Dieser Artikel ist spoilerfrei™. Die Handlung spielt im Jahr 1912. Du spielst Booker DeWitt, der eine nicht näher genannte Schuld begleichen muss, die nur aufgeboben wenn kann, wenn er ein Mädchen Elizabeth aus Columbia zurückbringt. Diese fliegende Insel wird von einem Fanatiker namens Comstock regiert, der sein… bla bla bla … aber das ist auch völlig egal, denn auch die Einführung soll man gefälligst selber erleben und sich nicht in Blogs anlesen! Denn um es kurz zu machen: der dritte Teil der BioShock-Serie ist das Spiel, auf das wir gewartet haben.

Schon der Anfang des Spiel ist absolut fantastisch inszeniert und stellt für sich schon ein Kunstwerk dar. Man fühlt sich sofort wie bei einem Besuch im Disneyland. Alles ist voller Details, bunt und detailliert. Die Soundkulisse erfreut jeden Spieler, der seine Konsole an eine Surround-Anlage angeschlossen hat. Kirchenglocken und alte Hits der The Beach Boys schallen aus allen verfügbaren Lautsprechern. Es ist zu Anfang klar: in dieses Spiel ist sehr viel Manpower bei der Gestaltung geflossen und jetzt schon ein zeitloser Klassiker.

Elizabeth ist anders

Sidekicks in Videospielen nerven. Man hat das Gefühl, dass man mit einem gehirnamputierten Wesen interagiert, dass bemuttert werden muss wie ein Kleinkind. Egal ob es die Umsetzung beim genialen ICO oder bei Enslaved ist: Irgendwann wünscht man sich einfach nur noch das Abenteuer alleine durchzuiehen zu können. Elizabeth ist anders. Nachdem wir sie gefunden haben, läuft gerne mal vorweg, öffnet Türen und findet Geld und Munition für uns. Auch während eines Kampfes versteckt sie sich glaubwürdig am Rande des Geschenhens und flippt realistischerweise völlig aus, nachdem wir zum ersten Mal gezwungen waren, ein paar Menschen zu töten.

Ihre Mimick und Bewegungen sind so vielfältig und glaubwürdig, dass man sie schnell als vollwerigen Partner ins Herz schließt. Manchmal erwischt man sie dabei, wie sie  Zuckerwatte auf einem Jahrmarkt kauft und danach mit sich rumträg. Je nach ihrer aktuellen Gemütslage von »Du Monster! Wieso bringst Du grundlos Menschen um?!« bis hin zu »Hurra, wir fliegen nach Paris!« ändert sich ihr Verhalten glaubwürdig. Dagegen ist Alyx Vance aus Half-Life 2 ein schlecher Witz.

Das man ihr Verhalten als menschlich akzeptiert, liegt in meinen Augen auch an ihrer visuellen Gestaltung. Es wird nich der Ansatz verfolgt sie realistisch auszusehen zu lassen sondern ihr und allen anderen Figuren haftet ein fast comichafter Look an. Der Stil erinnerte mich zudem sehr  an den der Protagonistin aus Beyond Good & Evil.

Damit wird der Effekt des Uncanny Valley gekonnt umschifft. Selten ist mir eine fiktive Videospielfigur so sehr an Herz gewachsen. Viel meiner Motivation beim Spielem entstand aus dem Wunsch herraus zu entdecken, was als nächstes mit ihr passieren wird. Man nimmt ihr die »Rolle« einfach ab.

bsi-stroy

Besser als die meisten Filme

Manche Spiele haben eine gute Story, die wirklich fesseln kann. Red Dead Redemption zum Beispiel oder auch Devil May Cry und natürlich The Walking Dead. Aber keines dieser Titel könnte man in einem Kinosaal vorführen und die Leute würden nicht reihenweise nach ein paar Minuten aufstehen und gehen. Bei BioShock Infinite ist dies zumindest in den ersten zwei Stunden und der gesamte Schluss nicht der Fall. Der Detailgrad der Welt, die transportierte Stimmung und die direkte Erzählweise mit enormen Spannungsbogen drückt einen förmlich in den heimischen Fernsehsessel.

Die Erfahrung die man dabei hat, ist definitiv gleich auf mit einem sehr guten Film. Immer wenn ich dacht, dass jetzt mal genug geballert worden ist, kommt auch schon die nächste Wendung in der Geschichte. Da man bei einem Spiel eine viel tiefere Bindung zu den Figuren aufbauen kann als bei einem passiven Medium wie dem Film, erlebt man hier großes emotionales Kino. Und es sieht einfach atemberaubend schön aus.

Die Details sind unglaublich.
Die Details sind unglaublich.

Nur ein Egoshooter

Eine Kritik, die ich öfters in einigen Meinungen zum Spiel gelesen habe, ist der Vorwurf, dass die Spielmechanik an sich belanglos und streckenweise eintönig und inspiriert wirkt. „Man hätte ein Rollenspiel daraus machen sollen“ habe ich auch irgendwo lesen müssen. Ja, auch bei BioShock Infinite kommt manchmal der Moment, in dem man am liebsten die Kämpfe überspringen möchte. Aber nur weil es so spannend ist! Aber sie machen verdammt noch mal Spaß.

Zu dem abwechslungsreichen Waffenarsenal mit Sniper, Pistole und Raktenwerfen gesellen sich die sogenannten Virgors, die im Prinzip das Pendant zu den Plasmiden aus BioShock Teil 1 und 2 sind. Man setzt damit die Feinde zum Beispiel unter Strom, während sie in einer Wasserlache stehen – nur um sie währenddessen mit Blei vollzupumpen. Ich habe BioShock 1 beim dritten Durchspielen auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchgespielt weil mir die Spielmechanik so viel Spaß gemacht hat. Hier wird es genau sein. Wem die Spielmechanik keinen Spaß macht, der hat die Komplexität dahinter meiner Ansicht leider nicht verstanden. 

Der Wechsel zwischen Story- und brutalen Shooterelementen trägt in meinen Augen sehr zur Atmosphäre bei. Würde man daraus ein RPG oder gar ein Point’n’Click Adventure machen, so würde das Storykonzept nicht mehr aufgehen. Der erhöhte Brutalitätsfaktor gehört einfach dazu und kann in meinem Augen auch nicht einfach rausoperiert. werden.

Ja, es ist ein Shooter. Aber was für einer!
Ja, es ist ein Shooter. Aber was für einer!

And we gonna party like its 19…

Nach dem Durchspielen erwartet den Spieler dann der 1999 Modus. Das heißt: Höchster Schwierigkeitsgrad, ziemlich fiese Checkpoints und bei jedem Ableben wird uns Geld abgezogen, sodass wir nur eine begrenzte Anzahl von »Leben« haben. Natürlich kommen einem da sofort Vergleiche mit Spielen Super Meat Boy oder dem brillianten Dark Souls in den Sinn. Aber leider wirkt der Modus bei BioShock im wahrsten Sinne des Wortes aufgesetzt. Die Idee ist nett aber im Prinzip hat BioShock Infinite das gar nicht nötig gehabt. Man stirbt im gesunden Maße schon auf dem mittleren Schwierigkeitgrad oft genug.

Nicht lesen sondern spielen!

In den mir bekannten Foren ist mal wieder die Hölle los und alle Leute meinen, sie hätten nichts besseren zu tun als das Haar in der Suppe bei diesem Spiel zu suchen. Es ist mir ein Rätsel, wie man es übers Herz bringen kann, ein solches Spiel überhaupt kritisieren zu wollen. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Fachpresse insgesamt einig ist und es schon jetzt das Spiel mit der höchsten Wertung in diesem Jahr darstellt. Alleine für die ersten 60 Minuten kann man jedem Menschen auf der Welt ein Joypad in die Hand drücken und er wird danach nur »Ich will weiterspielen!« sagen.

Die Story ist nicht nur spannend sondern an Querverweisen und Tragweite kaum zu überbieten. Nach dem der Abspann durchgerollt ist, stellt man sich erstmal an Fenster und weiß, dass man so etwas wundervolles wahrscheinlich nur sehr selten in einem Videospiel erleben wird. Wenn man offen auf das Spiel zugeht und sich nicht lange vorher irgendwelche Reviews und Kritiken durchgelesen hat, dann erwartet den Spieler das bisher bestinszenierte digitale Produkt, was es bis zum heutigen Tage gibt. Was machst Du also noch hier und liest diesen Artikel?

Spoiler Alarm: Ich habe die Timeline von Bioshock Infinite als Infografik umgesetzt . Wer das Spiel noch nicht durchgespielt hat, sollte das meiden!

BioShock Infinite: Die Glaubhaftigkeit der Story und Personen sucht ihresgleichen. Ein sehr guter Shooter mit unterschiedlichen aber interessanten Mechaniken macht Spaß bis zur letzten Minute. Die Stadt Columbia und die Protagonistin Elizabeth sind zusammen für mich genug Motivation gewesen, das Spiel innerhalb von drei Tagen durchzuspielen. Bei beiden entdeckt man selbst beim zweiten Durchgang noch neue Aspekte und Details. Und die Handlung ist für ein Videospiel absolut fantastisch. Die Auflösung der Story ist vielleicht das Beste, was ein Videospiel bis dato erreichen konnte.Marc
9
von 10
2013-04-03T16:26:00+0200

Beteilige dich an der Unterhaltung

55 Kommentare

  1. Ich bin mir nicht sicher ob 9,7 eine angemessene Wertung ist. Grundsätzlich mag ich keine vom Hype beeinflussten Reviews, und der Text an sich liest sich eher wie eine 9,5 – VIELLEICHT sogar eine 9,45.

    Die Wolken im Artikel sind hingegen ein Traum.

    1. Das war ein Drahtseilakt. Man darf da gar nicht so viel drüber schreiben weil es soooo viel kaputt macht. Man kann hier ganz schnell zu viel verraten imho. Ja, die Wolken haben Spaß gemacht. ;-)

    2. Ich finde, dass man für so eine Wertung als seriöser Blogger immer auch den Koeffizienten aus Kaufpreis, Spiellänge und Amazon-Sternen ziehen muss. Der Vorschlag von 9,45 in den Kommentaren wirkt da zu stark gerundet, ganz zu schweigen von der viel zu arbiträren 9,7 in dieser zugegebenermaßen hübschen Review. Eine 9,4863 halte ich für angemessen – schließlich ist es immernoch ein Bioshock-Titel, das wird schnell vergessen.

    3. Das ist ja meine ganz persönliche Meinung. Und für mich war es eben eine 9.7 beim Spielen. ;-) In Wirklichkeit ist es übrigens eine 9.58313. WordPress kann leider nur eine Dezimalstelle darstellen. Zum Thema „Spielspaßwertungen von Spielen“ kann ich euch nur diesen Artikel hier ans Herz legen

      Andere Spiele haben ja auch entsprechende Wertungen bekommen. Dark Souls z.B.

    4. Ich hänge immer noch beim Endkampf fest. Auf hart ist das Ding einfach unglaublich schwer. Irgendwie ist das Balancing nicht so wirklich gelungen. Die Atmosphäre ist gut, aber insgesamt ist das Spiel nicht so gut wie Bioshock 1. Vor allem ist es mir zu linear, allen voran weil einem die Fähigkeiten vorgegeben werden in welcher Reihenfolge und wann sie freigeschaltet werden und 12 Stunden ist auch nicht wirklich lang für die Story auf schwer.

    5. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich da die Wahrnehmungen sind. Als Fan von Horrorfilmen und generell surrealistischen Zeug, finde ich das Grundthema Rapture in BioShock 1 auch etwas spannender, als das in Infinite, aber irgendwie meine ich, dass die Entwickler aus Columbia mehr rausgeholt haben. Das Spiel ist finde ich von vorne bis hinten nahezu perfekt durchdesignt, wohingegen ich den ersten Teil besonders gegen Ende hin langweilig fand, sodass ich froh war, als es endlich vorbei war.
      Vielleicht muss ich ihn auch einfach nochmal spielen.

    6. als kleinen Kritikpunkt würde ich gelegentliches back-tracking nennen, aber auch das war, so glaube ich, in Teil 1 noch viel häufiger vorhanden

    7. Leider ist Backtracking wie man es kennt in BSI gar nicht möglich. Die erste verschlossene Kiste zum Beispiel ist am Anfang ja nicht mehr zugänglich, wenn man nicht bei diesen Order of the Raven Ku-Klux-Klan sofort zurück geht. Der Mittelteil nach der Story mit dem Chinesen könnte man ggf. als langatmig bezeichnen. Aber insgesamt ist es für mich einfach eine tolle Achterbahnfahrt gewesen, die bis zum Ende hin Spaß gemacht hat.

    8. Mit back-tracking meinte ich eher sowas wie, wenn man vor Comstocks Haus steht und erstmal wieder woanders hin muss um den „Schlüssel“ zu finden, wozu man wiederrum 3 weiterer Orte aufsuchen muss nur um am Ende endlich durch diese Tür zu kommen, vor der man schon ne Stunde vorher stand.
      Das hat mich eigtl. nicht wirklich gestört, weil es ja auch zu einem sehr coolen Storystrang mit der Mutter führt, aber es ist mir halt aufgefallen, dass so das Spiel hin und wieder dezent gestreckt wurde. Aber WIE GESAGT: Meckern auf hochhaushohen Niveau. Eigentlich nicht mal diesen Kommentar wert.

  2. Ich habe das Spiel vor 2 Tagen durchgespielt und will mal spoilerfrei resümieren:

    Ich muss sagen, ich konnte den Hype um BioShock 1 damals zwar nachvollziehen, hab ihn aber nicht geteilt. Die Welt von Rapture hat natürlich besonders zu Beginn richtig geflasht, aber abgesehen davon hat es mir nichts gegeben. Die Kämpfe waren dröge und der Weg zum Ende ein Akt der Qual und die tolle innovative Story, von der alle geschwärmt haben, bestand nur aus einem einzigen Twist. Davor und danach gähnende Langeweile meiner subjektiven Meinung nach.

    Das alles macht BioShock Infinite finde ich um Welten besser. Das Kampfsystem ist im Grunde gleich, spielt sich aber mit den Sky-Rails, Tears und abwechslungsreicheren Gegnern viel dynamischer. Das Design der Welt ist im Grunde nicht unbedingt besser, als Rapture jedoch mindestens gleichwertig flashig und einfach nur wunderschön und einzigartig. Sowas hat man vorher weder in Spiel noch Film noch sonst irgendwo gesehen.Und diesmal ist auch die Story über jeden Zweifel erhaben. Ich persönlich finde, die Innovation, die man BioShock 1 damals zugesprochen hat, wurde erst jetzt wirklich eingelöst. BioShock Infinite zeigt, wie heute Stories in Videospielen erzählt werden können und was Videospiele heute sein können. Besonders zeigt es, was sich nochmal im letzten Jahrzehnt von Half-Life 2 bis hierhin in Sachen Storytelling in Videospielen dieser Art getan hat und ist somit für mich der beste First-Person-Shooter den es gibt. Ich liebe es.

    1. Ja, das eigentliche Gameplay macht mir auch einfach Spaß. Und ich muss zugeben, dass dies im 1999 Mode erst wirklich zur Geltung kommt. Ganz extrem wird es, wenn man danach bioshock 1 spielt. Dann merkt man die Unterschiede erheblich.

  3. „Infinite isn’t bad, it’s good.“ Damit hat Yahtzee gerade Bioshock Infinite geadelt. Damit sollte jedem klar sein, dass das Spiel etwas besonderes darstellt.

  4. Hier auch mal ein guter Einblick eines meiner favorisierten Reviewers, AltF4Games.
    Infinite schreckt mich dann doch etwas ab, da wird wohl erst der Sumemrsale kommen müssen, vor allem weil ich schon mit Bioskock nicht so recht warm geworden bin. Wirklich interessant bleibt wohl nur die Story und der Hype war letztlich doch wesentlich größer, als das Spiel eigentlich ist.

    1. Mich hat der Plot und die Wendung bei Bioshock zusammen mit der Spielmechanik derart begeistert, dass es für mich eines der besten Spiele aller Zeiten ist. Aber wie gesagt nur Bioshock 1. Teil 2 kam bei Weitem nicht mehr an Teil 1 heran. Und diesen Titel „bestes Spiel aller Zeiten“ vergebe ich als jemand der immer noch alten C64 und Intellivision Mastersystem Titel hinterher jammert nicht so einfach.

    2. Ich bin mit BioShock 1 auch damals garnicht warmgeworden und fand Infinite jetzt überragend.

      Inwieweit ein Spiel überhaupt einem Mega-Hype (wie er in dieser Branche jedes Jahr losbricht) gerecht werden kann ist finde ich überhaupt sehr fraglich. Aber ich glaube wer sich frei vom Hype an das Spiel wagt und nur die Vorgänger kennt, wird auf jeden Fall positiv überrascht.

    3. Jaja der Hype^^
      Ich werde wohl trotzdem abwarten und mich eher mit dem kommenden Metro LL beschäftigen. Zwar im großen und ganzen auch ein „Standardshooter“ beim Gameplay, wie Bioshock auch, aber hier bin ich wiederum durch den hervorragenden Vorgänger guter Dinge. Das war bei Bioshock eben nicht gegeben, nach dem auslassen von Teil 2, werde ich mir Infinite aber wohl irgendwann gönnen.

    4. Ich habe es schon auf Facebook breitgetreten aber gerne auch hier noch mal: Die Fachpresse ist sich selten so einig gewesen wie bei diesem Spiel, dass es sich darum um etwas ganz besonderes handelt. BioShock Infinite ist vielleicht der beste Singleplayer-Shooter, den es bis jetzt gegeben hat. Wer keine Shooter mag und lieber Prinzessinen mit Mario rettet oder außer Fifa nicht anderes kennt, der soll die Finger davon lassen. Aber selten war ein Spiel so wichtig wie BioShock Infinite. Selten wurde so viel über eine Story und deren weitreichende Aussage diskutiert. Selten war eine Welt und deren Bewohner so glaubwürdig inszeniert. Es hat die Welt der Videospiele wirklich weiter gebracht.

      Kurz: Wer BioShock Infinite schlecht redet oder als „gewöhnlichen Shooter“ bezeichnet, der will sich meiner Meinung nach nur interessant machen. Dazu gehören ein paar Blogs und Leute, die einfach gerne gegen irgendwas reden. Ich schreibe schließlich auch nicht über Nintendo Spiele, die mir schon von vorn herein keinen Spaß machen.

    5. Naja im Video oben gab es ja genug zu sehen. Und für mich ist das höchstens durchschnittliches Gameplay. Zwar hat man die bekannten zusätzlichen Fähigkeiten, dafür ist die Ki halt schlecht und der Part mit den Fähigkeiten nicht konsequent genug ausgebaut.

      Die Story würde ich dem Spiel auch nicht absprechen und sicherlich ist das Artdesign (wie bei Rapture) sehr gut. Aber die Inszenierung der Bewohner ist dann doch eher schwach, das sieht man aber auch sehr gut im Video.

      Wie gesagt, ICH habe das Spiel nicht gespielt. Jedoch finde ich das Review oben Fair und mit genügend Bildmaterial unterlegt um eben die gewiss vorhanden Schwachstellen zu zeigen. Infinite scheint also ein sehr guter Story Shooter zu sein, bietet neben den Fähigkeiten aber nichts neues in Sachen Gameplay. Wäre da auch nicht die stupide KI, könnte man das ganze getrost als überdurchschnittliches Gameplay bezeichnen. Das jedoch reicht für mich, der schon Teil 1 zu überhypt fand, um das ganze erstmal aufzuschieben. Infinite scheint also kein schlechtes Spiel zu sein, ganz im Gegenteil, aber dem gigantischen Hype wird es eben nicht gerecht.

    6. Übrigens kommt auch TotalBiscuit zu dem Schluss, dass das Gameplay eher schwach anmutet, wie GameOne auch. Die Story und das Artdesign loben aber wiederum beide. Speziell erster geht auch noch auf die große Logiklücke Elizabeth ein, die von keinem angegriffen wird und mit der man außerhalb der Scripts auch nicht interagieren kann.

    7. Zu dem Video gilt mein fett-gedruckter Satz zwei Kommentare über mir. Das ist so, als würde man sagen „Es ist doof, dass man bei Halo 4 keine Prinzessin retten kann und man keine Goldmünzen sammeln darf. Blödes Spiel aber Story ist gut.“ Es ist ein Shooter verdammt. Und zumindest Simon findet das Spiel auch super

    8. Schon richtig, aber wenn nicht halbwegs alles passt, kann man auch nicht von einem „Meisterwerk“ reden, sondern von einem guten Spiel auf seinem Gebiet. Das meinte ich ja auch, das Spiel ist gut, wird seinem Hype aber gerade deswegen wohl nicht gerecht. Die Presse lobt es aber zum Teil in den Himmel, obwohl hier eben nicht alles rund läuft…wie bei vielen anderen Spielen auch.

    9. Ja, man kann natürlich immer „irgendwas“ finden. Aber innerhalb dessen, was BSI sein will, ist es besser als alles andere in dem Bereich.

    10. Primer du hast das Spiel nichtmal gespielt. Sich seine Meinung aus anderen subjektiven Meinungen zu bilden, halte ich für armselig.

    11. Meiner Meinung ist Infinite deutlich langweiliger als Bioshock 1. Ist wie Dishonored: enorm kurz und schlussendlich absolut linear und nicht frei wie es vom Hersteller suggeriert wird. Beides keine schlechten Spiele, aber ich kenne bei beidem besseres (eben zum Beispiel Bioshock 1). Für mich sind Bioshock Infinite und Dishonored beides gehypte Blender, die mehr versprechen als halten. Wie gesagt keine schlechten Spiele, aber auch keine die in die Hall of Fame gehören.

    12. Dishonored war mein Flop des Jahres 2012 trotz etlicher positiver Tests. Zu einfach, zu kurz und ziemlich langweilig. Infinite kann ich noch nichts zu sagen, werde es mir aber definitiv antun, weil ich Bioshock (1!) noch immer für einen der besten Titel aller Zeiten halte. Ist wohl alles Geschmackssache. :)

    13. Teil 2 habe ich gespielt, war auch GUT, aber kommt dann doch nicht an das Gefühl des „Ersten Spielens“ heran. Daher werte ich Teil 1 besser als den zweiten.

    14. Ja, man kann natürlich immer “irgendwas” finden. Aber innerhalb dessen, was BSI sein will, ist es besser als alles andere in dem Bereich.

      Wie du so schön sagtest, es ist ein Shooter, diesen Punkt macht es aber eben nicht besser als alles andere in dem Bereich. Deswegen sollte man mit Superlativen bei dem Spiel auch vorsichtig sein. Es ist eben nicht in allen belangen perfekt.

    15. Nein, wie gesagt eher ein Kandidat für den Summer Sale.
      Deswegen führte ich ja auch zwei Reviews an, denen ich durchaus zutraue eine vernünftige Kritik auszuüben. Sogar Game One kommt nicht umher die immer gleichen Levelschläuche und die „mäßige“ Ki zu kritisieren. Meine beiden Reviews gehen da, aufgrund der längeren Laufzeit aber etwas intensiver darauf ein.

  5. SPOILER! In der Timeline ist ein kleiner Fehler; XXXXX wurde erst 1951 fertiggestellt (Bau begann im November 1946) … Selbst wenn man es als alternative Dimension sieht entsprachen solche Dimensionen immer der aktuellen Zeit ; daher kann DeWitt/ELiz’s Besuch dort nicht zwischen 1895 – 1912 liegen :)

    1. Ich habe es mal als Spoiler markiert und ein paar Dinge unkenntlich gemacht. Ja, der Teil ist natürlich schwer umzusetzen, weil ich es dann gaaaaaanz oben hätte reinsetzen müssen. Da sind noch andere Detailfehler drin, die ich demnächst ändere. Aber danke für den Hinweis, das ist in der Tat verwirrend weil man denkt, es ist in der Timeline drin.

  6. Bioshock Infinite ist overhyped.

    Ich hab jetzt einige Stunden ins Spiel gesteckt, bin jetzt in der Hall of Heroes. Und klar … das Ding ist hübsch, Elizabeth ist überzeugend umgesetzt und alles ist fein. Zweifelsohne ein gutes Spiel, aber bei weitem nicht perfekt.

    Trotzdem laufe ich wieder einmal mit ner Knifte durch die Welt, schieße Leute tot, meine Handlungen haben absolut null Einfluss auf die Spielwelt, ich kann kaum etwas entdecken (mit Ausnahme von irgendwelchen Nebenräumen etc.), ich habe keine Unterhaltungen oder Beziehungen zu irgendwelchen NPCs, ich renne durch irgendwelche mehr oder weniger großen Korridore … das ödet mich an.

    Klar, das ist ein wenig als ob ich mich bei nem Musical darüber aufrege, dass so viel gesungen wird – Bioshock ist halt ein Shooter. Aber gerade weil es in manchen Teilen so überzeugt bin ich enttäuscht, dass es im Endeffekt wieder so ein spielerischer kleinster gemeinsamer Nenner ist.

    Ich will mehr – ich will Stories, die ich beeinflusse, ich will eine Welt entdecken, ich will alternative Konfliktlösungen, ich will mit der Spielwelt mit mehr als nur einem Gewehr interagieren. Ich hätte gern Videospiele für Erwachsene.

    Gestern habe ich wieder mal gespielt und dabei gedacht: „Hey, die Story ist toll, ich bin neugierig wie es weitergeht.“ Und war dann vom Geschieße genervt, hätte das viel lieber als Film oder Miniserie verfolgt.

    Was sagt das über das Spiel aus?

    1. Ich kann dir, ohne massiv zu spoilern, nicht erklären, was es mit den Entscheidungen bei BSI auf sich hat. Zweitens: stell den Schwierigkeitsgrad hoch. Dann hörst du automatisch auf zu ballern und kombinierst die Vigors und erlebst ein abwechslungsreiches Gameplay. Das Spiel ist nix für Nintendospieler oder Kiddies. Es ist dazu da, auf hohen Schwierigkeitsgraden gespielt zu werden.

      Spiel es erstmal durch. Ohne das Gesamtpaket gesehen zu haben, kann man imho keine Aussage zu BSI treffen.

      Und: Spiele sind Spiele und keine Filme. Wenn man gute Stories will, dann liest man Bücher oder guckt Filme. Bioshock Infinite ist ein Shooter. Das macht einem entweder Spass oder nicht. Sonst muss man eben Walking Dead oder Skyrim spielen.

    2. Spiel es erstmal durch. Ohne das Gesamtpaket gesehen zu haben, kann man imho keine Aussage zu BSI treffen.

      Ein gutes Spiel muss ab der ersten Minute überzeugen und nicht erst am Schluss. Was soll es wenn man 10 Stunden lang angeödet durch die Gegend rennt um am Schluss ein gut gemachtes überraschendes Ende zu erleben? Dasselbe mit Mass Effect, einfach umgekehrt. Dort ist bis auf das Ende alles gut. Ein wirklich gutes Spiel mit 90% Bewertung und darüber darf sich in keiner Minute ein Aussetzer bzg. Qualität erlauben. Das zeichnet genau ein hervorragendes Spiel aus.

    3. Und: Spiele sind Spiele und keine Filme. Wenn man gute Stories will, dann liest man Bücher oder guckt Filme. Bioshock Infinite ist ein Shooter. Das macht einem entweder Spass oder nicht. Sonst muss man eben Walking Dead oder Skyrim spielen.

      Ich sehe das ein wenig anders, was die Story angeht. Auch Filme und Bücher können eine weitaus schlechtere Story haben als ein Spiel. BS: Infinite kann gerade durch die gute Story punkten, auch wenn es „nur“ ein (wenn auch sehr guter) Shooter ist. Walking Dead hatte vom reinen Gameplay oder der Grafik OHNE gute Story auch keine Bäume ausgerissen. Und vor kurzem habe ich mich dank der wirklichen guten Story durch das GoT-RPG „gequält“, obwohl das Gameplay auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Es gibt bestimmt etliche dieser Beispiele, aber das soll an dieser Stelle einfach auch reichen :)

    4. Und noch zu Andy: Bioshock Infinite ist kein Rollenspiel. Es ist ein guter Shooter in einer sehr guten Welt und einer genialen Story. Mehr nicht. Und auch nicht weniger.

    5. Ich finde allerdings auch, dass der Shooterpart von BioShock Infinite extrem öde war.
      Sei es nun auf schwer oder einfach, die meiste Zeit wird man in Arenenkämpfe geworfen die sich nicht nur, aber vorallem gegen Ende wie Lückenfüller ala „Es muss schließlich ein Spiel bleiben“ anfühlen.
      Jeder Kampf war für mich einfach nur nervend, selten waren meine Gegner bedeutend.
      BS 1 war da anders, jeder Gegner hat Angst ausgelöst, jeder Schritt in einen neuen Bereich war mit Vorsicht verbunden.
      Bei BSI dachte ich oft „bitte jetzt her mit der Story, keine Kämpfe mehr!“
      Die Story war wirklich geil, darum bin ich auch auf diesen Artikel gestoßen aber zu sagen das es ein spielerisch guter Shooter ist, halte ich für fragwürdig.
      Letztendlich hab ich es aufgrund der Geschichte weitergespielt und das war es auch Wert. Es ist ein super Spiel!

    6. Ich bin auch niemand der auf hohem Niveau meckert. Ich unterstütze liebend gerne Spiele die sich etwas trauen.

      Aber BioShock Infinite hat mir über die Strecken an denen man kämpft einfach keinen Spaß bereitet! wirklich keinen Spaß. Und das sollte doch bei einem Spiel nicht sein.
      Das meine ich jetzt nicht im Vergleich zu der spannenden Story sonder wirklich so wie ich es sage.

      Egal wie gut die Story ist und wie sehr ich das Spiel liebe und anerkenne, der Shooterpart macht mir keinen Spaß. Und diese Meinung halte ich für „respektierbar“

    7. Wie gesagt, anderen Leuten hat der Shooter-Part viel Spaß gemacht. Mir eingeschlossen. Ich habe auch BioShock 1 auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchgespielt. Nur weil es so viel Spaß gemacht hat.

  7. Das neue Bioshock versagt atmosphäretechnisch immer noch komplett gegen ein 14 Jahre altes System Shock 2.

    1. Sehe ich absolut anders. Wenn man sehr viel Nostalgiegefühle mit SS2 verbindet ja aber objektiv ist BioShock Infinite das deutlich stimmungsvollere Spiel. Vielleicht das stimmungsvollste Spiel überhaupt bis jetzt.

    2. Also ich fand Rapture von Teil 1 glaubwürdiger und atmosphärisch interessanter.

    3. Bis auf den Endboss (der fliegende Gigant) ja, meines Wissens schon. Mir hat bis jetzt das erste Bioshock am besten gefallen. Teil 2 hätte man sich sparen können.

    4. Und was soll das an all den Stunden die man vorher in der Welt verbracht hat ändern?

    5. Soll ich spoilern? Lies mal die zweite Seite dieses Artikels. War übrigens 2013 die meistgelesene Seite auf MarcTV. Mit Sicherheit nicht ohne Grund.

    6. Also weil ich nochmals durch dieselbe Pampa nochmals durch rennen darf mit geänderter Story soll das etwas besser machen? Das ist doch ein alter Hut. Recycling von Level Abschnitten dieser Art finde ich etwas schlimmes. Ebenso ein Beispiel das mir sauer aufgestossen ist, ist Dragon Age 2. Da läuft man immer wieder dieselben langweiligen Abschnitte der Stadt ab, einfach mit anderem Auftrag.

    7. Naja, wenn Du Shooter nicht magst, dann spiel sie nicht. Mir hat das Gameplay an sich so viel Spaß gemacht, dass ich das Backtracking nicht negativ wahrgenommen habe. Das Ende ändert aber trotzdem viel. Wenn Du nicht vorhast es zu spielen, dann guck dir die zweite Seite des Artikels an.

  8. Der erste DLC „Clash in the Clouds“ ist eine Art Horde Mode. Der zweite und dritte wird wieder in Rapture spielen und heißt: Burial at the Sea

  9. „Burial at Sea Teil 1“ ist übrigens am Anfang und am Ende super. In der Mitte wäre ich fast eingepennt.

  10. Ich habe im Nachhinein die Wertung mal nach unten korrigiert. Die Story ist super aber spielerisch ist es nicht besser als die anderen Spiele, die ich mit gleichen Wertungen bewertet habe. Es leben das Internet.

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