Update: Ich habe mir einen Kindle 3 gekauft und dazu auch einen ausführlichen Artikel geschrieben.

Ich hatte heute die ganz besondere Freude den Amazon Kindle, dem eBook aus den USA und dortiger Verkaufschlager im Weihnachtsgeschäft 2008 in den Händen zu halten. Ich bin erstaunt wie klein das Gerät eigentlich ist und wie perfekt das nicht-selbstleuchtende Display Papier simuliert. Als Zusatz zu meinem Artikel: Wann stirbt das Papier? ist folgendes Video zu verstehen. Vielleicht hat das Lesen auf toten Bäumen schon bald ausgedient.

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33 Kommentare

  1. Was kann das Teil, was mein iPhone nicht kann? Bin kein Freund von mutliplen Gerätschaften on the road.

  2. Das iPhone ist ein Telefon. Das hier ist ein eBook. Wieso vergleichen wir nicht gleich ein Netbook mit dem iPhone? =)

    Großer Bildschirm mit genau so scharfer Schrift wie gedruckt wie auf Papier, lange Akkulaufzeit, unbeleuchtetes Display fürs Sonnenlicht, usw.

    Es sind komplett unterschiedliche Geräte mit anderen Ansprüchen. Weder das eine schluckt das andere.

  3. Der Kindle hat mich von Anfang an sehr gereizt. Aber die Markteinführung hierzulande lässt ja schon eine ganze Weile auf sich warten … mal schauen, ob/wann er kommt. Vielleicht bekommen wir ihn ja auch erst, wenn eine neue Version erscheint.

  4. $359.00 Steht aber auch am Artikel in Amazon. Ich denke, dass die eInk-Technik noch so teuer ist.

  5. In gewisser Weise kann ich Falco zustimmen. Ich will auch kein sperrigers Gerät extra mit mir rumschleppen, das nur eine einzige Funktion erfüllt. (Das wäre, als wenn ich zum Telefon auch immer ein Adressbuch mitnehmen würde.) Hier kann das iPhone also allein aufgrund der Vielseitigkeit punkten.
    Das Lesen längerer Artikel ist auf dem Apfel zwar möglich aber sicher nicht so angenehm wie auf dem Kindle, mit seinem großen electronic paper display. Eine Zeitung kann ich dagegen immerhin wegwerfen, wenn ich sie gelesen habe (aber das wurde ja Andernorts schon munter diskutiert.)

    Bleibt also noch ein großer Kritikpunkt: Was soll denn diese Steuerung? Ich dachte die Zeiten mobiler Geräte mit Tasten, Knöpfen und Schaltern wäre vorbei. Hier hätte man sich ruhig ein bisschen was beim Marktführer in puncto Usability abgucken können. Wenn ich da an den Multitouchscreen denke…

    Fazit: Nettes Gadget – derzeit aber nichts für mich. Wenn die Display-Technik von anderen Geräten adaptiert wird, bin ich dabei.

    Kann man damit eigentlich auch kostenlose RSS-Feeds abonieren oder ist das ganze auf Amazon-Angebote beschränkt?

    1. Die Feed usw. sind wohl noch durch Amazon beschränkt. Zur Steuerung: Ich persönlich halte MultiTouch nicht für die Lösung aller Usability-Probleme. Wenn ich beim Umblättern jedesmal auf den Bildschirm fassen oder drüber „wischen“ müsste, dann würde ich nur das Papier simulieren. Ein einfacher „Nächste Seite“-Button wie beim Kindle löst das Problem meiner Meinung nach sehr gut.
      Denn was ich bei Büchern immer SEHR NERVIG fand: Man liegt im Bett mit einem großen Buch und ich musste permanent die Hand wechseln weil es zu schwer wurde und ich die Seiten mühsam umblättern musste. Nervig ohne Ende. Wenn man das nun wie beim iPhone gelöst hätte, dann wäre einer der negativsten Punkte vom Buch auf den Kindle übertragen worden.

      Aber Du hast natürlich auch recht, denn gut ist die Steuerung durch die Menü nicht. Das wirkt alles etwas wie 1990. Aber da wird sich sicher auch noch etwas tun. Ich finde es nur super, dass sich etwas tut und das überholte Konzept des Buches endlich abgelöst wird.

  6. Kann man damit eigentlich auch kostenlose RSS-Feeds abonieren oder ist das ganze auf Amazon-Angebote beschränkt?

    Das nähme mich auch wunder. Ich will auch nicht an einen Anbieter gebunden sein. Und 360$ ist doch noch recht happig. Für den Preis holt man sich lieber ein Netbook, denn was spricht dagegen ähnlich gute Kontrastwerte bei einem Netbook hinzubekommen. Abit oder wer hat sogar schon ein Netbook mit Tabletfunktion im Angebot.

    1. Das ist kein DotMatrix-Display sondern eine eigene Technologie. Das kann man nicht mit normalen Displays vergleichen. Beim Kindle zieht nur das Umblättern, nicht aber das anzeigen der Texte, Strom

    2. Ja das weiss ich, gab genug Artikel darüber in der C’t. Was spricht dagegen, dass diese Technologie in Zukunft auch in Farbe und in Notebooks Einzug findet. Vielleicht eine Hybridversion mit der herkömmlichen LCD Technik, sprich bei statischen Bildern verbraucht das Display kein Strom, die Hintergrundbeleuchtung kann dynamisch an und ausgeschaltet werden und das ganze wird intelligent mit der Stromspartechnologie verbunden und vom OS gesteuert. In der Richtung sollte es schon irgendwann gehen.

      Übrigens einfach erklärt: nur das Umschalten des Quartz braucht hier Strom, sprich das Quartz hält ohne Strom einfach seine letzten Zustand.

    3. Dagegen spricht, dass niemand ein Notebook in seine Tasche steckt um damit zu lesen – auch kein kleines netbook. Der Kindle ist ziemlich klein. Das wird im Video dachte ich etwas deutlich.

  7. Hallo Marc, hallo liebe Mitleser,
    vorab ein Lob für deinen Klasse Blog, ich finde du sprichst sehr interessante Themen an. Sowie deine Hardwarechecks sowie Spielebeschreibungen gefallen mir besonders. Und Lost Odyssey ist der Hammer =)

    Ich finde die Idee des Kindle auch sehr interessant und werde mir einen besorgen wenn der Preis stimmt. Gibt es den für Deutschland schon einen Release Termin ? In Amerika kostet das Stück über 300 $ und wird hier sicher nicht viel günstiger werden.

    Mfg

  8. Bei aller Liebe … Displays mit indirekter Beleuchtung sind dem Papier in der Tat näher als Leutch-Displays. Aaaber wenn es um die Anmutung geht, Marc haben Letztere immer noch zwei Vorteile. Erstens werden Schriftarten viel, viel besser gerendert als in Ebooks und zweitens ist die Reaktionszeit des Displays weit höher. Das macht die indirekte Beleuchtung mehr als wett, wie ich finden muss und obendrei fand ich, dass das was beim Kindle „Weiß“ sein soll, doch arrrg grau, was man in deinem Video beim Kontrast den Displays zur weißen Plastikverschalung schön sehen kann.

    1. Erstens werden Schriftarten viel, viel besser gerendert als in Ebooks

      Also genau das finde ich gerade nicht. die Schrift auf dem Kindle zeigt keine sichtbaren Pixel.

      und zweitens ist die Reaktionszeit des Displays weit höher

      Absolut. Aber das wird ja hoffentlich bei der eInk-Technologie noch besser.

      Das Problem an Displays mit Hintergrund-Beleuchtung: Die verbrauchen um einiges mehr Strom. Der Kindle verbraucht nur beim Umblättern Strom.

  9. Hallo zusammen!

    Schalte mich mal wieder ein wenn es um das Thema geht =) (siehe hier: )
    Wie immer bei diesem Thema werden viele Sachen durcheinandergewirbelt und von Laien und Uninformierten (nicht abwertend gemeint) in einen falschen Kontext gebracht.
    Generell: Man unterscheidet zwischen e-Book (Datei) und e-Reader (Anzeigegerät), das nur vorab als grundlegende Information.
    @Falco: Wie hier von anderer Stelle schon mehrfach erwähnt ist ein e-Reader mit einer speziellen Technik ausgestattet um den optischen Eigenschaften von Papier möglichst nahe zu kommen. Das bringt den entscheidenden Vorteil mit sich das man kein Beleuchtetes Display hat, was auf Dauer für die Augen unangenehm ist. Oder hast Du schon mal versucht, längere Zeit einen Roman am Rechner zu lesen? Am besten noch an einem Laptop mit ‚Hyper-Hype-Super-Duper-Reflecting-Screen‘! Macht besonders viel Spaß bei vielen Lichtquellen im Raum, die kann man alle im Display zählen! Nebenbei finde ich es umständlich, immer wenn ich abends noch was Lesen will den Laptop anzumachen, der ist so schwer und Windows braucht immer so lange zum runterfahren. Stimmt schon, die Bettdecke ist immer schön warm, aber die Sitzhaltung ist auf Dauer unbequem …
    Des weiteren bezweifle ich stark das Dein iPhone geschätzte 6000 Seiten umblättern kann ohne den Akku aufzuladen. Theoretisch kann mein e-Reader auch ewig eine Seite anzeigen, bis seine Einzelteile natürlich abgebaut werden. Das iPhone hingegen würde irgendwann mangels Strom einfach ausgehen.
    Ein Touch-Screen Oberflache ist in der Bearbeitung, allerdings verschlechtern die derzeitigen Lösungen den Effekt von eInk, sind also noch nicht zu gebrauchen. Die Knöpfe und Schalter sind recht praktisch, denn im Gegensatz zum iPhone habe ich hier vordefinierte Selektoren welche ich bei jeder Temperatur (auch im Winter) einwandfrei bedienen kann. Was beide gleichermaßen können ist MP3 Dateien abspielen, aber welches elektronische Gerät kann das heutzutage nicht?

    Für die Anschaffung eines e-Readers empfehle ich folgende Sachen zu beachten:
    – Sonys e-Reader wird anfang März in Deutschland eingeführt, dieser ist allerdings die vorletzte Version. Das aktuelle Gerät kann in Amerika bezogen werden. Der Preisunterschied zwischen dem in Deutschland zu erstehenden Gerät zu dem gleichen Modell in Amerika beträgt grob gerechnet 80 €! Es entsteht der Eindruck als wolle man hier die alten Geräte loswerden.
    – Amazons Kindle wird (wenigstens zu Anfang) in Deutschland nicht den vollen Umfang beiten können wie in den USA. Unser Netz ist einfach nicht so gut ausgebaut, speziell im Umgang mit Zeitungen welche in den Staaten über Amazons Whispernet laufen. Auch wird man Bücher NICHT billiger bekommen, da hat der Börsenverein die Buchpreisbindung für eingerichtet. Diese garantiert dem Wissensbegierigen, das seine Literatur immer den gleichen Preis hat, egal wo.
    – Sony und Amazon haben Geräte welche nicht alle Formate unterstützen. Der Hanlin eReader z.B. unterstütz wesentlich mehr Formate und hat ausserdem noch ein schickes Linux als Betriebssystem, sprich er ist GPL lizensiert. Kostenpunkt ca. 330 €, im Lieferunmfang enthalten sind 20.000 Bücher (was natürlich völlig übertrieben ist, da es a) Klassiker sprich alte Bücher und b) ein in einem ’normalen‘ Menschenleben unlesbare Menge sind.
    – Die Vertriebswege in Deutschland sind recht dürftig. So wird man auf legalem Wege nur ein paar wenige Bestseller bekommen, massenweise altes Zeug (Klassiker die man auch beim Gutenberg Projekt bekommt) und die eigenen PDF und TXT/RTF und evtl. DOC Dateien. Ausserdem hat ein jeder sein eigenes DRM und seinen eigenen Standart was das ganze noch ein wenig komplizierter macht. Und das Umwandeln in das e-Reader lesbare Fromat ist je nach Gerätehersteller krampfig.
    – Wer Bildbände bevorzugt, oder Literatur mit viel Bildmaterial braucht keinen Gedanken an einen e-Reader zu verschwenden. Dafür ist das Display zu klein und (noch) nicht bunt.

    Noch was vergessen … glaube nicht.
    In diesem Sinne,

    MfG

    1. Vielen Dank für diese hilfreichen Infos! Ich denke aber, dass die Preise der digitalen Bücher auf jeden Fall geringer ausfallen müssen. Das können sie nicht lange halten. Bei Musik über das Internet hat es ja auch nach einiger Zeit funktioniert.

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