends« und »Cube « sind sehr kleine Ausschnitte aus bekannten Videospielen vergrößert auf 70×50cm. »Cube« ist ein 1:1 Screenshot ebenfalls auf 70×50cm aber auf auf Alu-Dibond. Nur diesmal etwas puristischer und auf den Punkt.

Mal sehen, was mir sonst noch so einfällt. Ich entschuldige mich nicht für Kunst.

10 Antworten auf „Pixelspielebilder“

    1. Das wundert mich allerdings auch, dass du das erkannt hast. ;-) Ich muss also noch etwas abstrakter werden. Und wieso hast Du keinen Gravatar?! Richtig beeindruckend fand ich, dass Gerrit das „Conrad“ Bild erkannt hat, als er es im RealLife gesehen hat.




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    2. Das finde ich persönlich auch am besten als Bild. Ich bin so wie so ein riesen Fan von Flashback. Alleine wegen der Musik. Ein neuer Blogeintrag entsteht in meinem Kopf!




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