30 ältere Computerspiele werden bald laut einer Meldung des Publisher Jowood auf einer BluRay-Disk ausgeliefert. Nun Frage ich mich natürlich, wo der Sinn eines solches Angebotes liegen soll. Denn welcher PC besitzt heute schon ein BluRay-Laufwerk? Und wie viele Computer haben im Gegensatz dazu Zugang zu HighSpeed-Internet?

Ich verstehe nicht, wieso überhaupt noch in physikalische Medien investiert wird. Das gilt für Spiele genau so wie für alle anderen Medienerzeugnisse wie Bücher, Musik und Filme. Alles kommt wunderbar ohne die bunte Umverpackung aus und das Sammlerherz wird durch virtuelle Bibliotheken zufriedengestellt. Wieso kommt also ein Publisher auf die die Idee 30 Spiele auf BluRay zu vertreiben? Ich ärgere mich bei den Demos von Spielen in XBOX Live schon immer, dass ich nicht einfach auf „Kaufen“ klicken kann wenn ich z.B. die Testversion von Mirror’s Edge spiele. Das geht im Moment nur bei XBOX Live Arcade Titeln wie Portal oder REZ HD aber nicht bei den „großen“ Titeln. Schade eigentlich.

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21 Kommentare

  1. Nur wie gesagt die Spiele werden Online nicht ewigs bereit gehalten. Dann spätestens bestimmt der Hersteller somit, dass du das Spiel nicht mehr nutzen darfst. Auch wenn die meisten Leute keine sentimentale Sammler sind, ist dieser Hintergedanke oft present und stellt fragen in die Richtung obschon er eigentlich für die meisten irrelevant ist. Und im innersten sind wir nun nach wie vor Jäger und Sammler.

    @Marc: Steam wird nie auf eine Konsole kommen, weil die Betreiber der Onlineplattformen bestimmen wollen, was geht. Valve wollte die Orange Box samt Steamfunktion auf die Xbox 360 bringen, Microsoft hat dem eine Absage erteilt: „Sie müssten sich mit Xbox Live begnügen“.

  2. Generell Tolle Idee die sachen immer online verfügbar zu haben, fände ich aber dennoch BLÖD alle meine Spiele nur auf diese Weise kaufen zu können.

    Denn so kann ich mein altes Spiel, welches ich bereits durchgespielt habe nicht wieder verkaufen!

    Jedes Mal 60€ zu latzen ohne mein letztes Spiel für einen Teil des Geldes verkaufen zu können ist für viele Menschen einfach teuer. Denk doch mal an den kleinen Marc, der noch kein geregeltes Einkommen hatte, was hatte der mit seinen alten spielen gemacht wenn er sich ein neues kaufen wollte?

    Und findest du es nicht auch nett von Zeit zu Zeit ein noch nicht ganz so altes Spiel für einen Bruchteil des orginal Preises beim Pfandleiher oder bei ebay zu schießen?

    Scheint aber für mich von Seiten der Publisher recht viele Vorteile zu haben, denn jeder der sein Spiel spielen möchte muss auch seinen Preis dafür zahlen und jedes erworbene Spiel kann auch nur von diesem einen Spieler gespielt werden.

  3. Wenn ich bedenke wie gut Special Editions etc. ankommen, glaube icvh nicht das die Leute so schnell auf etwas greifbares verzichten wollen.

    Btw. ein Buch am PC lesen.. find ich extrem ungemütllich.. wenn ich einem Buch verfallen bin.. dann schleppe ich das den ganzen Tag mit mir rum.. ob ich entpsannt auf der Couch liege oder mir es aufm Bett gemütlich mache. Am PC neee…

    Bei Spielen find ich das ganze zwar ok.. aber ich bin eigentlih auch jemand der gerne die Spielehülle sein eigen nennt.

    Wobei seitdem diese extrem hässlichen USK Symbole meine Spiele verzieren… da könnt ich mir das nochmal anders überlegen -.-

  4. @Malte
    Niemand wird Bücher auf dem PC lesen – sondern auf Geräten wie dem Kindle oder anderen eBooks. Siehe Artikel: Wann stribt das Papier.

    @Filip
    Das mit dem Tauschen und Verkaufen wird noch gelöst werden. Aber generell habe ich gar nicht sooo viele Spiele verkauft bzw. wenig dafür bekommen.

    @JTR
    Oh, Steam sollte auf Live kommen und MS hat abgelehnt? Krass. Dann haben sie wohl viel Selbstvertrauen in ihr Produkt.

    @Ben
    Der Punkt war auf den tollen Kommentar von Philipp bezogen, oder?

    Grüße aus Kematen in Tirol, Östereich. =)

  5. @Marc: es wäre fast der Grund gewesen, weshalb die Orange Box nicht auf der 360 gekommen wäre. Valve war glaub ich ziemlich angepisst. Kehrtum kann ich Microsoft verstehen, schliesslich ist Steam nicht nur eine Update und Modplattform sondern auch eine Vertriebsplattform. Und dass da Microsoft ihr eigener Market Place bedroht sah, verstehe ich. Schliesslich bietet Valve über Steam auch Minispielchen etc. Wo es ergänzend gut gewesen wäre, wäre für Vollpreistitel. Ich vermute aber mal, mit der neuen Oberfläche und damit verbundenen Zwang zur Festplatte könnte es in Zukunft auch ein Gears of War 3 etc. online zu erwerben geben. Ich hoffe es jedenfalls, schliesslich macht Sony das bei vereinzelten Titel so. Wipeout HD (der Grund für mich für meine PS3) ist sogar Exklusiv via Onlineplattform zu erwerben, sprich keine Retail via Box mehr.

  6. Ich schätze physische Datenträger sehr, bei Filmen und TV-Serien mindestens genauso sehr wie bei Spielen. Okay, der Platz wird knapp…mit Left4Dead kam gerade mein 100. X360-Spiel (Arcadetitel nicht mitgerechnet), und Wii/PS3 beanspruchen auch so einiges an Platz…..Filme und Serien haben sogar ein eigenes Zimmer…..aber trotzdem, oder gerade deswegen, schätze ich die körperliche Anwesenheit meiner Medien doch sehr.

    Langfristig wird sich die Entwicklung aber nicht vermeiden lassen, daran besteht wohl kein Zweifel.

  7. Hirai made the comments in trade mag MCV, despite heading up the only platform to launch a digital-only console in the from of PSPgo.

    „We do business in parts of the world where network infrastructure isn’t as robust as one would hope,“ he said.

    „There’s always going to be requirement for a business of our size and scope to have a physical medium.

    „To think everything will be downloaded in two years, three years or even ten years from now is taking it a little bit to the extreme.“

    Hirai’s comments are completely at odds with those of EEDAR analyst Greg Short, who predicted last week that both PS4 and Xbox 720 will ditch disc formats.

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