Die Diskussion gab es eigentlich schon immer: Konsole vs Computer. Damals wurde sich schon zu Zeiten des Super Nintendos in Leserbriefen der Zeitschriften wie der Videogames oder PC Games die Gegenpartei gedissed. Heute findet dieser Krieg in diversen Foren im Internet statt. Aber worauf spielt es sich denn nun wirklich besser? Auf der Konsole oder auf dem PC?

Inhaltsverzeichnis

Wie man sich bettet, so spielt man: Konsole VS PC
Wie man sich bettet, so spielt man: Konsole VS PC

Wie man sich hinsetzt, so spielt man

Gab es im Jahre 2001 noch Überschriften wie PC-Spiele weiterhin top, Konsolen immer noch schwach sah es Jahre 2004 schon ganz anders aus: Konsolenspiele verkaufen sich besser als PC-Titel oder Konsolengames überholen PC-Spiele.

Lange Zeit vorher wurden die Konsolen durch den ehemaligen Marktführer Nintendo auf eine niedrige Altersgruppe beschränkt. Zwar gab es auch Ausnahmen und andere Firmen versuchten schon damals wie Sega andere Zielgruppen anzusprechen, was aber nie den durchschlagenden Erfolg hatte. Das von 0 – 99 Jahre Konzept von Nintendo funktionierte einfach. Es lag vielleicht auch an der Grafik, die durch die Technik selber sehr comichaft wirkte.

It’s inevitable that PC game sales will go down, but I wouldn’t think they would go down that precipitously. You want to see everything up. You don’t want to see anything down 12%.

Michael Pachter

Der PC hingegen hatte Titel wie Monkey Island, Wolfenstein, Doom I und II. Klar, da konnte man die Konsolen nur belächeln. Selbst als 12 Jähriger findet man natürlich die „Ab 16“ Spiele cooler als den knuddeligen Kirby in seinem Traumland. Aber es machte trotzdem Spaß. Spieleklassiker wie Super Mario Bros 3. oder Zelda – A Link To The Past sind bis heute gute Spiele – Doom oder Monkey Island auf dem PC natürlich auch.

Dann kam Sony und machte alles anders

Was viele nicht wissen: Die PlayStation sollte ursprünglich ein AddOn für das Super Nintendo werden. Nur Nintendo ließ das Konzept fallen weil sie anscheinend das CD-ROM-Konzept nicht gut fanden. Squaresoft, die in Japan durch seine Final Fantasy-Reihe sich unglaublicher Beliebtheit erfreute und bis dahin exklusiv für Nintendo entwickelt haben, ärgerte sich über diese Entscheidung weil sie endlich das Speichermedium Modul hinter sich lassen wollten um ihre Geschichten endlich so erzählen zu können, wie sie sich das immer gewünscht hatten.

Die PlayStation als SNES CD

Sony entwickelte dann auf eigene Faust die Sony PlayStation und gewannen Squaresoft als Entwickler – und veränderten nachhaltig die Videospielewelt.

Als Newcomer auf den Markt räumte man ihnen keine Chance ein zumal Sega vorher den Saturn auf den Markt brachten. Aber Sony entwickelte eine völlig neue Marketingstrategie: Die PlayStation sollte hip und cool werden und auch Erwachsene ansprechen.

Plötzlich tauchte permanent im Fernsehen das PlayStation-Logo auf.

PlayStation in allerm Munde

Spielen auf PlayStation wurde plötzlich gesellschaftstauglich. Das festigte sich dann durch Titel wie Resident Evil oder WipeOut, die mithalfen das Videospielen als Freizeitaktivität erwachsen zu machen. Ich weiß noch wie ersteres keine Wertung in der Videogames bekam, weil es zu brutal war, aber durch die Blume gesagt wurde, dass es ein absolutes gutes Spiel ist.

Das Nintendo 64 hingegen bot zwar überdurchschnittlich gute Spiele wie Mario 64 und Zelda – Ocarina of Time aber die Zielgruppe wurde ganz klar beibehalten und ohne das Medium CD haftete der Konsole trotz der besseren Grafik immer etwas veraltetes an.

Auf der Gegenseite wurde der PC technisch immer besser und durch das Internet, das eine ganz andere Art von Spaß bot, war die PlayStation zwar eine Alternative aber keine echte Konkurrenz für Leute wie mich. Aber dafür hatten die Konsolen ein neues und vor allem stylisches Image.

Die PlayStation 2 mit dem eingebauten DVD-Player und Abwärtskompatibiltät zur PS1 bot dann 1999 zu einem Preis von 1000 DM Grafik vom Feinsten. Gran Turismo 3 und Final Fantasy X waren die Systemseller und platzierten die Marke noch weiter in den Bereich der >16-Jährigen. Alleine der Preis war schon eine harte Ansage aber sie fand trotzdem reißenden Absatz.

Military fears over PlayStation2.

BBC News

PlayStation als Raketenleitsystem

Lustig war auch, als die Nachricht durch die Presse ging, dass die PlayStation2 zu hunderten nach Afghanistan exportiert werden sollte aber die US-Regierung dies angeblich untersagte, weil sie Power der PS2 so gewaltig sein sollte, dass man eine Atomrakete damit lenken könnte. Eine abgefahrenere Meldung hätte man sich gar nicht wünschen können denn damit stand die Konsole zum ersten Mal öffentlich von der Leistung her in direkter Konkurrenz zum PC.

Die Mitbewerber im Konsolenmarkt in Form von Sega mit der Dreamcast, die ihre letzte Konsole werden sollte, Nintendo mit dem gefloppten GameCube und später Microsoft mit der PC-Konsole Xbox kamen nie an die unglaublichen Abverkäufe der PlayStation 1 und 2 heran.

3D Mark Benchmark
3D Mark Benchmark

Spielbare Benchmarks

Der PC kam in der Zeit mit technischen Innovationen wie Pixelshader, Bump-Mapping und Texturkompression um die Ecke. Diese Features waren die ersten Jahren aber nur in Benchmarks und Grafikdemos der Hardwarehersteller zu sehen und später wurde davon auch nur selten in Spielen gebrauch gemacht weil sich kein Hersteller leisten kann, dass sein Spiel nur auf einer kleinen Menge der Rechner von Freaks läuft die sich diese Karten geleistet haben. Die Xbox bot diese Effekte später dann nahezu in fast jedem Spiel was auf ihr lief.

Wir halten fest: Der PC ist theoretisch Leistungsfähiger aber die Konsolen konnten zu dem Zeitpunkt grafisch mehr auf den großen Bildschirm mit der niedrigen Auflösung bringen. Ein weiteres Feature lernten die Konsolen in dieser Generation vom PC: Onlineplay. Die Dreamcast machte es vor mit einer online-spielbaren Version von Quake 3 – Arena und spielen wie Daytona USA oder Phantasy Star Online. Das alles mit identischer Hardware.

Vorteile der Konsolen

Der Hauptvorteil einer Konsole gegenüber dem PC ist natürlich der Preis. Eine Xbox bekommt man genau wie eine PlayStation 2 im Moment schon für unter 150 EUR. Aktuelle Spiele wie FarCry Instincts, Doom 3 oder Fable laufen damit genau so wie die neusten Final Fantasy Abenteuer aus Fernost oder Fifa Soccer. Für das gleich Geld bekommt man gerade mal eine halbwegs gute Grafikkarte für den Personal Computer.

Weiterhin ist die Einfachheit der Bedienung ein weiterer großer Pluspunkt. Beim PC gibt es immer wieder Probleme mit Rucklern, Abstürzen oder generellen Inkompatibilitäten mit der verbauten Hardware. Die Konsolen bedient man wie einen DVD-Player: Spiel rein und loslegen und wenn man fertig ist, nimmt man es einfach aus. Ruckler gibt es zwar auch teilweise auf den Konsolen aber dann hängt man nicht wie beim PC erstmal stundenlang in Internetforen ab um sich Rat zu holen, welchen Treiber man installieren soll oder wie hoch man die Grafikkarte übertakten darf.

Die einfache Handhabung lässt sich auch direkt auf den (Internet)-Muliplayer-Bereich übertragen. Die PlayStation 2 bietet genau so wie die Xbox einen einfachen Zugang ins Internet. Bestimmte Spiele lassen sich dann ohne Probleme online spielen. Ohne großes Rumkonfigurieren findet man sich dann schnell in einem heißen Autorennen durch das virtuelle Venedig wieder gegen eine Person aus Mexico und Österreich. Headsets sind im Bereich der Konsolen schon lange Standard.

Zugänglich wie ein Spielzeug

Es lassen sich durch die Konzeption des Systems eher Personen jeden Geschlechts für einen Spieleabend an den Joypads, Tanzmatten oder EyeToy begeistern als für eine Netzwerkparty. Der Coolness-Faktor einer PlayStation2 mit Tekken oder EyeToy übersteigt nunmal jedes CounterStrike-Match. Besonders Leute, die vielleicht sonst nicht so oft spielen kann man schneller damit begeistern bequem im Sessel sitzenzubleiben, wo man gerade Herr der Ringe geguckt hat, als sich gebückt vor einen PC zu setzten um dann mit den zweckentfremdeten Arbeitsgeräten namens Tastatur und Maus zurechtzukommen.

Allgemein sind die Spiele in der Regel zugänglicher als die meist sehr komplexen PC-Spiele. Das bedeutet nicht, dass sie weniger anspruchvoll sind aber der Einstieg ist alleine schon durch die begrenzte Anzahl der Knöpfe auf dem Joypad einfacher. Irgendeiner der 10 Knöpfe wird schon der richtige sein.

Technisch ist es beim Markführer im Reich der Konsolen, der PlayStation2 von Vorteil, dass die 90 Millionen ausgelieferten Geräte 100 Millionen ausgelieferten Geräte aus der gleichen Hardware gemacht sind. Das bedeutet, dass die Entwickler das Spiel einmal sauber programmieren müssen und können dann in Ruhe ihren Kaffee trinken, weil sie wissen, dass es genau so auch auf allen anderen PlayStation2-Geräten laufen wird.

Einfache Bedienung und gute Grafik.

Nachteile der Konsolen

Der Segen ist gleichzeitig auch ein Fluch. Auch wenn die PlayStation2 über fünf Jahre hinweg mit aktuellen Spielen versorgt worden ist, wird das gute Stück irgendwann nicht mehr von der Herstellern unterstützt und muss augetauscht werden. Upgrades wie beim PC gibt es nicht da sich einzelne Komponenten nicht ausstauschen lassen. Diese würde auch den Hauptvorteil der Konsolen zerstören da man niht mehr auf eine Hardwarebasis optimieren könnte.

Außerdem sind die Geräte verschiedener Hersteller untereinander nicht kompatibel. Ein Xbox-Spiel kann nicht auf einer PlayStation gespielt werden und ohne Adapter verweigert auch das Joypad der PS2 den Dienst am GameCube oder der Xbox.

Zwar sehen die Spiele zu Anfang einer Konsolenperiode sehr gut aus aber echte Quantensprünge sind nicht zu erwarten. Trotzdem ist es sehr beeindruckend zu sehen, dass auf der PS2 5 Jahre nach Erscheinen der Konsole Spiele wie Burnout – Revenge oder GTA – San Andreas möglich sind. Riddick, Doom 3 oder FarCry Instincts beeindrucken auf der Xbox zwar enorm aber wenn man sich einen 1500 EUR PC in seine Wohnung gestellt hat, dann sieht Doom 3 doch noch ein ganzes Stück besser aus als auf der 150 EUR Konsole.

Krieg zwischen Nintendo, Sony und Microsoft

Weiterhin herscht unter Nintendo, Sony und Microsoft im Konsolenlager ein erbitteterer Kampf um Exklusivtitel. Für den First-Person-Shooter Halo wurde die Softwareschmiede Bungie für ein paar Millionen von Microsoft aufgekauft um sicherzustellen, dass es zuerst bei der Markteinführung für die Xbox erschienen ist.

Es ist auch davon auszugehen, dass es kein Zufall ist wenn Konami und Squaresoft größtenteils exklusiv für Sony entwickeln. Der Nachteil für den Konsumenten liegt klar auf der Hand: Wenn er alle Spiele spielen möchte, dann muss er auch alle Konsolen besitzt denn die sind untereinander schon rein von der Architektur kein Stück kompatibel.

Auch sämtliche Peripherie wie Lenkräder, Joypads die auch mal eben 30 Eur kosten können oder spezielles Equipment wie EyeToy-Kamera oder Tanzmatten sind nur mit Adaptern, die auch wiederum Geld kosten um an den anderen Konsolen betrieben zu werden. Außerdem sind die absolut inkompatibel zu PC-Hardware. Keine Maus oder Tastatur wird ihren Dienst ohne spezielle Adapter oder vorbereitete Spiele verrichten.

Konsolen sind zum Spielen da

Die Konsolen sind außerdem nur zu einem Zweck gebaut worden: zum Spielen. Punkt. Zwar kann man einer gemoddeten Xbox eine Menge mehr Funktionalität wie einen kompletten Multimedia-Center mit Netzwerkanbindung entlocken oder Emulatoren nutzten. Aber das ist auch schon das höchste der Gefühle. Einen Text tippen oder im Internet surfen ist generell nicht möglich. Einzig die Sega Dreamcast-Konsole bot dazu eine spezielle Browsersoftware. Dafür gestaltet sich das Onlinespielen gegen Freunde verhältnismäßig einfach.

Vorteile Spiele-Computer

Der PC ist ein Allrounder. Das ist wahrscheinlich die größte Stärke, denn neben Spielen kann man natürlich auch alle anderen Dinge damit tun wie das Internet nutzen, Multimediale Inhalte nutzten, Arbeiten, Rumspielen, Benchmarks usw.

Für den PC insgesamt weit mehr Spiele erschienen als für die einzelnen Konsolengenerationen. Man kann theoretisch seine alten Spiele wieder installieren auch wenn sich das durch Inkompatibilitäten manchmal schwieriger gestaltet als man denkt. Auch Genres wie Echtzeit-Strategie oder Strategie im allgemeinen sind nach wie vor auf dem PC zu Hause da Blizzard und Co. nach wie vor exklusiv für den Heimcomputer entwickeln.

Wer genügend Geld locker hat kann die Hardwareleistung eines Computers auf ein vielfaches der jeweilig aktuellen Konsolengeneration anzuheben. Dann werden Benchmarks gestartet um die theoretische Power des Gerätes in Zahlen auszudrücken. Die Spiele profitieren davon natürlich auch solange die die Technologien die als Hardware im Rechner stecken auch wirklich nutzten.

PC: Vielseitige Hardware und State-of-the-Art-Grafik.

Nachteile Spiele-Computer

Der PC hat den enormen Nachteil, dass er durch seine ursprüngliche Existensberechtigung ein Computer ist, der viele Dinge gut können muss sich aber auf nichts spezialisert hat. Das ist natürlich in der Arbeitswelt eine gute Eigenschaft aber wenn es um Spiele der Neuzeit geht eher eine Bremse.

Die Grafikkarten der PCs können immer mehr als die Spiele die zeitgleich mit ihnen erscheinen und gehören wenn sie ausgenutzt werden schon wieder zum alten Eisen denen dann wieder ein anderes Feature fehlt. Ein komletter PC der aktuelle Spiele in ähnlicher Qualität mit den selben Effekten, Auflösung und Detailgrad wiedergeben soll wie die Konsolen zu dem Zeitpunkt kostet locker das 6-fache einer PlayStation2 – ohne Monitor.

Plug & Play gibt es nur bei den Konsolen

Spielen bedeutet bei den Konsolen immer echtes »Plug & Play«. Beim PC kann man froh sein, wenn das frischgekaufte Spiel wirklich ruckelfrei und ohne Abstürze die erste Session übersteht ohne dass man auf der Herstellerhomepage auf ein Patch warten, darf damit es mit der eigenen Hardware läuft.

Dazu muss man sich nur mal die entsprechenden Foren der Spiele ansehen: In den PC-Foren geht es meistens um technische Probleme wobei es in den Konsolenforen eher um spielerische Diskussionen geht die schon fast ins Philosophische abdriften wenn sich Leute darüber unterhalten ob sie nach dem Durchspielen von ICO auf der PS2 geweint haben oder nichts. Außerdem müssen die Spiele umständlich installiert und ggf. gepatched werden.

Wie es auf dem PC Spielegenres wie Echtzeitstrategie und MMORPGs gibt so wird man Action-Adventures, Beat’em ups und Jump ’n‘ Runs wohl fast nur auf der Konsole finden.

Klangwelten wie im Kino.

Mit der SB Audigy und nicht zuletzt wegen den 5.1 Teufel-Lautsprechern, kam im PC-Spielerlager dem Wunsch nach Surround-Sound nach. Mit der Xbox kam dann dann auch bei den Konsolen echter 5.1 Dolby-Digital-Klang wo bei der PS2 immerhin streckenweise Dolby Pro Logic 2 in Echtzeit zum Einsatz kam. Burnout 2 sollte man hier lobend erwähnen.

Beim Computer muss aber…

  1. … das Spiel DirectSound3D so wie die passende EAX-Version unerstützen und natürlich
  2. … der PC die entsprechende Hardware sein eigen nennen wozu nicht zuletzt auch Kabel gehören.

Bei der Konsole kann man bequem über Glasfaser wie beim DVD-Player direkt in den Surround-Decoder rein. Die Xbox sendet mit einem optional erhältlichen Adapter permanent ein volles Dolby Digital 5.1 Signal aus was von fast allen Spielen entsprechend unterstützt wird. Halo oder Top Spin sind damit ein echtes Sound-Erlebnis.

Dolby Pro Logic und Dolby Digital

Der GameCube unterstützt das analoge Dolby Pro Logic 2 über die zwei Stereo-Chinch-Stecker. Dazu muss dies aber in den Optionsmenüs im Spiel eingeschaltet werden und der Decoder muss das Signal auch verarbeiten können. Zu guter Letzt kommt die PlayStation die von Haus aus über einen optischen Ausgang verfügt über den das Dolby Digital-Signal übertragen werden kann. Zwar verfügen viele Spiele in den Zwischensequenzen über den vollen Surround-Klang aber im Spiel kommt dann doch das schlechtere Dolby Pro Logic 2-Signal zum Einsatz.

Wer also einen Decoder samt Surround-Boxenset sein Eigen nennt, darf sich über unkomplizierten Surround-Klang freuen.

Dead or Alive

Grafik wie in Grafikdemos von nvidia und ATI.

Natürlich ist die Auflösung der Konsolen (vor der HDTV-Zeit) nicht besser als auf dem PC denn es wird ja durch den Fernseher limitiert. Aber hat sich jemand bei einer DVD schon mal über die Auflösung beschwert?

Wer trotzdem was zu meckern hat kann einen entsprechenden HighDefinition-Fernseher vorrausgesetzt, bei den meisten Xbox-Spielen den HDTV-Modus auswählen. Dann wird das Bild progressiv und mit einer höheren Auflösung bis hoch zu 1920×1080px dargestellt wenn das Spiel das mitmacht.

Burnout 3 – Takedown (PS2) war für mich das Grafikhighlight 2005

Konsolen sind günstig

Ein anderer Punkt ist der Preis. Wenn man neben seinem PC zum Arbeiten noch eine Konsole zum Spielen kauft, dann ist das um längen günstiger als ein PC, der ähnliche Spiele spielt. Behauptungen wie neulich in der Gamestar:

Spätestens Ende 2006 ist der PC den neuen Konsolen aber wieder überlegen.

Spiele-Zeitschrift Gamestar im Jahre 2005
impliziert ja nichts weiter, als dass man dann wieder aufrüsten muss, will man denn wirklich schneller sein. Eine Radeon 9800 Pro und ein Athlon XP 3000+ werden nicht von alleine schneller.

PlayStation 1: Ridge Racer und vier Jahre später Gran Turismo 2 auf dem selben System.
PlayStation 1: Ridge Racer und vier Jahre später Gran Turismo 2 auf dem selben System.

Bessere Grafik ohne Hardware-Upgrade

Wenn man sich jetzt mal Spiele wie Tekken 1 und Tekken 3 auf der PSone anguckt, zwischen denen ein paar Jahre liegen, dann erkennt man ganz deutlich, dass da ein grafischer Quantensprung zwischen liegt. Genau so verhält es sich mit Launchtiteln.

Wer hätte Burnout 3 – Takedown in dieser Form der PlayStation2 nach 5 Jahren zugetraut? Oder wer hätte gedacht, dass Doom 3 so gut auf der Xbox aussieht? Oder wer kippt bei der unglaublichen Grafik von Gran Turismo 4 auf der PS2 nicht aus den Latschen?

Sudeki Xbox – Geile Grafik aber leider ein scheiss Spiel.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist auch, dass die Grafik einer Konsole stagniert und man ja beim PC durch die Modularität wenigstens die Möglichkeit hat die Leistung zu verbessern.

Wenn man die nackten Zahlen der Rechenleistung eines neuen PCs und einer Konsole vergleicht, dann gewinnt in jedem Fall im der PC. Aber was davon kommt wirklich auf dem Monitor an und was davon ist überflüssig?

Pixelshader im Xbox und PC-Spiel Morrowind.

Der Quecksilbersee

Ein Beispiel dafür ist die PixelShader-Technologie der nVidia-Grafikkarten welche u.a. für realitisch-reflektierendes Wasser verwendet werden kann. Als diese Technologie angekündigt wurde, hat der Grafikkartenhersteller ein Echtzeit-Demo dieser Technik zum freien Download angeboten. Viele rannten los und kauften sich diese Karten und wunderten sich, warum die Spiele plötzlich kein bißchen besser ausgesehen haben.

Das Problem: Diese Technik muss in das Spiel von vornherein programmiert worden sein, damit man einen Nutzen davon hat. Und das hatte zu dem Zeitpunkt als die Karte rauskam kein einziges Spiel. Auch wenig später war die Situation nicht besser denn der Effekt wurde höchstens mal dazu genutzt um Wasser besser darstellen zu können, obwohl wesentlich mehr damit machbar gewesen wäre.

Der Grund: Nicht jeder Spieler hatte eine solche Karte verbaut und dafür lohnte es sich einfach nicht extra die Spiele anzupassen.

So schön kann Konsolengrafik sein: Strangers Wrath Xbox exklusiv.

Die Pixelshader der Xbox

Zur selben Zeit kam die Xbox herraus die auch über PixelShader-Hardware verfügte. Hier sah es ganz anders aus: Der Effekt war in fast jedem Spiel zu sehen und berreicherte die Grafik enorm. Halo ist ein gutes Beispiel dafür. Es wurde fast jede Textur mit Bumpmaps und Pixelshadern ausgestattet und dafür an der Geometrie gespart um dafür wiederum mehr Details woanders zu integrieren.

Später hat Doom 3 dann dies noch weiter perfektioniert – was erst auf dem PC mit immensen Hardwareanforderungen erschienen ist. Wenig später kam es dann für die 150 Eur teure Xbox ohne extreme Abstriche raus.

Anti-Raubkopierer Werbung

Mhhh, Raubkopierer

Ein anderes Thema beschattet den PC schon seit langem: Raubkopien. Wenn jemand sich einen PC kauft, dann ist es fast schon selbstverständlich 100% des Geldes in die Hardware zu stecken und 0% in die Software weil das Kopieren sich durch die Systemarchitektur absolut einfach gestaltet. Bei der Xbox, der PlayStation2 und dem GameCube gehört eine Hardwaremodifikation und ein gewisses technisches Know-How um illegal in den Genuss der Spiele zu kommen.

Raubkopierer vergraulen Entwickler

Viele Publisher und Entwickler verlassen den PC-Markt deswegen. Zwar verkaufen sich Toptitel wie beispielsweise Doom 3 ausreichend aber dafür wird es mindestens doppelt so oft kopiert.

Bei den nicht so bekannten Spielen ist es meist noch extremer so dass die Publisher lieber die Spiele für die Konsolen vermarkten wo Raubkopieren nicht Gang und Gebe sind. Über kurz oder lang werden die PC-only Entwickler wohl aussterben. Selbst ID Software, die Entwickler der Doom-Serie die bis jetzt DER Titel für den PC war programmiert auch für die Konsolen.

Man kann sich stundenlang über irgendwelche Finessen der Hardware unterhalten aber was wirklich zählt sind im Endeffekt natürlich die Spiele. Und auch da hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Massive Multiplayer Online Roleplaying Games wurden genau so für die Konsolen entwickelt wie 3D-Shooter. Außer Echtzeit-Strategie à la Command & Conquer oder Age of Empires gibt es für die Konsolen und den PC genügend Futter.

Aber wo gibt es die besseren Spiele?

Wertungen zeigen z.B. bei Gamespot.com am 14. Juli 2005, dass 80% der Top 10 Konsolenspiele sind. Durch die enorme Präsenz am Markt sieht es im Moment komplett anders aus als noch vor ein paar Jahren. Wenn man sich die Spiele mit den höchsten Wertungen von Magazinen ansieht, die sich nicht nur auf eine Spiele-Plattform beschränken zeichnet sich deutlich ab, dass die Exklusivtitel mit den höchsten Wertungen für die Konsolen erscheinen.

Trotzdem hängt der Spaß den man mit einem Spiel hat natürlich enorm davon ab, was man persönlich am besten findet. Wer gerne oder fast ausschließlich MMORPGs, Strategie, Aufbau-Spiele und First-Person-Shooter mag, der wird mit den Konsolen nicht glücklich werden. Das Blatt wendet sich aber bei Action-Adventures, Jump’n‘ Runs, Rennspielen, Beat’em Ups und asiatischen Rollenspielen.

First-Person Shooter und Tanzmattenspiele

Die Märkte der First-Person-Shooter wurden durch Halo, Riddick und Killzone auf der Konsolenseite in Angriff genommen. Wenn man jetzt auch noch exotische Hardware wie EyeToy, Tanzmatten und Bongos in die Waagschale wirft, sieht der PC schon etwas alt aus. Gerade bei Spielen die zu mehreren Leuten vor einem Gerät gespielt werden, haben die Konsolen die Nase vorn.

Die Internetdienste von MS oder Sony ermöglichen es über das Internet gegeneinander anzutreten und zwar wesentlich unkomplizierter als es bei dem PC der Fall ist, wo das Betriebssystem selber auch für solche Zwecke konfiguriert werden muss. Außerdem ist da die Chancengleichheit durch Cheats oder andere Hardware nicht gewährleistet.

Far Cry Instincts: Solche Levels kann man auf der Xbox jetzt auch selbermachen.

Modifikationen und Leveleditoren

Auch Mods und Leveleditoren halten immer mehr Einzug in die Konsolenwelt. Bei FarCry Instincts für die Xbox wurde ein vollständiger Leveleditor mitgeliefert, mit dem man ähnlich wie beim PC-Vorbild detailierte Maps bequem vom Sofa aus designen darf. Neben dieser Domäne gibt es für Besitzer eine modifizierten Konsole wie der Xbox auch die Möglichkeit Emulatoren von Systemen wie Nintendo64, Super Nintendo, Mega Drive, NeoGeo, GameBoy Advance usw. zu installieren.

Nie war es so einfach Vier-Spielerduelle zu veranstalten weil die Joypads nur reingesteckt werden müssen und alles läuft perfekt. Beim PC muss man erstmal vier Joypads konfiguriert bekommen, so dass sie problemlos laufen und vor dem PC-Monitor ist in der Regel auch nicht so viel Platz wie vor einem Fernseher.

Doom 3, Far Cry und Half-Life 2 für die Xbox.

PC- und Konsolenports

Interessant ist auch, dass die drei First-Person-Shooter die in diesem Jahr für den PC den größten Wirbel verursacht haben auch alle mit geringen Abstrichen für die Xbox umgesetzt wurden: Doom 3, Half-Life 2 und FarCry. Alle Spiele wurden auch vom Inhalt her nochmal angepasst. Die Pressestimmen dazu waren wie folgt:

Far Cry Instincts is even better than its PC predecessor, and it’s one of the best Xbox shooters ever.

Review Far Cry Instincts Xbox gamespot.com

It’s entirely appropriate that Doom 3 on Xbox plays itself out in the same room, on the same couch, and on the same screen that you watch your Aliens, Blade Runner, and Lord of the Rings DVDs—and not at your Ikea desk where you surf the Web and look at your digital holiday snaps. Screw the PC version. This feels like the game Xbox was always meant to host.

Review Doom 3 Xbox 1up.com

When you get down to it, Half-Life 2 for the Xbox is an excellent single-player game. If you didn’t get a chance to play the PC version, then you owe it to yourself to check out the game on the Xbox (even though it’s not as smooth and as sharp as what you’ll find on the PC).

Gamespot Half-Life 2 Xbox Review

Man muss bedenken, dass diese Spiele grafisch so wie spielerisch (was wohl nicht auf Doom3 zutrifft) zur Crème de la Crème gehören, was der PC in den letzten Jahren zu bieten hatte. Natürlich sehen die Spiele nicht so scharf aus wie auf einem PC für 1000 EUR aber die Spiele haben nichts von ihrer Fazination eingebüßt beim Systemwechsel.

Besonders Doom 3 spielt sich mit Gamepad einfach nochmal eine ganze Ecke besser. Das hört sich für eingefleischte PC-Spieler vielleicht komisch an aber es stimmt wirklich. Ich selber habe auch jahrelang mit Maus und Tastatur gespielt. Und wer das Gamepad nicht mag, kauft sich einfach einen Maus und Tastatur-Adapter.

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26471 Kommentare

  1. Wieso feiern hier die PCler nicht ihren großen Sieg mit „Cyberpunk 2077“?

    Da schaut man hier nach längerer Abstinenz mal rein und findet keinen Freudentanz von JTR vor…

    Ich hoffe ihr seid alle gesund oder ist MarcTV jetzt auch im Lockdown?

    Alles Liebe und bleibt alle gesund

    Tobi

    1. Gibt es JTR eigentlich noch?

      Spielt noch jemand PC bei diesen Preisen für Grafikkarten? Sind ja extrem teuer geworden die letzten Monate.

    2. Tatsächlich weiß ich von einem Fall, wo jemand eine AMD Karte deswegen gekauft hat. Auf der anderen Seite kommt man an eine XBOX Series X oder PS5 auch nicht einfach dran.

    3. Ja, tatsächlich bin ich der Jemand (es sei denn du meinst noch jemand anderen). Und ja, ich spiele jetzt Cyberpunk in 4k. Hatte mir ein Komplettsystem gekauft, da ging das dann auch halbwegs mit dem Grafikkartenpreis.
      Ich war ja nun lange auf Full HD unterwegs und hatte nun keinen Bock mehr zu warten bis sich alles normalisiert mit den Preisen (in 2 Jahren?).
      Jetzt kann ich wieder alles in den höchsten Grafikeinstellungen zocken. Tatsächlich macht es für mich aber insbesondere bei Titeln wie Anno 1800 den größten Unterschied, ob man in 4K oder Full HD zockt. Anyway, die nächste Zeit muss ich mir da nun keine Gedanken mehr um die Hardware machen. Meinen alten Rechner hatte ich ja nun auch 9 Jahre. Wenn der jetzt ähnlich lange hält, hat sich mein Invest auf jeden Fall gelohnt.

      Zu Cyberpunk: das Spiel hat mich inhaltlich irgendwie noch nicht gepackt. Also die Grafik ist beeindruckend und sich auch mal Raytracing anzuschauen war nett. Aber irgendwie rockt das Game nicht. Weiß auch nicht recht, warum.

    4. @MarioL
      Ich glaube, dass Cyberpunk niemandem so richtig Bock macht. Ich spiele das aktuell auch nicht weiter. Deswegen schreibe ich auch keinen abschließenden Review zum Spiel, weil ich die Titel vorher durchspiele, bevor ich was dazu sage. Nur diese paar Zeilen gibt es von mir bislang dazu. Optisch finde ich Spider-Man Miles Morales deutlich geiler als Cyberpunk mit RT.

    5. Spider Man sagte mir nichts, vermutlich weil ein Exklusiv-Titel. Habe mir dann ein kurzes Video dazu angeschaut. Erinnert mich dabei sehr an die Batman-Spiele, kann das sein? Ist aber nicht wirklich vergleichbar mit Cyberpunk, denke ich. Spiderman = Actiontitel, Cyberpunk ja eigentlich eher RPG (auch wenn viele das aufgrund einzelner Actionszenen falsch eingeordnet haben).
      Vor ein paar Jahren gab es mal Vanishing of Ethan Carter. Kennst du das? Das fand ich seinerzeit mit Photogrammetrie grafisch einen echten Meilenstein. Da habe ich mir einzelne Baumstümpfe und Felsen gerne in aller Ruhe angeschaut. Aber das war auch so ein Titel, der mich inhaltlich nie so wirklich abgeholt hat. Bei Actiontiteln kommt die gute Grafik wiederum kaum bei mir an, weil ich ja gar nicht so wirklich Zeit habe mich damit zu beschäftigen. Leider schaffen es nur wenige Titel sowohl beim Spiel als auch bei der Grafik mich komplett zu begeistern. Den besten Kompromiss habe ich da in den letzten Jahren bei den Assassins Creed Titeln. Ich finde, dass die einerseits super aussehen aber auch spielerisch Laune machen (mir zumindest).

    6. TVoEC habe ich durchgespielt auf der PS4. Aber fand ich technisch nicht besonders. Die fotorealistische Umgebung hat, denke ich, Resident Evil 7 am besten umgesetzt. TVoEC war ein recht normaler Unreal Engine Indie Titel.

      Und Spider-Man und Cyberpunk sind beides Open-World Titel. Wenn es um Technik geht, dann ist das Genre eigentlich egal. Spider-Man Miles Morales für die PS5 ist natürlich exklusiv. Klar. Wie schon Spider-Man für die PS4.

  2. Neuste Gerüchte sagen, dass Uncharted 4 nach Days Gone auf den PC portiert wird. Es gibt Kopien von Folien im Netz:

    Das wäre natürlich … krass. Solche Titel sorgen meiner Ansicht nach dafür, dass manche PC-Besitzer sich denken „Ja, Uncharted will ich unbedingt spielen. Dafür kaufe ich mir nun eine PS4“. Das fällt dann weg.

    1. Ich als PC-Spieler finde das natürlich super. Freue mich immer über jeden Titel, der auch auf „meiner“ Plattform stattfindet. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass das so ein großer Systemseller ist, wie Sony (und manch andere) denken mögen. Also wer kauft sich wegen einem Spiel, das ihn interessiert denn gleich die ganze Konsole? Nur eine kleine Minderheit, würde ich mal postulieren. Und daher sind das schlicht zusätzliche Einnahmen für Sony.

      Wahrscheinlich werde ich es mir auch holen, wie ich doch gerne sehr viele große Titel zumindest für ein paar Stunden spiele. Was ich allerdings nicht einsehe, ist mir solch einen Port eines jahrealten Schinkens zum PC-Release zum Vollpreis zu holen. Ist für mich dann halt eher ein Titel, den man sich im Sale gerne mal mitnimmt. Aber für einen Titel von 2016 40 oder noch mehr Euro zu bezahlen, sehe ich dann halt nicht ein. Keine Ahnung wie das die anderen PC-Spieler sehen und wie da die Erwartungshaltung von Sony dazu ist.

      Wobei ich keinesfalls sagen will, dass „alte“ Spiele deswegen schlecht sind. Ich hatte mir ja unlängst einen neuen Rechner gekauft und dann auch ältere Spiele mal in 4K und Ultra angezockt. Und siehe da: ich hänge derzeit wieder an Ark Survival Evolved. Es hat ja schon seinen Grund, dass immer mal wieder ein Remaster aufgelegt wird (Resi 2, Diablo 2 und dergleichen). Gute Spiele werden auch durch ihr Alter nicht schlecht, höchstens die Grafik ist dann irgendwann so outdated, dass man keine Lust mehr drauf hat. Da kann ein Remastered (oder wie in meinem Fall ein neuer Rechner) helfen. Und schon machen auch die Klassiker wieder richtig Laune.

    2. Ja, für dich ist das tatsächlich super. Denn Uncharted ist der Titel, den du damals bei mir gesehen hast.

      Also wer kauft sich wegen einem Spiel, das ihn interessiert denn gleich die ganze Konsole?

      Nach solchen Aktionen von Sony wohl weniger Leute. Aber vorher würde ich schon sagen, dass Uncharted, Horizon und andere ehemals Exklusive-Titel schon den Begriff „Systemseller“ geprägt haben. Natürlich nicht, wenn es die PS5 gerade nur mit Preisaufschlag gibt. Aber später, wenn dann die PS5 mit einem „Systemseller für 399 EUR da liegt, dann greifen viele zu. Und zwar nicht wegen der Hardware, sondern um dieses Spiel dann optimal spielen zu können. Das hat sich Sony gerade etwas kaputt gemacht.

      Wahrscheinlich ist die Antwort auf alles: Sony geht es einfach zu gut. Sie verkaufen gerade ohne Ende ihre Konsolen. Ich persönlich brauche nur einen Grund in Form von „Systemsellern“ für die XBOX um wieder umzuschwenken. Denn nach Demon’s Souls kam kein Titel für mich raus, der die PS5 weiter gerechtfertigt hätte. Bei der XBOX ist leider auch kein besonderer Titel dabei. Deswegen spiele ich aktuell fast nur auf meinem Retro-Game Boy. ;-)

    3. Naja, beide Titel sind doch uralt und von der letzten Generation. Solange Sony nicht so doof ist und das bei aktuellen PS5 Titeln macht, wird das keinen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen der PS5 haben. Eher im Gegenteil: Dem PC SpieIer wird die PS5 schmackhaft gemacht. Der will dann nach Uncharted 4 auch die neuen Games haben und die gibts nur auf PS5. Ist ein wenig wie Pay TV. Die Vorberichte gibt es kostenlos, das Hauptmenü musst du aber extra zahlen.

    4. Naja, beide Titel sind doch uralt und von der letzten Generation.

      Das alleine mag ja noch nichts heißen. Ein GTA V lief auf der PS3, der PS4 und ich würde mich noch nicht einmal wundern, wenn es auch noch auf der PS5 läuft (so es denn nicht per Abwärtskompatibilität ohnehin da läuft oder nicht demnächst GTA VI kommt). Das Spiel macht ja scheinbar über GTA Online auch nach wie vor ordentlich Umsatz.
      Aber ja, ich gebe dir recht, markus: wenn Uncharted total toll ist und ganz viele Fans findet und die unbedingt das nächste Uncharted auch spielen wollen, ist es prinzipiell eine Werbung für die PS. Wenn man auf der anderen Seite aber nun nach und nach den Eindruck gewinnt, dass man nach einer (kurzen?) Zeit die Spiele dann doch auch wieder auf dem PC zocken kann, könnte das auch ins genaue Gegenteil umschlagen. Hier wird halt die Frage sein, wie die Balance gehalten wird. Ich glaube dennoch, dass die meisten Gamer nicht wegen eines Spieles die eine oder andere Konsole (oder PC) kaufen. Da spielen schon noch diverse andere Faktoren mit rein. Kann höchstens das Zünglein an der Waage sein.
      Ein Trend, den ich mehr und mehr – auch durch die Epic Free Games – festgestellt habe: Vorgängerspiele werden 1 Woche oder 1 Monat vor Release des neuesten Titels eines Franchises entweder gratis oder schweinebillig angeboten um dann den Hype für den brandneuen Titel entsprechend zu entfachen. Das scheint sich ja auch zu lohnen.

    5. Wenn man auf der anderen Seite aber nun nach und nach den Eindruck gewinnt, dass man nach einer (kurzen?) Zeit die Spiele dann doch auch wieder auf dem PC zocken kann, könnte das auch ins genaue Gegenteil umschlagen.

      Genau das befürchte ich auch. Ist einfach eine ziemliche blöde Idee. Nur Nintendo bleibt da noch hart. Microsoft sieht die „XBOX“ ja eh nur als Begriff für PC/XBOX/Cloud. Komische Entwicklung seitens Sony.

    6. GTA V wird tatsächlich auch noch einmal extra für PS5 und Xbox Series S/X kommen.

      Vielleicht endet auch langsam das Zeitalter der Exclusivtitel. Es macht wirtschaftlich immer weniger Sinn, bei einer teuren Spieleproduktion freiwillig auf ein paar weitere Millionen Verkäufe zu verzichten. Die Rechnung geht doch nur auf, wenn die Differenz durch höhere Hardwareverkäufe und nachgelagert entsprechend mehr Spiele verkauft werden. Holt man den fehlenden Umsatz wirklich wieder rein? Das Dumme ist, dass man alle fünf bis sieben Jahre wieder bei Null beginnt (nicht ganz, viele bleiben auch aus Prinzip dem Nachfolgemodell treu).

    7. Hier ein kleiner Artikel zu den künftigen Sony-Titeln auf dem PC:

      Ich lese da raus, dass es dann künftig mehr Ports geben wird. Jeweils circa 2 Jahre nach Release auf der Playstation. Für mich super so, spiele die wenigsten Titel zum Release und da finde ich zwei Jahre Wartezeit voll in Ordnung.

    8. Klingt nach einem sinnvollen Geschäftsmodell. Ich glaube, dass mehr PC Spieler auf den Geschmack kommen und sich dadurch zusätzlich eine PS5 kaufen, als dass Leute sagen „dann brauch ich ab jetzt keine Konsole mehr“.

      Das funktioniert doch in ähnlicher Form auch in der Filmindustrie nur ist die Kette da länger. Erst im Kino, dann auf DVD, dann im Pay TV und am Ende im Free TV. Wer günstiger konsumieren will, muss länger warten. So erweitert man sein Publikum und hat trotzdem noch Exclusivität für die Erstkäufer. Oder bei Live-Sport: Wer es live sehen will, muss extra zahlen. Ansonsten abends auf die Sportschau warten.

    9. Ich schaffe nicht, mir diese Entscheidung schön zu reden.

    10. Ich schaffe nicht, mir diese Entscheidung schön zu reden.

      Warum? Du hast doch als Konsolenspieler keine negativen Effekte auf dich.

    11. Sehe ich auch so. Nur weil andere später auch das Spiel spielen können, hat das keinen negativen Effekt auf den Konsolenspieler. Sony wird Finanz- und Marketingexperten haben, die offenbar zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sich das insgesamt rechnet. Zwei Jahre nach PlayStation Release spielt das niemand mehr auf der PlayStation. Da entsteht keine Konkurrenz mehr zueinander.

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