Warum sind Die Ärzte nicht auf Spotify?

Die Musikgruppe „Die Ärzte“ sind nicht nur auf Spotify sonder auch nicht offiziell auf Twitter und Facebook vertreten. Wahrscheinlich wollen damit gegen die Ausbeutung und Kommerzialisierung von Künstlern protestieren oder so was. Und damit lag ich nicht mal falsch.

Alexa, spiel den Song Himmelblau von Die Ärzte Ich heute Vormittag

Das Fernbleiben von Spotify bringt mir persönlich aber nichts, wenn ich in einem emotionalen Anfall beim Blick aus dem Fenster den passenden Song hören möchte. Ich bin zahlender Spotify-Kunde und erwarte, dass alle Künstler dort vertreten sind. Auch wenn Die Ärzte wirklich nicht zu meinen Lieblingsgruppen gehört.

Was sagt die Band selber?

Es gab mal ein Interview in der Zeitung Westfälische Nachrichten mit Farin Urlaub. Hier der relevante Auszug zum Thema Spotify:

WN: Auf Spotify gibt es kein Racing Team, keine Ärzte. Warum?

Farin: Weil ich strikt dagegen bin. Wenn ich jemandem etwas schenken möchte, dann mache ich das persönlich.

WN: Ist das denn schenken?

Farin: Ja. Folgende Anekdote dazu. Die Leute von Spotify waren sich so sicher, dass diese komischen Krautbands, von denen sie noch nie etwas gehört haben, auch mitmachen würden. Und dann waren wir für ein paar Tage auf Spotify, bis unsere Anwälte Einspruch erhoben haben. Es waren ungefähr 200.000 Abrufe. Und ein Jahr später kam die Abrechnung. Ich hätte es fast nicht bemerkt.


QuelleInterview in der Zeitung Westfälische Nachrichten

Der Himmel ist blau

Die Band hat also persönlich etwas dagegen, weil ihnen das Geschäftsmodell von Spotify nicht passt. Denn Spotify demokratisiert die Musik so wie das Internet damals den Journalismus demokratisiert hat.

Plötzlich sind alle Künstler gleichberechtigt und nur einen Klick entfernt. Das ist vor allem für unbekannte Bands eine große Chance. Für schon bekannte Künstler schlägt nun die Stunde der Wahrheit. Denn sie werden nach abgespielten Songs bezahlt.

Auf bestem Weg in die Vergessenheit

Aus der Sicht der Künstler, die Spotify und ähnliche Dienste boykottieren,  mag das Fernbleiben  Sinn machen. Immerhin muss dann irgendwer die MP3s kaufen und bekommt es nicht in seinem Abo. Mittlerweile stehen die Ärzte auch ziemlich alleine da. Viele Künstler wie AC/DC und Adele, die vorher nicht zu finden waren, sind nun auf der Plattform vertreten.

Meines Wissens verdienen Künstler heute ihr Geld aber mit Live-Auftritten und dem ganzen Drumherum und nicht mehr primär durch verkaufte Platten. Somit ist es viel wichtiger, dass man einen Künstler und seine Lieder kennt, damit man dann ein paar Monate später auf ein Konzert geht und dafür Geld bezahlt. Somit könnte es gut passieren, dass die Zielgruppe der Musik-Streamingdienste diese Gruppen nicht mehr kennen wird.

Google Trends: Ab dem 17.2.17 waren die Toten Hosen auf Spotify zu hören.

History repeating

Schon die Propellerheads mit Shirley Bassey wussten: Alles wiederholt sich. Denn die Medienwelt verhält sich zyklisch. Schon damals haben sich Künstler gegen die CD gesperrt.

Hört sich nicht mehr so gut an wie eine Schallplatte! Zu kühl, zu digital!“ oder „Bei den neuen CD-Verträgen machen wir nicht mit!“ waren da genau so an der Tagesortung wie heute bei den Streaming-Diensten.  Denn CDs konnten plötzlich in riesigen Stückzahlen billig hergestellt werden. Eine Goldgrube für die Musikindustrie, der sie immer noch hinterher weinen und den Siegeszug der MP3s dafür verantwortlich machen. Wohl auch nicht ganz unberechtigt.

Ich höre den Song  „Himmelblau“ übrigens gerade trotzdem: Auf Youtube.

23 Antworten auf „Warum sind Die Ärzte nicht auf Spotify?“

  1. is halt punk :-)

    Ich bin zahlender Spotify-Kunde und erwarte, dass alle Künstler dort vertreten sind.

    glaube kaum das du da irgendwelche anprüche stellen kannst




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    1. Ich will auch keine eventuellen rechtlichen Ansprüche geltend machen, da ich diese ohnehin nicht habe.

      Trotzdem fand ich es komisch, dass die meiner Ansicht nach das Risiko damit eingehen, dass sie nachher niemand mehr kennt.




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    2. Ich würde mich da Finn anschliessen, ehe vergesst man einen dieser kurzlebigen Internet Start-Ups als Die Ärzte.

      Wenn schon wäre die Forderung richtig, warum gibt es nicht ein Dienst der alle Medien anbietet, Film, Games, Musik, Bücher usw. zu einer Flatrate? Denn das wäre eigentlich das was sich alle wünschen würden. Warum bin ich bis jetzt kein Abonnenent irgend eines dieser Dienste? Ja weil Serie A ist nur bei Amazon, Serie B nur bei Netflix erhältlich usw. Und sorry Musik hat inzwischen bei mir so eine untergeordnete Rolle, dass dafür alleine ein Fixpreis im Monat so derart minim sein müsste, dass es irrelevant wird.




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  2. Kann mir auch nicht vorstellen, dass das dem Bekanntheitsgrad der Ärzte irgenwie schaden könnte. Hört man die mittleweile nicht auch wieder lieber auf Vinyl? ;)




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  3. Vielen Dank für das Interview. Kurzgesagt: Ich bin ziemlich angefressen von der Entscheidung der Ärzte. Ich habe alle CDs (und teilweise LPs) der Band aber da ich keinen CD Player habe und mir das Importieren und synchronisieren von MP3 in Spotify zu umständlich ist höre ich die Band einfach nicht mehr. Bei meinen Freunden ist es das Gleiche.
    Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Geld für Musik ausgegeben wie derzeit mit Spotify (knapp 120 Euro im Jahr für den Premium Account). Laut Spotify schütten Sie nach Abzug von MwSt. 6,50 and die Labels aus und klar – die behalten mächtig was ein, wofür Spotify aber nichts kann.
    Farin selbst sagt, dass die Entlohnung für 200.000 Plays sehr gering war. Man darf dabei ja nicht vergessen, dass nicht jeder dieser Plays ohne die Flatrate alternativ in einem MP3-Kauf gemündet hätte. Und der Gipfel ist ja noch, dass es den Ärzten angeblich nicht mal ums Geld geht sondern um,… ja um was eigentlich? Ich glaube da geht’s doch um Geld. Denn wenn ich ein stinkreicher Künstler wäre, dann würde es mich gottverdammt nochmal mit Stolz erfüllen, wenn sich Menschen zu hunderttausenden meiner Werke erfreuen würden.
    Ich wünschte ich könnte das mit Farin ausdiskutieren und ihn zum Umdenken bewegen.




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  4. Also für mich liest sich das Interview doch mehr als verständlich.
    Und ich glaube wirklich, dass es Farin nicht unbedingt um das Geld geht. Er wird sich selber bewusst sein, dass nicht jeder Hörer das Album (bzw. den Song) gekauft hätte.
    Er klingt für mich eher… beleidigt… und das zu Recht! Die haben seine Musik gespielt OHNE vorher seine Zustimmung einzuholen. Urheberrecht? Pff…
    Tut Spotify etwas für die „Musik“? Abseits von einer „Demokratisierung“ (welche im Falle der Ärzte mehr wie eine Diktatur wirkt)? Fördern Sie Neuerscheinungen? Realisieren sie Projekte, die sonst keiner aufgreift? Ist die Musik in irgendeiner Weise von besonderer Qualität (technisch)?
    Oder nehmen sie einfach die Arbeit anderer und verschleudern diese dann unter Preis, ohne große Eigenleistung (abseits von Infrastruktur)…
    Eine solche Behandlung haben Bela, Farin, Rod doch nicht nötig.
    Ich sehe das Interview nicht als Schrei nach Liebe, auf mich wirkt Farin eher wie ein Rebell. Auch ohne das Geld von Spotify scheint sein Himmelblau zu sein. Also Farin, Bitte bitte Tu das nicht, speake lieber mit deinem Tamagotchi, Das darfst du.
    Einen Nachsatz noch an Carl Mahnke: Würde es dich wirklich mit Stolz erfüllen, wenn dein Lebenswerk genommen und verkauft wird, ganz ohne dein Einverständnis? Einfach unter der Annahme (wie Farin sie, laut Interview, wahrnahm), dass deine Meinung in diesem Punkt nicht genug Gewicht hat? Du, als „kleiner“ deutscher Interpret wirst dich ja sicher nicht gegen ein Unternehmen wie Spotify, gegen die Zukunft deiner Branche, stellen.
    Streaming ist sicherlich die Zukunft, zumindest im Vergleich zur CD, genauso wie die Kasette im Vergleich zur Schallplatte und die CD zur Kasette. Aber Spotify ist nicht synonym zu Musikstreaming und das Vorgehen von Spotify nicht Grundvoraussetzung dieser Zukunft.




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    1. Hallo Claudia,

      erstmal danke für den tollen Kommentar. So etwas gut geschriebenes liest man nicht jeden Tag hier im Blog. Vor allem schöne Referenzen auf Songs von den Ärzten. ;-)

      Meiner Ansicht nach sind die fetten Jahre einfach vorbei. Nie mehr werden Musiker so viel Geld mit dem Verkauf ihrer Musik verdienen wie damals mit der CD. Und ja, die Ärzte haben es wahrscheinlich nicht nötig, auf Spotify zu sein.

      Aber wie du auch gesagt hast, wird Musikstreaming nicht mehr verschwinden. Es bringt also nichts mehr, dem hinterher zu weinen. Wenn man das Medium boykottiert, dann lässt man viele neue Kunden raus, die später auf die Konzerte gehen könnten. Aber auch hier haben die Ärzte das nicht nötig. Ich sehe Spotify eher als Marketing und weniger als Vertriebskanal für Band wie Die Ärzte. Und wer weiß: Vielleicht wandelt sich dies auch mit der Zeit.




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    2. Wie ich gehört habe schreibt Spotify immer noch tiefrote Zahlen. Viele Wirtschaftsexperten fragen sich wann da der turn-arround kommt. Denn wenn er nicht kommt ist es eher wie bei Soundcloud die Frage: wie lange gibt es Spotify noch? Denn zu hoffen von einem der grossen (Amazon, Apple, Google usw.) aufgekauft zu werden… evt. um an die Kunden heran zu kommen, aber sicher nicht wegen der Technologie oder Verträge. Das klappt aber nur, wenn man den Namen Spotify weiter betreibt für sein Soundangebot. Und genau da sehe ich das Problem: kaum einer wird das wollen, sein jetziges Branding aufgeben.




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    3. Wie ich gehört habe schreibt Spotify immer noch tiefrote Zahlen

      Spotify fährt aktuell die Strategie relevant zu werden und zu wachsen. Die werden alles was sie an Mitteln haben gerade in Wachstum stecken. Wie Tesla oder andere Unternehmen auch. Das ist relativ normal in der Phase eines Unternehmens. Ich verstehe aber, dass sich nicht alle damit wohl fühlen. Vor allem nicht in DACH. ;-)

      Spotify ist Marktführer. Und wird es auch erstmal bleiben.




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    4. Das hat Soundcloud auch so versucht und was damit ist, ist hinlänglich bekannt. Sofern sie nicht noch ein Geldgeber finden ist Ende Jahr gewesen mit Soundcloud.

      Netflix macht das ja auch, aber das Minus muss doch in Relation zur zukünftigen Gewinne stehen. Ja alle haben vorerst massiv Minus geschrieben, Amazon, Oculus, Facebook usw. Aber bei Spotify scheint es massiv höher sein als es sein sollte, zumal eben zu viel Konkurrenz vorhanden ist, die sich quer subventionieren (Amazon zum Beispiel). Sprich Spotify kann sicher nicht einfach die Abopreise erhöhen, sondern muss durch Werbepartner versuchen mehr einzunehmen. Das ist aber zur Zeit alles andere als einfach.




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    5. Spotify hat rasantes Wachstum, ist kurz vor einer Einigung mit Microsoft um eine Xbox App zu releasen und steht kurz vor einem Börsengang. Das Unternehmen hat längst einen Wert im Milliardenbereich.
      Deine absolut schlechten Prognosen könntest du mal sein lassen…




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  5. Ich hörte früher gerne mal die Ärzte.
    Nun aber interessieren sie mich nicht mehr, da sie eben nicht online hörbar sind.
    Ich verstehe sowieso das Anspruchsdenken der Musiker nicht, warum man mit Musik unbedingt reich werden soll?
    Musiker ist ein Beruf, der sollte auch für Superstars nur so bezahl werden, wie auch andere Berufe.
    Warum soll bitteschön ein Musiker Millionen verdienen und ein Handwerker nicht?




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    1. Warum verdient ein CEO Millionen, ein Sacharbeiter nicht? Fragen über Fragen und schlussendlich ist es eine Frage von Angebot und Nachfrage. Sobald Musik nicht mehr wie geschnitten Brot vermarkten lässt, werden die auch keine Millionen mehr verdienen.




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  6. Hallo Marc,

    wie bestimmt viele andere auch, bin ich via Google auf deinen Blog-Eintrag aufmerksam geworden, weil ich mich dafür interessiere, warum Die Ärzte nicht bei Spotify zu finden sind, nachdem selbst Die Toten Hosen diesen Schritt gewagt haben. Ich bin auch selbst zahlender Kunde und erfreue mich am reichhaltigen Angebot des Streaming-Dienstes.

    Was ich allerdings nicht verstehe, ist deine Prognose, Die Ärzte würden in Vergessenheit geraten, weil sie nicht auf diesem Dienst vertreten sind. Versteh mich bitte nicht falsch, aber entscheidet nun Spotify darüber wer bekannt ist und wer vergessen wird? Dann hätten wir uns ja ganz schön abhängig von einer Betriebsplattform gemacht, was nicht gerade für uns Kunden sprechen würde. Bestimmt trifft deine These zu, dass (kleine!) Gruppen darauf angewiesen sind, auf Spotify gefunden zu werden. Dass Die Ärzte in Vergessenheit geraten halte ich aber für unwahrscheinlich. Sicherlich wird es irgendwann mal eine Generation geben, die mit ihrer Musik nichts anfangen kann. Aber mal ehrlich: Wie viele Kids feiern heute noch Papas und Mamas Oldies (und nichts anderes sind Die Ärzte in ein paar Dekaden), nur weil es die Musik auf Spotify gibt? Diese Schlussfolgerung ist also eine reine Milchmädchenrechnung. Jede Band wird irgendwann mal ihre Relevanz einbüßen – das ist der Lauf der Dinge.

    Es ist mehr als gerecht, dass Künstler die Wahl haben sich gegen ihre Einbindung bei Spotify zu entscheiden. Daran ist auch nichts verwerflich oder altbacken, nur weil man es MIR – also dem zahlenden Kunden nicht immer recht machen will. Diese Ansicht ist in meinen Augen vermessen und spiegelt einfach nur die Schattenseite der Konsumgesellschaft wieder. Am Ende zahle ich bei Spotify für den Dienst und nicht direkt für den Künstler. Also kann ich hier auch höchstens den Anspruch stellen, dass Spotify in der Lage ist, die Musiker von sich selbst zu überzeugen.

    Dein Vergleich mit der Einführung der CD hinkt, da Die Ärzte ihre Musik sogar gratis anbieten: Viele Hits sind auf ihrem YouTube-Channel zu finden. Und als echter Fan habe ich auch die (einmalig) 15 Euro ausgegeben, um mir auf Amazon das großartige Best-of als MP3 zu kaufen. Die kann man dann übrigens mit jedem Gerät auch über die Amazon-Music-App abspielen. Der Schritt zum Digitalen ist also längst gegangen worden von der Band.

    Du verschiebst den schwarzen Peter in Richtung Band, weil sie deinem Anspruch an Spotify nicht genügt. Das ist aber falsch. Spotify muss es schaffen mit seinem Geschäftsmodell lukrativ genug zu sein, damit eine Band wie Die Ärzte hier eben auch zugegen sein möchte.

    Jetzt kann man sich natürlich fragen: Und warum machen es dann „alle“, wenn Die Ärzte schon nicht wollen? Dazu muss man sagen, dass die Ärzte bei keinem Major-Label unter Vertrag stehen und somit nicht automatisch mit in den „Label-Vertrag mit Spotify“ fallen (uns quasi kein Mitspracherecht haben), sondern selbst die Entscheidung treffen. Ich gehe sehr stark davon aus, dass Spotify bei den anderen beiden der populärsten deutschen Bands mit eigenem Label – also Die Toten Hosen und den Onkelz – keinen Standardvertrag angewendet hat, um die Bands auf die Plattform zu locken. Da ergibt sich die Frage, ob sich das auf die Dauer noch mit den monatlichen Einnahmen deckt. Aber das ist alles reine Spekulation.

    Es kann natürlich auch sehr gut sein, dass Farin Urlaub, wie im Interview rauszulesen ist, gar keine Lust mehr auf eine Kooperation mit denen hat. Bela B. ist immerhin mit einigen wenigen Alben vertreten.

    Fazit: Ich danke dir für den Interview-Part, der etwas Licht ins Dunkel bringen konnte. Mit deinen persönlichen Anmerkungen gehe ich allerdings nicht konform. Aber gut, es ist deine Meinung und dein Blog, dementsprechend hoffe ich einfach, dass ich hier etwas zur Diskussion beitragen konnte.

    Grüße,
    Chris




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    1. Hallo Chris,

      erstmal vielen Dank dass Du hier wie schon der Kommentar von Claudia die Qualität der Diskussion in die Höhe schnellen lässt. Vielen Dank!

      Du unterschätzt meiner Ansicht nach die Relevanz von Spotify und sehr wahrscheinlich überschätze ich sie ein wenig. Fakt ist jedoch, dass das Nachfolgemedium der MP3 und CD das Streamen von Inhalten ist. Das merkt man bei bewegten Bildern genau so wie bei der Musik.

      Wenn YouTube ausreichen würde, dann würde Spotify nicht so viele Abonnenten haben. Und wenn die Ärzte dort nicht zu finden sind, nicht in Toplisten auftauchen, dann bekommen die Leute das nicht mit. Neue Veröffentlichungen hört man in der Regel auf Spotify. Jedenfalls ist das meine Meinung.

      Dass die Ärzte es finanziell nicht nötig haben, das hat Farin selber im Interview gesagt. Aber neue Fans und solche Leute wie mich erreichen sie dann nicht mehr. Deswegen meine Übertreibung mit der „Vergessenheit“.

      Wenn man dann in 5 Jahren auf der Straße Leute fragt, wer die Ärzte oder die Toten Hosen sind bei Menschen die dann 14 Jahre alt sind, ist meine Behauptung wird man ein anderes Ergebnis haben als heute oder vor 5 Jahren.

      Diese These kann ich auch noch durch Google Trends untermauern. Im Artikel habe ich einen Graph ergänzt der zeigt, dass seit der Beitritt von den Toten Hosen zu Spotify die Relevanz bei Google zugenommen hat.




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