Ich habe nun alle Geräte – Router, NAS, Notstromaggregat, Netzwerkswitch, Hue- und Zigbee-Hub sowie HomeLab-PC – über der Tür im Hauswirtschaftsraum an die Wand gebracht. Der Name leitet sich von der Hochebene „Dome A“ in der Antarktis ab, die als Pareto-optimaler Punkt gleichzeitig zu den höchsten und kältesten natürlichen Orten der Erde gehört.
Was war die Motivation beim Server-Schrank an der Decke?
Unser Hauswirtschaftsraum ist winzig und beherbergt Waschmaschine und Trockner. Das IKEA-Billy-Regal, das vorher dort stand, war beim Wäschemachen immer im Weg. Aber der Internet-Anschluss befindet sich in diesem Raum und ein NAS mit 5 Festplatten hat allein schon einen hohen Geräuschpegel, neben der notwendigen Kühlung für den Schrank. Also, wohin mit dem Schrank? Es blieb nur der Platz über der Tür und der Decke. Dort stört er nicht und die Geräte darin stauben nicht zu, sind gekühlt und bleiben trotzdem mit einer kleinen Trittleiter (kaufen) zugänglich. So ist der Technikkram platzeffizient, einfach wartbar, und es sieht geschlossen schick aus, wie ich finde.
Hast du keine Sorge, dass die herunterfallen?
Ein Notstromaggregat (USV) und NAS sowie der Mini-PC für Proxmox sind schwer. Deswegen blieb am Ende nur die METOD-Küchenserie von IKEA übrig, die an eine Metalleiste an der Wand befestigt wird. Es hängen nun zwei IKEA METOD 80 × 40 × 37 cm Schränke direkt nebeneinander, die mit vier Schrauben über die Leiste befestigt wurden. Das sollten 50–100 kg pro Meter halten. Die einstellbare Klappmechanik der Türen nach oben war eine gute Entscheidung, um die Türen effizient aus dem Weg zu bekommen. Insgesamt war die Installation der Küchenschränke erstaunlich einfach.
Welche Kabel müssen in den Schrank gelegt werden?
Es stellte sich die Frage, ob man den Kabelkanal an der Seite des Schranks klein hält und am Patchfeld für die Netzwerkanschlüsse im Haus einen kleinen Switch installiert und dann von da nur ein Kabel in den Schrank legt statt bei uns 8. Am Ende waren 3-Meter-Netzwerkkabel im 10er-Pack so günstig, dass es einfacher war, die 8 Kabel durch den Kabelkanal zu schieben. Zusätzlich musste noch einmal Strom von der Steckdose nach oben und einmal runter, weil an der Wand nur eine Steckdose ist. Es schaut unten nun eine Mehrfachsteckdose für den Handstaubsauger raus. Insgesamt also 8 Mal Netzwerk und einmal Strom hin und zurück. Zwischen den Schränken haben wir auch Kabel verlegt. Dafür mussten Löcher in beide Schränke mit einer Lochsäge gebohrt werden.

In den Schränken: IKEA Skadis für die Rückwand
Jeweils ein kleines IKEA Skadis 36 × 56 cm passt perfekt in die Schränke. Allerdings nur horizontal mit länglichen Löchern. Deswegen brauchte ich Adapter von vertikal auf horizontal, die ich natürlich auf meinem 3D-Drucker ausdrucke. Damit konnte ich die Fritz!Box, den Hue-Hub, den Switch, den Gira-eNET-Hub, Mehrfachsteckdosen und Xiaomi-Thermometer an die Rückwand hängen. Das spart Platz und sieht einfach aufgeräumter aus.
Das Kühlkonzept von Dome A
Damit die Temperatur im geschlossenen Schrank nur 5 Grad über der Raumtemperatur liegt, muss er aktiv gekühlt werden. Dazu muss ein stetiger Luftstrom entstehen, indem man Lüfter nach außen blasen lässt und kalte Luft durch Löcher strömt, die mit einem Luftfilter versehen sind. Als Lüfter habe ich regelbare, leise 120-mm-Lüfter mit USB-Anschluss gekauft und es wurden in die METOD-Schränke mit einer Stichsäge dann die Löcher für die Lüfter gesägt. Die warme Luft wird dabei nach oben herausgeblasen, während die kalte Luft an den Seiten angesaugt wird. Alle Lüfter können auf der niedrigsten Stufe laufen, weil ich 120 mm genommen habe.
Was man hätte besser machen können
Nachher ist man immer schlauer. Die Dinge hätte man besser machen können:
Lüfter entkoppeln
Alles sah zunächst gut aus. Aber leider waren die Lüfter in den Schränken erstaunlich laut. Ich habe sie dann mühsam ausgebaut und dann gemerkt, dass es nicht die Lüfter waren, sondern die Vibrationen, welche diese an den Schrank abgeben. Wir hätten sie entkoppeln müssen. Die Löcher dürfen nicht passgenau sein, sondern sie müssen viel Luft haben und dann wie PC-Gehäuselüfter entkoppelt werden. Ich habe nun etwas Möbelgleiter drangeklebt und sie liegen nur oben auf dem Schrank. Das ist nicht optimal. Nachher ist man immer schlauer.
LED-Lampen ohne Schalter
Ich habe zusätzlich oben im Schrank LED-Lampen (kaufen) speziell für Küchen installiert. Dabei habe ich nicht darauf geachtet, dass diese nur per Handbewegung direkt an der Lampe wie mit einem Schalter eingeschaltet werden. Ich wollte, dass sie per Bewegungssensor angehen. Jetzt sind sie drin und es gibt wichtigere Themen.
Kabeldurchführung gegen Staub schützen
Philipp hat die Kabel super flach direkt durch den Kabelkanal unsichtbar in den Schrank gelegt. Ideal wäre dafür ein Staubschutz für Kabel (kaufen) gewesen. Inzwischen sind alle Kabel drin. Beim nächsten Server-Schrank wird das besser.
Fazit
Das Projekt ist insgesamt gelungen. Der Raum ist frei, der Kabelkanal sieht sauber aus und der Schrank ist jetzt leise. Es ist schon ein cooles Gefühl, wenn direkt unter seinen Geräten steht. Der Empfang ist übrigens für Hue, ZigBee und Gira-eNET besser als vorher. Wahrscheinlich, weil es so nah unter der Decke ist. Geholfen haben mir mein Nachbar Dirk und ganz viel beim Brainstorming und bei der Unterstützung mit Holzarbeiten und der Verlegung der Kabel mein Freund Philipp. Danke! Ich freue mich jeden Tag darüber.










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