Forschen versus Glauben


Religion bzw. der Glaube stützt sich im Allgemeinen auf spirituelle Erklärungen zu Phänomenen, die wir uns als Menschen (noch) nicht erklären können. Und ignoriert die wissenschaftlichen Erkenntnisse und hält an ihren Vorstellungen über die Existenz von Gegebenheiten fest. Die Wissenschaft sucht dagegen nach der Wahrheit über unsere Welt, ohne sich durch das Korsett der Tradition einschränken zu lassen. Dort zählt die Beweisbarkeit von Fakten und nicht, was in irgendwelchen alten Schriftrollen steht.

Karikatur von Gott
Karikatur von Gott

Diese Karikatur wird wahrscheinlich die wenigsten Katholiken unter uns wirklich berühren und auch sonst wird niemand dafür besonders interessieren. Aber wie sieht die Sache aus, wenn sie in einer muslimischen Zeitung abgedruckt worden wäre? Wir würden bestimmt nicht die islamischen Botschaften anzünden, so wie die Muslime dies mit der dänischen Botschaft taten wegen der Karikaturen über ihren Propheten Mohammed. Und wieso muss sich der Papst für eine falsch verstandene Rede beim Islam entschuldigen, obwohl diese Glaubensrichtung hier in Deutschland Kirchen bauen darf? Und die Christen dort drüben bei dem Bau einer ihrer Kirchen wahrscheinlich schon bei der Grundsteinlegung erschossen würden?

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder halbwegs intelligente Mensch im tiefsten Inneren der Überzeugung ist, dass der christliche, islamische oder jede beliebige andere Gott eine erfundene Figur ist wie der Osterhase, der Weihnachtsmann oder die Mainzelmännchen. Besonders lustig finde ich, wenn sich christliche Mitbürger über die Zeugen Jehovas aufregen – wobei im Prinzip die evangelische und katholische Kirche dieselben Märchen repräsentieren. Nur mit dem Unterschied, dass sie es nicht nötig haben von Haus zu Haus zu gehen, weil sie das Geld einfach zugeschickt bekommen: durch Kirchensteuern. Aber das haben die Zeugen mittlerweile auch geschafft.

SMD Bielefeld mit leckeren Waffel und Floskeln auf Jüngerfang.

Glaubensgruppen statt Kirche

Zu den regelmäßigen Kirchengängern gehört die Jugend schon lange nicht mehr. Aber das heißt nicht, dass sich die Jugendlichen nicht mehr mit dem Glauben beschäftigen. Sie tun dies nur nicht mehr im Rahmen der offiziellen Kirchen, sondern vielmehr in christlichen Dachverbänden wie der Freien Evangelischen Gemeinde oder eigenen kleinen Gruppierungen, die sich dann regelmäßig treffen.

Das Problem an solchen Gemeinschaften ist, dass der religiöse Aspekt dieser Gruppen meist auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So ähnlich wie bei den Prospekten der Zeugen Jehovas, die sich erst nach einem Blick ins Impressum als Druckwerk dieser Sekte outen und auf der Titelseite mit Gemeinschaft oder anderen allgemeingültigen Sehnsüchten der Menschen locken. Dazu empfehle ich den Beitrag im Blog über meine Erfahrung mit der SMD Bielefeld. Für noch gefährlicher halte ich die autonomen Abspaltungen der Kirche wie die Emmanuel Gemeinde. Wenn ich mir vorstelle, dass Eltern ihre Kinder auf diese sog. Sessions mitfahren lassen, wird mir übel.

Ich würde meine eigenen Kinder nie auf solche Leute loslassen, die erst mit Freizeitaktivitäten locken, um dann gemeinsam zu einem fiktiven Gott zu beten. Natürlich kann der Glaube an etwas für schwache Menschen auch einen gewissen Halt im Leben bedeuten. Und ob man lieber in einer Traumwelt voller Mythen leben möchte oder sich lieber mit Tatsachen und Fakten beschäftigen will, muss letztlich jeder selbst wissen.

Wie kann man an einen Gott glauben?

Mich erstaunt es immer wieder, dass es Leute gibt, die mir ernsthaft erzählen, dass sie an einen Gott glauben. Bei welcher Religion auch immer. Wenn ich dann mal nachfrage wieso, dann kommt meistens etwas in der Art wie: »Aber Marc, das darf man doch nicht anzweifeln!«. Die nächste Reaktion ist meist das Relativieren der Aussage: »Ich glaube ja nicht an die Kirche, sondern generell an eine höhere Macht. Kirche finde ich doof, aber da muss ja irgendetwas sein.« Ich finde, dass, selbst wenn es einen Gott gäben würde, muss man ihn an gleich anbeten? Interessant und absolut richtig fand ich übrigens diesen Satz auf der Homepage der Giordano Bruno Stiftung, einer Vereinigung aus Freigeistern zur Förderung des evolutionären Humanismus.

Wir leben in einer Zeit der Ungleichzeitigkeit: Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder mehrheitlich noch von Jahrtausende alten Legenden geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen für unsere Spezies haben. Wir verhalten uns wie Fünfjährige, denen die Verantwortung über einen Jumbojet übertragen wurde.

Manifest der Giordano Bruno Stiftung

Wie gefährlich sind Glaubensgruppen?

Was ich im übrigen persönlich als sehr gefährlich einstufe, sind die Absplitterungen des christlichen Glaubens wie Freie Christen-Gruppierungen oder christliche Gemeinschaften. Viele Eltern geben ihre Kinder unreflektiert in diese Gruppen rein und denken sich wahrscheinlich, dass dort nichts Schlimmes passieren kann, weil es ja schließlich „zu der Kirche gehört“. Und genau das tun sie nämlich nicht. Ich habe schon diverse Horrorgeschichten von verblendeten Mitgliedern dieser Gruppen gehört, die ich nicht auf meine Kinder loslassen würde. Auf Wunsch poste ich hierzu ein paar Dinge später in die Kommentare.

Natürlich ist im Moment kein Mensch dazu in der Lage, sich die Welt, ob nun durch Wissenschaft, Glauben oder andere Weltbilder zu erklären. Vielleicht sind wir nur Teil eines großen Ganzen und spielen insgesamt gesehen nur eine wirklich unbedeutende Rolle. Sollte indessen ein oder mehrere übernatürliche Wesen alles hinter den Kulissen steuern, so sehe ich mich trotzdem nicht gezwungen dieses Wesen in welcher Form auch immer einen Tribut zu zollen oder es gar anzubeten. Dies scheint auch offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt zu sein, denn im Paradies lebt die gesamte Menschheit nicht gerade.

Wenigstens sind die Kirchengebäude schön

Kirchen haben zwar auch einen gewissen Reiz, besonders wenn sie zu Edelrestaurants umgebaut werden, wie das Glück und Seligkeit in Bielefeld. Andere Kultstätten, wie man sie in Indien oder Japan vorfindet, sind auch einfach noch eine ganze Ecke stylisher. In der DDR wurden Kirchen sogar dazu benutzt, um Feuerwehrschläuche zu trocknen aus Ermangelung an Feuerwehrtürmen. Dadurch standen sie wenigstens nicht leer und nutzlos in der Gegend herum.

Ich gehe fest davon aus, dass die Spiritualität des Menschen in seinen Genen liegt. Anders ist es nicht zu erklären, dass man ein kurzes „Bitte, Bitte Gott. Nur dieses eine Mal“ gen Himmel jagt, wenn man seine Klausurergebnisse anschaut oder wenn Schicksalsschläge wie Krankheit oder Tod des Lebenspartners erleidet, plötzlich doch den Weg zum Glauben findet. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort:

Im Schützengraben gibt es keine Atheisten

Vielleicht gibt es sie gerade dort, denn wenn man um sein Leben bangt, dann betet man doch ohnehin alles und jeden an, nur damit man heile aus der Sache rauskommt. Einen inneren Drang, an eine göttliche Macht glauben zu wollen, gehört anscheinend zum Menschen dazu. Ich habe mir mal die Geschichte und den Stellenwert der Religion in der Geschichte der Menschheit angesehen. Schon in der Antike wurde die Religion mit ihren Göttern, Regeln und Verboten zur Kontrolle des gemeinen Volkes verwendet. Also ein politisches Instrument, was auf dem oben beschrieben Drang zur Spiritualität der Menschen aufbaut und sich diesen zunutze macht. Die Götterwelt der Antike mit Zeus, Poseidon, Hermes und Co. muss sich wie eine Götter-Soap-Opera vorstellen.

Das Volk auf dem Land konnte sich mit den Problemen und Bettgeschichten der Götter identifizieren und es gab regelrechte Fanclubs für die einzelnen Götter. Nicht zuletzt für Dionysos haben sich natürlich viele Leute gefunden, die seinem Hobby gefrönt haben. Was aber wichtig ist: Die Bevölkerung auf dem Land ließ sich damit kontrollieren, indem man durch das Theater als Massenmedium diese Dinge vermitteln konnte. Dagegen waren natürlich die belesenen Städter und dortige Entscheidungsträger sich absolut darüber im Klaren, dass dies nichts weiter sind als Märchen.

Wissenschaft und Religion sind nicht zu vereinen

Dieses Prinzip lässt sich ohne Weiteres auch auf andere Glaubensrichtungen projizieren. Nicht zuletzt natürlich auf unser Christentum. Es ist sicherlich kein Zufall, dass der Hof und Kirche im Mittelalter wie eine Einheit fungierten. Und ich bin überzeugt, dass die Wissenschaft und die Religion nicht zu vereinen sind. Damit meine ich nicht nur die Kirche, sondern jede Form von Glauben. Besonders einfach machen es sich dann die Leute, die folgendes von sich geben:

„Also die Kirche finde ich ja doof, aber an Gott glauben tue ich schon etwas.“

Jemand

Was soll das denn bitte? Suchen wir uns jetzt den einfachsten Weg? Wieso hat der Mensch überhaupt den einprogrammierten Drang sich die Welt durch etwas zu erklären, was angeblich über ihm schwebt und alles lenkt? Machen wir es uns damit nicht etwas zu einfach? Für mich steht das Bestreben der Wissenschaft, die Welt zu erklären und somit die echte Wahrheit zu finden auf jeden Fall über der einfachen Annahme: »Da muss doch noch irgendwas sein…«

Was ist die Seele?

Wenn man nun weiter bohrt, dann merkt man schnell, dass ein zentraler Begriff die Seele eines Menschen ist. Damals in Philosophie hatten wir ein interessantes Gedankenexperiment gemacht. Wenn die Seele nicht materiell ist und somit nicht aus Atomen besteht, so müsste sie doch, wenn man Menschen beamen, genauer gesagt teleportieren könnte, nicht mit übertragen werden. Was würde also passieren? Würde die Person wie eine Marionette, bei der man die Schnüre durchgeschnitten hat, in sich zusammen klappen? Oder erschafft man einen Klon.

Aber viel interessanter wäre: Was passiert, wenn es einfach funktioniert? Denn dann wäre die Nichtexistenz der Seele bewiesen. Ich gehe generell einfach auch mal davon aus, dass man selbst so etwas wie die Seele oder nennen wir es mal philosophisch »Leben spendende geistige Prinzip« eines Tages wissenschaftlich erklären kann. Oder hätten sich die Menschen vor 5000 Jahren die heutige Welt und ihre Wissenschaft vorstellen oder gar begreifen können?

Wir Menschen sind dumm

Ich denke, die Menschheit ist einfach noch viel zu dumm, um bestimmte Dinge zu verstehen. Aber wir werden sie eines Tages verstehen, weil wir immer mehr wissen wollen. Und ich glaube, dass wir die Religion dafür so langsam mal vollständig abstreifen können. Davon abgesehen wird Beamen wahrscheinlich fürs Erste absolut unmöglich sein. Bis dahin sind für mich Wissenschaft und Glaube meiner Meinung nach nicht vereinbar. Nur, weil die Wissenschaft viele Dinge noch nicht erklären kann. Unter anderem die Frage, was vor dem „Big Bang“ passiert ist, muss man diese Lücken nicht mit Glauben füllen.

In Zukunft wird die Wissenschaft, alles vielleicht erklären können. Die Chance, dass die finale Antwort dann doch »Gott« oder einfach »Zweiundvierzig« sein sollte, stufe ich jedoch als äußerst gering ein. Vor 500 Jahren hätte auch niemand ebenfalls nur erahnen können, wozu die Menschheit heute in der Lage sein würde. Und so wird es den Menschen auch in 500 Jahren wieder gehen. Lasst uns also weiter die Antwort suchen und uns nicht mit altertümlichem Aberglauben zufriedengeben.


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Kommentare

72 Antworten zu „Forschen versus Glauben“

  1. Avatar von fym
    fym

    Wirkliche Atheisten stehen religiösen Fundamentalisten eben bisweilen näher, als sie es selbst wahrhaben wollen…

  2. Avatar von joen
    joen

    Es gibt nur einen Gott – und der wohnt in meinem Rechner.

  3. Avatar von Ralf
    Ralf

    Ah, zum Punkt der (nicht)existenz einer Seele: Als die Eisenbahn erfunden wurde sind die Menschen nicht eingestiegen aus Angst ihre Seele könnte mit der hohen Geschwindigkeit nicht mithalten und müsse zurückbleiben….
    Zum Punkt beamen: es wurde schon eine Information (zugegeben sehr klein und noch absolut abstrakt) aber immerhin „gebeamt“- vor 50 Jahren waren Computer riesig und konnten das Einmaleins

  4. Avatar von Andi
    Andi

    Habs nur überflogen, aber haste tatsächlich das Fliegende Spaghettimonster vergessen? :)

  5. Avatar von Miriam
    Miriam

    Ich finds schön, dass du dir solche Gedanken machst und dich an einen Blog-Eintrag zu dem Thema versuchst. Kann die Grundtendenz deiner Meinung auch nachvollziehen. Nur schade, dass du zu stark pauschalisierst, zu wenig religiöses Background-Wissen zeigst, zu wenig differenzierst. [Das fängt im ersten Satz schon an: „Religion bzw. der Glaube“. Das sind zwei verschiedene Kisten!! Auch ignoriert nicht jede Glaubensrichtung die wiss. Erkenntnisse. etc. etc.]
    Finde jede subjektive Meinung zu dem Thema interessant, würde mir allerdings ein bisschen mehr Substanz wünschen, wenn man den Anspruch einer anständigen Religionskritik verfolgen möchte. Sonst sind Beiträge zu diesem Thema in meinen Ohren leeres pseudowissenschaftliches Geschwätz.
    [*lach* mein Kommentar hört sich jetzz härter an, als er gemeint ist. Finde einfach nur generell zu jedem Thema wichtig, dass nen Beitrag ne gute Basis hat. Hat dieser leider nicht. Sorry ;) ]

  6. Avatar von Marc
    Marc

    Man muss kein Wissenschaftler sein um zu erkennen, dass Religion bzw. Glauben an etwas Übernatürliches allgemein ein stetiger Rückschritt bedeutet. Dies ist ein privates Weblog. Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht, wie ich den Beitrag aufziehe und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Ausführung wie man sie lesen kann am ehesten dem entgegen kommt, was ich damit wirklich sagen will. Wenn man es zu wissenschaftlich schreibt, dann verliert das Gesagte an Wucht. So ist es klar und deutlich und unmissverständlich.

  7. Avatar von Miriam
    Miriam

    *hihi* und subjektiv!

  8. Avatar von Nils
    Nils

    Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder halbwegs intelligente Mensch im tiefsten Inneren der Überzeugung ist, dass (…) Gott eine erfundene Figur ist wie der Osterhase, der Weihnachtsmann oder die Mainzelmännchen.

    Du meinst vermutlich die Heinzelmännchen … sonst passt die Listung inhaltlich irgendwie nicht zusammen. ;) … aber interessant, wie Du aus dieser festen Überzeugung heraus, andere, die feste Überzeugungen hinsichtlich Gott haben, als dumm oder lügnerisch bezeichnest (da bin ich ganz fyms Meinung). Irgendwie schonmal kein guter Argumentationsstil, der mir auch offenbart, dass Du Dich vielmehr mit Deinem Unverständnis von Glauben als mit dem Glauben selbst auseinandergesetzt hast. Nach dem Motto: „Warum über etwas nachdenken, was nicht existiert.“
    Dann kommen auch solch schräge Gedankenspiele wie das mit der Teleportation zustande …

    1. Wenn, wie Dein Seelen-Bild suggeriert, Du dieses Ding als diffuse Energiewolke betrachtest, sollte Beamen auch mit Seele zwingend funktionieren. Captain Kirk jedenfalls wäre ein reichlich desorientierter Brei, wenn nur „tote“, energielose Materie gebeamt werden könnte.
    2. Das Christentum und die meisten anderen Religionen, die ein Konzept synonym der christlichen Seele enthalten, attribuieren diese mit dem Begriff „ewig“. Dem ist zu entnehmen, dass die Seele über den Grenzen dieser Welt, so gesehen also nicht in der 3. Dimension, die an die Zeit gebunden ist, ankert. Da Teleportation wie Du sie Dir vorstellst, auf diese Dimensionen beschränkt wäre, tangiert sie die Seele rein gar nicht. Der Körper kann sein wann und wo er ist – das ist der Seele ziemlich egal. Der Aspekt einer höherdimensionalen Seele ist nebenbei auch mit dem Mehr-Welten-Theorem vereinbar: Demnach könnte eine ewige Seele gleichzeitig in allen unendlichen Existenzen eines Individuums dieselbe sein. Für solch zeitunabhängiges Denken ist vielleicht „die Menschheit (…) einfach noch viel zu dumm“, wie Du sagst. Oder, wie Douglas Adams es trefflich formulierte, die „vom Affen stammende Bioformen [dieses kleinen, blaugrünen Planeten] so erstaunlich primitiv sind, daß sie Digitaluhren noch immer für eine unwahrscheinlich tolle Erfindung halten.“

    Die undifferenzierende Aneinanderreihung negativer Aspekte durch fundamentalistische Satellitenreligionen und die Pauschalaburteilung religiöser Jugendveranstaltungen sind, wie Miriam schon sagte, substanzlos und langweilig. Ich empfand die erste GamesConvention jedenfalls als massiver volksverdummend als einen evangelischen Kirchentag. ;)
    So finde ich es schade, dass Du zu einer a priori Meinung „Die Religion ist Opium fürs Volk“ kommst, und damit aus einer Weltanschauungstheorie zitierst, die für ebenso etliche Millionen Tote verantwortlich ist, wenn sie sich auch noch so sehr den Anstrich einer Vernunftgeburt gab.

  9. Avatar von thomas
    thomas

    naaaa, ist marc noch dabei, den neusten kommentar zu verstehen?! ;-)

  10. Avatar von Thomas G.
    Thomas G.

    Im Moment wird das Thema auch durch diesen Beitrag sehr kontrovers diskutiert. Der ist natürlich Satire, aber die Anzahl der Video Responses ist enorm!

    Meine Meinung dazu: Ich bin Agnostiker (auch richtig laut dem Religionstest der hier irgendwo verlinkt ist), allerdings verteufele ich die Religionen nicht vollends. Durch sie wurden in früherer Zeit den Kindern die Hauptwerte beigebracht, auf denen unsere Gesellschaften noch heute aufbauen. Wo wären wir ohne diese Wertordnungen heute? Liegt z.T. auch in der fehlenden (christlichen) Wertevermittlung die „Verrohung“ der Jugend und andere gesellschaftliche Probleme?
    Die westliche Zivilisation und Kultur beruht auf christlichen Werten. Ob man will oder nicht wurden die einem auch als Kind eingetrichtert, ob katholisch erzogen oder nicht.

    Die Frage ist für mich nur, ob man die Werte nicht auch ohne den Glauben (und Belohnung bei Einhaltung / Bestrafung bei Nichtbeachtung) an ein höheres Wesen vermitteln könnte – Werte- und Sozialunterricht statt Religionsunterricht in der Schule? Das kleine Mädchen sagt es ganz treffend:

    Empathie ist das Zauberwort! Das muss den Kindern beigebracht werden, dann gäbe es weniger Probleme und Gewalt. Die Goldene Regel heisst nicht umsonst so.

    Die ganze Thematik ist jedoch viel zu komplex um sie hier zu erörtern. Ich finde das Thema sehr interessant, aber ich muss meine knappe Zeit anders verwenden. Ist nur ein weiterer Denkanstoß…

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