Warum ich unser Tesla Model Y liebe – und was nicht so toll ist

TESLA Model Y

Seit einem halben Jahr fahren wir ein Tesla Model Y (kaufen) „Maximale Reichweite“ mit Hinterradantrieb aus 2024, in Midnight Cherry Red, mit weißem Innenraum und Glasdach. Kaum ein Kauf hat in meinem Umfeld zuletzt so viele Gespräche ausgelöst. Vergesst PC vs. Konsole oder den Thermomix. Dieses iPhone auf Rädern ist für mich als Autohasser ziemlich genau das richtige Auto.

Wie kam es zum Besuch bei Tesla?

Eigentlich wollten wir nach unserem geleasten Nissan Leaf und dem Škoda Enyaq wieder etwas Vergleichbares kaufen: also einen Škoda Elroq oder ein anderes vernünftiges Familien‑E‑Auto. Nach mehreren ernüchternden Besuchen bei deutschen Herstellern konnte ich Esther aber überreden, bei Tesla vorbeizuschauen. Ernüchternd waren vor allem zwei Dinge: keine brauchbare Probefahrt und Ausstattungspakete, bei denen einfache Funktionen plötzlich an teure, für uns unnötige Extras gekoppelt waren.

„Einparksensoren? Gibt es nur im Premiumpaket, wenn Sie die Anhängerkupplung nehmen. Nein, CarPlay ist da nicht enthalten. Ich habe übrigens mal ein Autohaus geleitet!“

Škoda-Händler in Hannover.
November 2025 bei Tesla Hannover. Ganz hinten stand unserer im Camping Modus als Ausstellungsstück.

Bei Tesla in Hannover fühlte sich der Prozess komplett anders an:

„Hi, wir wollen ein Model Y kaufen. Ach, es gibt nur wenige Varianten? Und die wichtigen Funktionen sind schon drin? Wir können direkt losfahren, weil der digitale Schlüssel schon auf unseren iPhones liegt?“

Wir haben dann recht schnell das Ausstellungsstück gekauft. Das Model Y (kaufen) ist ein Familienauto mit viel Platz, schlichtem Innenraum und einem Bedienkonzept, das eher an ein Gadget als an ein klassisches Auto erinnert. Nicht geleast, sondern gekauft. Privatleasing machen wir nicht mehr, aber das ist ein anderes Thema. Hier sind die Gründe, warum Tesla für mich aktuell das beste Auto baut.

Was mich am Tesla Model Y begeistert

Was mich nach 6 Monaten wirklich begeistert hat.

Für den Preis erstaunlich komplettes Angebot

Bei Tesla gibt es keine klassischen „ab“-Preise im Autohaus und keine Verhandlungen am Tisch. Der Preis steht auf der Webseite oder in der App. Die Mitarbeiter wirkten auf mich eher wie Berater als wie Verkäufer. Das passte hervorragend zu mir, weil ich beim Autokauf keine Theateraufführung sehen möchte. Wichtig war für uns: Viele Funktionen, die bei anderen Herstellern in Paketen verschwinden, sind beim Model Y einfach dabei. Zusätzlich bezahlen muss man vor allem für die Autopilot-Upgrades.

Für das neuere Modell Y Juniper gibt es außerdem eine 0-Prozent-Finanzierung.

Selbst im Winter ist auf Reichweitenplanung und günstige Tesla-Ladeinfrastruktur Verlass.

Die Ladeinfrastruktur löst mein Langstreckenproblem

Tesla hat ein dichtes Supercharger-Netz aufgebaut, und genau das verändert die Nutzung eines E-Autos enorm. Die Navigation plant Ladestopps automatisch ein, berechnet die Restladung am Ziel und schickt einen zur passenden Säule. Dort nimmt man den Stecker, die Ladeklappe öffnet sich automatisch, und die Abrechnung läuft über dieselbe App, mit der man auch das Auto verwaltet. Laut den technischen Daten zum Model Y lädt das aktuelle Modell am Supercharger mit bis zu 250 kW; die tatsächliche Ladeleistung hängt aber wie immer von Temperatur, Akkustand und Standort ab.

Das ist kein Vergleich zu unseren früheren Erlebnissen mit anderen E-Autos: mehrere Apps, defekte Säulen, Ladeabbrüche, langsame Ladepunkte oder Registrierungen kurz vor Mitternacht auf irgendeinem Parkplatz. Mit dem Model Y (kaufen) waren lange Fahrten bisher kein Problem mehr. Unser Modell zeigt im Auto um die 520 Kilometer Reichweite an. Auf der Autobahn, bei Kälte oder bei höherem Tempo ist es natürlich weniger. Entscheidend ist aber: Das Auto plant konservativ genug, dass ich nicht mehr über Ladeinfrastruktur nachdenken muss.

Tesla Model Y: Controller im Handschuhfach

Ein aufgeräumter Innenraum ohne Knöpfe

Ja, ihr Boomer: Ich weiß, viele von euch lieben Knöpfe, weil ihr sie seit Jahrzehnten kennt. Ich nutze im Tesla die Sprachsteuerung, den Touchscreen und vor allem die Automatik. Das Auto macht vieles zuverlässig selbst: Scheibenwischer, Licht, Musik, Klimatisierung, Sitzheizung. Spotify läuft leise, wenn ich einsteige, und wird lauter, sobald die Tür geschlossen ist. Es heißt schließlich Auto.

Ich weiß bis heute nicht, warum Scheibenwischer in normalen Autos über Hebel, Drehungen und kryptische Stufen bedient werden müssen. Ich bin mit Controllern und Touchscreens aufgewachsen. Der Tesla funktioniert eher so, wie ich es erwarte. Und wenn ich etwas nicht finde, nutze ich die Sprachsteuerung. „Öffne das Handschuhfach“ ist sicherer, als wenn ich mich während der Fahrt über den Beifahrersitz beuge. Ich liebe diesen cleanen Look des Autos. Der Weißraum entspannt mich regelrecht, wenn ich drin sitze. Als würde ich in einem Produkt von Apple sitzen.

Model Y Premium-Innenraum. Ich spüre starke Apple-Vibes. Hinten sieht man den Sitzschutz für die Kinder (kaufen).

Zubehör wie Trittschutz gibt es ohne Ende

Das Tesla Model Y (kaufen) gehört weltweit zu den meistverkauften Autos. Ohne Einschränkung auf Elektroautos. Dadurch gibt es unheimlich viel Zubehör in allen Preislagen. Klasse finde ich Betten (kaufen), die man hinten in das Auto legen kann. Dafür hat der Tesla sogar einen eigenen Camping-Modus für die Belüftung. Besonders der günstige Trittschutz für die Rücksitze ist praktisch, weil er die Sitze vor Kinderschuhen schützt.

Viele Teile lassen sich im 3D-Drucker herstellen

Viele Halterungen, Ablagen und Kleinteile kann man außerdem passgenau selbst drucken. Ich habe uns eine schicke Brillenhalterung für die Mittelkonsole gedruckt, die man einfach herausheben kann.

Kein CarPlay, kein Android Auto, kein Problem

Mein größtes Problem vor dem Kauf war das fehlende Apple CarPlay. Ich liebe Apple CarPlay. Tesla hat aber ein eigenes Betriebssystem, das flüssig läuft und eng mit der App gekoppelt ist. Wenn ich eine Tür öffne, sehe ich das direkt in der App. Ich kann das Auto darüber klimatisieren, verriegeln, hupen lassen, den Kofferraum öffnen und bestimmte Fahrfunktionen starten.

Online ist das Auto entweder über einen Handy-Hotspot oder über die Premium-Konnektivität von Tesla. Die kostet 99 EUR im Jahr und ergibt für mich Sinn, weil Navigation, Karten, Musik und Streaming dann ohne Gefummel funktionieren. Spotify, Netflix, Kontakte und Telefonie sind schnell eingerichtet. Es fühlt sich nicht wie ein nachträglich angeflanschtes Infotainment-System an, sondern wie ein zusammenhängendes Produkt. CarPlay habe ich deutlich seltener vermisst, als ich erwartet hatte. Später dazu mehr.

Spielereien wie Spiele, Rainbow-Road und Furzen

Die Menüs des Tesla-OS sind aufgeräumt und clean. Dahinter verbergen sich aber auch viele Spielereien. Wenn das Auto steht, kann man Spiele wie das hervorragende Vampire Survivors und „Cuphead“ spielen. Man muss nur einen Bluetooth-Controller koppeln, und los geht’s.

Für Mario-Kart-Fans kann man bei aktivem Autopilot die Straße in die Rainbow Road verwandeln. Dann sieht man immer, wann das Auto selbst fährt. Und richtig schräg, aber super für die Kinder: Das Auto kann furzen, und zwar innen und außen. Entweder man sagt „Furze bitte den Beifahrer an“, und aus den Lautsprechern kommt passend der Furz. Oder man steuert im Wächter-Modus per App nicht nur die Kameras an, sondern lässt das Auto auch außen furzen. Der Wächter-Modus kann zudem mit „Keep Summer Safe“ aktiviert werden.

Tesla Model Y: Vampire Survivors ist perfekt für kurze Wartezeiten. Und gratis dabei.

Der Autopilot funktioniert wunderbar – auf der Autobahn

Da ich den Großteil meiner Fahrpraxis aus „Burnout“ und „Grand Theft Auto“ habe, nutze ich auf der Autobahn sehr gern den Enhanced Autopilot. Wichtig ist die Einordnung: Das ist kein autonomes Fahren, sondern ein Fahrerassistenzsystem. Tesla selbst schreibt, dass Autopilot, Enhanced Autopilot und das Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren aktive Überwachung durch den Fahrer erfordern und das Fahrzeug nicht autonom machen. Genau so nutze ich es auch.

Auf der Autobahn ist das System für mich trotzdem großartig. Es hält Abstand, lenkt auf klar markierten Spuren, bremst, beschleunigt und kann Spurwechsel unterstützen, wenn ich blinke. Mit dem rechten Knopf kann man die Geschwindigkeit einstellen und den Abstand zum Vordermann anpassen.

Im Stau und auf langen Strecken nimmt mir das viel Stress. Ich würde es nicht als Roboterfahrer verkaufen, sondern als hervorragenden Spur- und Abstandsassistenten mit Extras. Und genau dafür liebe ich es.

Enhanced Autopilot. Der Tesla erkennt, dass ich filme, und will, dass ich eingreife. Deswegen die blaue Warnung.

Aber Marc, ist der Autopilot nicht unsicher?

Das System ist nur so gut wie die Situation, die Kameras, die Markierungen und der Mensch auf dem Fahrersitz. Deshalb halte ich zwei Aussagen gleichzeitig für richtig: Man darf dem Autopiloten nicht blind vertrauen. Und er kann Langstrecken deutlich entspannter machen, wenn man ihn als Assistenzsystem nutzt und jederzeit bereit bleibt, selbst zu übernehmen.

Ich fahre selten Auto, und mich stresst monotones Fahren schnell. Der Tesla fährt auf der Autobahn defensiver und gleichmäßiger, als ich es selbst tun würde. Meine Aufgabe ist dann nicht, mich zu langweilen, sondern das System zu überwachen, Spurwechsel freizugeben und in unklaren Situationen einzugreifen. In der Stadt, auf kurvigen Strecken oder bei schlechten Markierungen bleibt das Lenkrad für mich ganz klar Menschenarbeit.

PaketEnthält
AutopilotAbstandsgeschwindigkeitsregler und Lenkassistent auf klar markierten Spuren
Enhanced AutopilotBasisfunktionen plus Spurwechselassistent, „Mit Autopilot navigieren“, Autoparken und Herbeirufen-Funktionen
Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren (Überwacht)Enhanced Autopilot plus Ampel- und Stoppschildassistent; City-Lenkassistent als zukünftige Funktion

Ton beim Wechsel der Ampel auf Grün

Trotz Glasdach sieht man die Ampel teilweise nicht direkt. Dafür hat das Model Y eine tolle Funktion: Beim Wechsel auf Grün ertönt ein leises „Pling“, und man weiß, dass man fahren darf. Das Auto erkennt auch Abbiegespuren und die entsprechenden Ampeln dazu. Für das assistierte Fahren muss es das ohnehin wissen. Dazu kommen Warnhinweise für Radfahrer im toten Winkel.

Die Einparkfunktion ist schneller als ich

Wenn man mit dem Tesla langsam an Parkplätzen vorbeifährt, erkennt er passende Lücken. Man tippt die Parklücke auf dem Bildschirm an, und das Auto parkt rückwärts ein. Klar, viele Menschen parken wahrscheinlich jeden Tag mit einem Zug rückwärts ein und brauchen nicht einmal die Abstandswarner. Ich habe zu wenig Übung, und Spaß macht es mir auch nicht. Was mir Spaß macht: im Auto sitzen und zuschauen, wie das Teil in einem engen Parkhaus zügig allein rückwärts einparkt.

iPhone-Shortcuts sind praktisch

Die Tesla-App erlaubt den Zugriff auf viele Funktionen. Einige davon lassen sich direkt per iPhone-Shortcut steuern und sind dadurch auch über Siri verfügbar. Man kann also in seine Apple Watch sagen: „Siri, öffne den Kofferraum.“ Und es passiert. Genau solche Kleinigkeiten sorgen dafür, dass sich das Auto im Alltag wie ein Teil des Smart Homes anfühlt.

Die Tesla-Shortcuts sind super praktisch
Die Tesla-Shortcuts sind super praktisch.

Das iPhone ist der Schlüssel

Ich habe keinen klassischen Autoschlüssel mehr. Nur das iPhone. So muss das sein. Es gibt zwar auch Karten als Ersatzschlüssel, aber ich weiß nicht einmal, wo Esther sie hingelegt hat. Das Auto erkennt mich, stellt mein Profil ein und öffnet sich. Fertig. Wenn man weggeht, verriegelt sich das Auto automatisch und hupt ganz leise zur Bestätigung. Und das alles nur mit dem iPhone.

Kostenlose OTA‑Updates mit neuen Funktionen

Früher kaufte man ein Auto mit einer bestimmten Ausstattung – und genau dabei blieb es dann meistens. Neue Funktionen kamen oft erst mit der nächsten Modellgeneration. Bei Tesla ist das in vielen Bereichen anders: Das Auto kann über Software-Updates nach dem Kauf besser werden. Für mich ist das ein echter Mehrwert für den Nutzer – und genau dieses „Feature“ bekommt meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit. Aktuell kam gerade Grok als Sprachassistent. Kostenlos.

Der vordere Kofferraum ist praktisch

Der Kofferraum des Model Y ist für uns als Familie ausreichend groß. Dazu kommt aber noch der Frunk vorn. Ideal für Getränke, Laptop, Sporttasche und alles, was man beim rückwärts eingeparkten Auto bequem herausnehmen möchte.

Frunk im Tesla Model Y Premium. Er ist beleuchtet und spritzwassergeschützt.

Sitze, Lenkrad und Spiegel stellen sich auf den Fahrer ein

Esther und ich haben jeweils ein eigenes Profil im Wagen. Daran hängen nicht nur Spotify, Netflix und andere Einstellungen, sondern auch Sitzposition, Lenkrad und Seitenspiegel. Ich öffne die Tür, und der Wagen fährt den Sitz schon in meine Position, weil er mich über das iPhone erkannt hat. Das ist kein großes Feature auf dem Papier, aber im Alltag großartig.

Probleme werden per App gemeldet

Wenn etwas mit dem Auto nicht stimmt, läuft das über die App. Teilweise hilft sie schon, weil man eine Funktion vielleicht nur missverstanden hat. Bei manchen Reparaturen kommt der mobile Service sogar nach Hause. Wenn man das Auto abgibt oder abholt, kann es sein, dass man mit keinem Mitarbeiter sprechen muss. Ein Serviceheft für regelmäßige Pflichtbesuche gibt es nicht. Man geht hin, wenn etwas ist.

Elon Musk ist doch ein Nazi! Wie könnt ihr nur?

Ich verstehe, warum viele Menschen mit Elon Musk ein Problem haben. Mir geht es bei diesem Artikel aber um das Auto, nicht um die Person. Wenn ich jedes Produkt nur noch nach den öffentlichen Auftritten seiner Firmenchefs kaufen würde, müsste ich sehr wahrscheinlich nackt in einer Höhle sitzen und an einem selbstgeschnitzten Stock nuckeln.

Natürlich kann jeder aus persönlichen Gründen sagen: „Ich möchte diese Firma nicht unterstützen.“ Das ist völlig legitim. Dann sollte man aber ehrlich benennen, dass es eine Werteentscheidung ist, und nicht so tun, als wäre das Auto deshalb automatisch schlecht.

Für mich ist ein Auto keine Verlängerung der eigenen Persönlichkeit, sondern ein Werkzeug, das zuverlässig funktionieren muss. Der VW-Vorstand wurde durch den Dieselskandal für mich auch nicht sympathischer. Trotzdem würde ich nicht behaupten, dass deshalb jeder Golf schlecht fährt.

Wenn ich im Model Y sitze, verhalte ich mich bewusst doppelt so zuvorkommend wie in unseren anderen Autos: Ich lasse Leute vor, halte extra-viel Abstand von Fahrrädern oder halte auch dafür an und grüße immer nett. Ich bilde mir ein, damit das Image zu verbessern. Das ist vielleicht aber auch vertane Zeit. Wir haben zudem auch keinen Aufkleber auf dem Auto.

Was am Tesla Model Y nicht so toll ist

Natürlich ist nicht alles super. Ein paar Dinge nerven mich wirklich. Andere sind eher Folgen des radikalen Bedienkonzepts: Wenn alles Software ist, hängt eben auch sehr viel an Software.

Ohne Siri fehlen ein paar Gewohnheiten

Weil Apple CarPlay fehlt, habe ich Siri nur über die Uhr oder das iPhone, aber nicht direkt im Auto. Ich nutze Siri-Befehle wie „Ruf meine Frau an“ oder „Öffne die Garage„. Auch „Spiele meine Lieblingssongs auf Spotify“ funktioniert mit Siri besser. Die Tesla-Sprachsteuerung kann vieles am Auto bedienen, aber sie kennt nicht automatisch meine Apple-Welt, HomeKit oder meine persönlichen Spotify-Gewohnheiten.

Grok und Sprachsteuerung sind noch getrennt

Grok ist faszinierend. Man kann sich im Auto mit einer KI unterhalten, die die Karte kennt und den Standort einbezieht. „Ich brauche Schrauben“ kann dann zu einem passenden Laden in der Nähe führen. Aber Grok und die klassische Fahrzeug-Sprachsteuerung sind noch getrennte Welten. Grok kann nicht einfach das Handschuhfach öffnen oder den Scheibenwischer schneller stellen. Dafür braucht man weiterhin die alte Sprachsteuerung. Das sollte dringend zusammenwachsen.

Er fährt nicht selbst in unsere Garage

Die Nachbarn halten mich wahrscheinlich für verrückt. Ich habe letztens mit Toilettenpapier versucht, die Begrenzungsstreifen in und vor der Garage auf Boden und Straße nachzubauen. Unsere Garage ist so eng, dass der Tesla sie nicht als Parkplatz erkennt. Geholfen hat es nicht. Es wäre sehr praktisch, wenn er allein in die Garage fahren würde. Das Herbeirufen per App außerhalb des Autos habe ich mich in dieser Einfahrt noch nicht getraut.

Die Kameras sind manchmal verdreckt

Das Model Y aus 2024 hat acht Außenkameras. Wenn einige davon verdreckt sind, funktionieren Autoparken, Herbeirufen oder Autopilot-Funktionen nicht zuverlässig oder gar nicht. Das passiert nicht oft, aber wenn es passiert, muss ich selbst fahren oder selbst einparken. Für ein Auto, das so stark auf Kameras setzt, ist das logisch. Nervig ist es trotzdem.

Fazit

Ich bin mittlerweile ein großer Tesla-Fan geworden. Nicht, weil das Model Y (kaufen) perfekt ist. Es ist groß, teuer, politisch aufgeladen und an manchen Stellen konsequent bis zur Sturheit. Aber es ist das erste Auto, das sich für mich nicht wie ein widerwilliger Kompromiss anfühlt, sondern wie ein modernes technisches Gerät. Es lädt einfach, fährt angenehm, parkt für mich ein, erkennt mein iPhone, bekommt Updates und kann sogar Leute innen und außen anfurzen, um Kinder zu unterhalten. Genau diese Mischung aus Nutzwert, Software und Unsinn macht es für mich so gut. Die deutsche Tesla-Community ist auf Reddit auch sehr aktiv und hat mir schon oft bei Fragen geholfen, wenn Grok nicht weiter wusste.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Warum ich unser Tesla Model Y liebe – und was nicht so toll ist“

  1. Avatar von Nico

    (Ich gehe auf diese bewusste Provokation mal bewusst ein.)

    > Wenn ich jedes Produkt nur noch nach den öffentlichen Auftritten seiner Firmenchefs kaufen würde, müsste ich sehr wahrscheinlich nackt in einer Höhle sitzen und an einem selbstgeschnitzten Stock nuckeln.

    Das ist nicht, worum es bei der Diskussion geht. Elon Musk ist nicht nur mal kurz öffentlich aufgetreteten und hat Mist verzapft, sondern er hat den Hitlergruß gezeigt. Und ganz nebenbei dann nachdem er dein Geld für die Unterstützung für Trump ausgegeben hat, wenn auch nur für kurze Zeit, ein Amt in der faschistischen Regierung der USA bekleidet. Oder anders: er spielt in einer etwas anderen Liga, als der kriminelle VW-Vorstand.

    Finde ich nicht, dass man das bei seiner Kaufentscheidung einfach so außer Acht lassen kann, was ich dir jetzt aber gar nicht aufzwingen will. Ich sitze allerdings ausdrücklich nicht in einer Höhle und nage an einem Stock, trotzdem ich mich mit solchen Dingen auseinandersetze und nun keinen Tesla kaufen werde. Wer Elon Musk kritisiert, kritisiert nicht automatisch das Auto, sondern eben Elon Musk, da liegst du glaube ich einfach falsch. Du fährst ja keinen Cybertruck, LOL, da würde ich auch das Auto kritisieren wollen.

    BTW, bei Grok wäre ich echt etwas vorsichtig

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