Selbstfahrende Autos von Google

Keine Bremse und kein Lenkrad. Google präsentierte heute das erste von Google selbstgebaute Auto, das von alleine fährt. Man drückt einfach einen Knopf, gibt das Ziel ein und lehnt sich zurück. Knapp 40 km/h fährt das knuffig aussehende Vehikel und bietet Platz für zwei Personen.

Video

„Was passiert, wenn das Auto gehackt wird?“

Klar kommt man schnell auf potentielle Probleme. Allerlei Sensoren sammeln Daten für ein Auto von Google. Was macht Google mit diesen Daten? Ist es nicht gefährlich, wenn ein Auto durch einen Computer gelenkt wird? All das sind natürlich Probleme, die man lösen muss. Leider reagieren viele Menschen mit radikaler Ablehnung.

Ich denke, dass es hier in Deutschland schwer wird, den Leuten selbstfahrende Autos zu verkaufen. Aber wenn die Fahrzeuge bei all unseren Sicherheitsvorkehrungen irgendwann zugelassen werden, dann hat Google es geschafft. Aber bis die Sensoren und Software 250 km/h auf der Autobahn verarbeiten können, werden sicherlich noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

Die Technologie dahinter ist beeindruckend. Google hatte im Mai gezeigt, dass die selbstfahrenden Autos völlig autonom komplexe Situationen im Straßenverkehr bewältigen und selbst für Menschen unvorhersehbare Probleme in Sekundenbruchteilen lösen und so Unfälle vermeiden.

Googles Technologie im öffentlichen Straßenverkehr

Risiko Mensch

Grünes und rotes Licht und ein paar weiße Farbstreifen auf dem schwarzen Asphalt und hier und dort ein paar Schilder. Tatsächlich ist es so, dass der Mensch nach wie vor der größte Risikofaktor im Straßenverkehr ist. Seine Sensoren werden im Alter immer Schwächer und leider hält sich unser Organismus nicht an die Regeln.

Zu schnelles Fahren ist ganz vorne mit dabei. Alkohol am Steuer ist sicherlich auch ein Faktor. Wenn sich alle Menschen an die simplen Regeln des Straßenverkehrs halten würden, dann wären die Straßen sicher. Noch besser: Wir würden alle unsere Autos und anderen Fahrzeuge teilen und verzichten so auf Garagen und brauchen nur noch einen Bruchteil der herumstehenden Autos.

Googles selbstfahrendes Auto

Mobilität für alle

Die neue Technologie wird es älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen erlauben, endlich wieder mobil zu werden. Man kann sich wie in der Bahn mit wichtigeren Dingen als mit dem Steuern eines Fahrzeuges befassen. Man muss nicht mal mehr einen Führerschein machen. Wenn mein Auto mal eben alleine beim Strom tanken war und dabei noch einen Kumpel abgeholt und Bier mitgebracht hat… Vielleicht gehört das Auto mir nicht mal, sondern es gibt einen Pool an selbstfahrenden Autos, die sich jeder ausleihen und teilen kann. Somit ist es auch letztendlich egal wie teuer diese Fahrzeuge werden, weil ein Abokonzept die Technologie demokratisieren könnte.

Endlich kein lästiges Selberfahren mehr!

Mir macht Autofahren einfach keinen Spaß. Wenn ich Spaß am Fahren haben will, dann spiele ich ein virtuelles Rennspiel – am liebsten online gegen echte Spieler. Ich finde es mega nervig, dass jedes Auto von innen anders aussieht und viele Funktionen wie Lichtanlage und Scheibenwischer woanders zu finden sind. Und rein gar kein Verständnis habe ich für Schaltwagen. Gangschaltungen verbrauchen sogar unter Umständen mehr Benzin als moderne Automatikgetriebe. Und zwar weil kein Mensch immer optimal mit der Gangschaltung umgehen kann.

signsfromthenearfuture.tumblr.com
via signsfromthenearfuture.tumblr.com

Ich habe immer gedacht, dass Apple endlich mal Autos bauen und von innen aufräumen müsste. Das Google aber letztendlich das Auto sinnvoll und radikal verschlichtert, hätte ich nicht gedacht. Auf jeden Fall glaube ich fest daran, dass dies eine sehr wichtige Erfindung für uns alle ist. Und vielleicht sorgt diese Technologie für weniger Tote im Straßenverkehr und für weniger parkenden Blechmüll am Straßenrand.

49 Antworten auf „Selbstfahrende Autos von Google“

  1. Da schau her, hat ja nur 9 Jahre gedauert, von meiner ersten, begründeten Hoffnung. Lustigerweise ist die Welt ja nicht mehr ganz die gleiche, wie damals und in diesem einen Fall begrüße ich das: Wenn eine Domäne es verdient hat lückenlos, totalübewacht zu werden, dann der Straßenverkehr. Deutsche Autofahrer töten jedes Jahr 3500 Menschen. 10 jeden Tag. Kinder, Ehefrauen, Väter, Geschwister. Brutal und ohne Vorwarnung, ohne Abschied. Demgegenüber stehen 0 Terrorismsuopfer in Deutschland im letzten Jahr und ein gewaltiger Abwehr und Überwachungsaparat. Angesichts der Verhältnismäßigkeit von Zielen und Maßnahmen scheint mir hier eine Totalüberwachung mehr als gerechtfertigt. Und, damit da auch keine Unklarheiten aufkommen: Das geschieht im öffentlichen Raum, auf Straßen, die von der Öffentlichkeit finanziert wurden. Das hat nichts mit Privatsphäre zu tun. Autofahren war niemals privat und wird es nie werden. Das Google hier vorreiter ist, kommt mir an der Stelle mal einmal sogar entgegen: Da kann man sich wenigsten sicher sein, dass die Überwachung richtig machen. Dann kann man auch in den Autos, die noch eignes Fahren ermöglich jede Geschwindigkeitsübertretung automatisch zu Anzeige bringen und das Geld direkt von der Kreditkarte des Google-Accounts abbuchen. Am besten noch direkt in einem Headupdisplay die Summe anzeigen.

    Der einzige Denkfehler bei der ganze Sache: Eigentlich ist Autofahren ansich ja schon krank und nur die allerwenigsten, die täglich Autofahren können das mit Denken rechtfertigen. Ich meine … Du wohnst in Hamburg, einer der deutschen Städte mit der krankesten VErkehrspolitik überhaupt. Wenn man sichmal anschaut, wieviel Autofahrer in eine Straßenbahn passen, kommt man nicht umhin, den privaten Personennahverkehr als die obszöne Dikatur zu sehen, der er ist

    „Der Autofahrer unterscheidet sich ja vom Menschen mehr als jedes Insekt. […] Insekten haben mit dem Menschen gemeinsam, dass sie Mobilität mit ihrer eigenen Körperenergie bewältigen. Der Autofahrer muss das nicht. Und es gibt keine Insekten, die aus Bequemlichkeit den Lebensraum ihrer Nachkommen zerstören oder sich so schnell bewegen, dass sie sich dabei selbst töten.“

    1. Danke für solche Kommentare, ben_. Wenn alle Menschen, die hier kommentieren, nur einen Bruchteil der Mühe beim Kommentieren von dir geben würden, dann würde ich deutlich mehr schreiben.

      Aber gut zu wissen, dass es anderen ähnlich geht. Das Bild mit den Insekten ist im Übrigen fantastisch. Mal sehen wie lange ich noch drumherum komme, kein Auto besitzen zu müssen.

    2. Ja hört sich mehr nach fanatischen Feldzug an, als Argumenten. Kann das blöde Geschnorr unseren Linken auch nicht mehr hören. Zuerst immer davon reden Randregionen wie ich lebe zu fördern und dann wundern, dass diese auch das Auto nutzen. Sorry, bei einem Zeitunterschied pro Weg von 40min und beschissenen Verbindungen und praktisch gleichen Kosten wie bei einem Auto, tue ich mir ÖV nicht mehr an (bin während der Lehre immer mit ÖV unterwegs gewesen). Und so wie die letzten Jahre der ÖV in den Preisen gestiegen ist, werden noch mehr Leute aufs Auto umsteigen. Und die Linken sabotieren den Strassenausbau immer noch, obschon er in der Schweiz in den Ballungszentren täglich kollabiert. Und das beste ist: in der Bahn ist es nicht besser, ausser man steht gerne.

    3. Aha, deshalb soll man die Infrastruktur der Randregion einfach mal den Bach runter gehen lassen, nachdem dieselben Leute auch der Meinung war, dass Randregionen gefördert werden müssen, damit die jungen Leute nicht weg ziehen? Das was du da gerade von dir gibst, ist sehr kurzsichtig. Soll es das Ziel sein, dass man in den Städten Getto like Hochhaus an Hochhaus hinstellen muss, während auf dem Land die Infrastruktur zerfällt? Hast du mal psychologische Studien zum Wohlbefinden angeschaut Stadt VS Land. Dann weisst du warum es immer mehr Leute die es sich leisten können zurück aufs Land zieht. Unser Arbeitsalltag ist schon stressig genug, da braucht man wenigstens in der Freizeit ein Ausgleich. Also in einem Wohnblock wohnen, kann ich mir nicht mehr vorstellen.

    4. Ich persönlich brauche keine Natur direkt um mich herum. Zum Joggen reichen mir die großen Parks hier. Die Vorteile in einer Stadt zu leben sind eben kurze Wege, Verzicht auf eigenes Auto, schnelleres Internet, bessere Handynetze (sogar in der U-Bahn), besseres Essen usw.

      Wer gerne Bäume anguckt kann nicht erwarten, dass er die selben Annehmlichkeiten auf dem Land bekommen. Dazu gehört auch ein kurzer Arbeitsweg.

  2. Technisch gesehen ist alles lösbar und kein wirkliches Hindernis. Was viel mehr das ganze noch für Jahrzehnte ausbremsen wird, sind die juristischen Fragen. Eine Maschine kann keine Verantwortung übernehmen, das ist auch bei Industrieanlagen, Flugzeugen etc. so. Schlussendlich wird immer der Fahrer oder Besitzer bei einem Unfall zur Verantwortung gezogen. Und da es in der Rechtssprechung längst nicht mehr um Gerechtigkeit geht, sondern einfach einen Schuldigen zu finden, will ich nicht wirklich eine Maschine fahren lassen. Selbst wenn ein Autopilot im Flugzeug Mist baut, ist der Pilot schlussendlich der Schuldige. Technisches Versagen gibt es nicht wirklich, schlussendlich ist es fehlende Wartung, sprich du hättest dein Auto einfach mehr in den Services müssen. Das ist wie mit allen Gummiparagraphen: das Tempo ist dem Verhältnis anzupassen, sprich hat es Blitzeis und deswegen hast du ein entgegen kommendes Auto abgeschossen, bist du schuld, weil du zu schnell gefahren bist. So wird es immer sein.

    1. Unsinn. Der Vorteil beim google Auto ist der, dass menschliche Fehler deutlich minimiert werden. Heute sterben jeden Tag 10 Menschen auf deutschen Straßen und das ausschließlich durch menschliche Fehler. Entweder durch Fahrfehler (Unachtsamkeit, betrunken) oder durch technische Mängel (Bremsen, Reifen, Lenkung). Auch an den technischen Mängeln ist der Fahrzeuginhaber schon heute schuld. Die TÜV Plakette belegt nur, dass das Fahrzeug zum Prüfzeitpunkt ordnungsgemäß war. Das kann beim runterfahren vom Hof wieder anders sein.

      Die reinen Fahrfehler werden aber deutlich sinken. Wenn dann nur noch 3 statt 10 Menschen ums Leben kommen, macht das Ganze schon Sinn.

    2. Gesetze kann und muss man an neue Begebenheiten anpassen. Wenn autonom gesteuerte Fahrzeuge kommen, dass muss es dafür auch eine angemessene Rechtsprechung geben.

    3. Ich weiss nicht mehr ob es bei Technology Review, Golem oder Spiegel war. Es gab ein interessanten Artikel wo es darum ging, wenn ein automatisches Auto ein unvermeidbare Unfallsituation erkennt, wenn soll es abschiessen das SUV oder das Kleinfahrzeug. Das genau sind solche juristische Fragen die ich meine, die zudem bei den Versicherungen vor allem zu rauchenden Köpfen sorgen. Und da geht es um viel Geld, weshalb die Versicherungen diejenigen sind, die hier zuerst Klarheit schaffen wollen. Und die Versicherungen haben eine enorme Macht. Das zeigt doch das Beispiel Alkohol im Blut. Wenn du auch unter dem gesetzlichen Grenzwert bist, hast du 0.2 Promille intus, dann kann die Versicherung zumindest ein Teil des Schadenssumme auf dich abwälzen. Zumindest hier in der Schweiz ist es so und mich würde es wundern, wenn es in Deutschland anders wäre.

    4. Ja wird man, aber das kann dauern. Du weisst wie langsam die Behörden in solchen Fragen sind. Und wie gesagt, bevor diese Fragen nicht geklärt sind, muss mir keiner ein solches Auto verkaufen wollen. Werde ich mir wohl wie Hybrid eh nicht leisten wollen. Kaufe nur Gebrauchte, von daher wird es noch dauern bis ich mal in so einem Auto sitze.

    5. Was haben Behörden damit zu tun? Der Gesetzgeber ist die Politik. Die Rechtsprechung entwickelt sich dann durch Gerichtsentscheidungen.
      Es gibt keinen Grund Angst vor Veränderungen zu haben wenn der Straßenverkehr deutlich sicherer wird.

    6. Bei einem gemischten Verkehr ist es eben die Frage ob die Präzisionen und Gradlinigkeit einer Maschine nicht auf der Gegenseite etwas auslöst, was evt. ungewollte Folgen haben kann.

      Und du glaubst wirklich die Politiker machen die Gesetze? a) haben sie nicht das spezifische Fachwissen b) dürften die Lobbyisten der Autobranche, Versicherungsbranche etc. unter sich ausmachen und dann der Politik wie immer ein fixfertigen Gesetzesvorschlag machen, denn diese nur noch abnicken müssen. So läuft es doch immer.

    7. Bei einem gemischten Verkehr ist es eben die Frage ob die Präzisionen und Gradlinigkeit einer Maschine nicht auf der Gegenseite etwas auslöst, was evt. ungewollte Folgen haben kann.

      Mir fällt kein Beispiel ein, denn das Auto hält sich zu 100% an die Verkehrsregeln.

      Und du glaubst wirklich die Politiker machen die Gesetze? a) haben sie nicht das spezifische Fachwissen

      Natürlich haben sie das Fachwissen. Dafür sorgen Fachteams, Rechtsanwälte im Hintergrund. Das sind aber keine Behörden.

      dürften die Lobbyisten der Autobranche, Versicherungsbranche etc. unter sich ausmachen und dann der Politik wie immer ein fixfertigen Gesetzesvorschlag machen, denn diese nur noch abnicken müssen. So läuft es doch immer.

      Du bist der typische Meckerkopf. Geht ein solcher Vorschlag durch, dann heißt es „so läuft es immer“. Ginge der Vorschlag nicht durch wärst du der erste der sagt „immer diese weltfremden Linken“.

    8. Zuerst wird das sehr wahrscheinlich für ähnliche Zwecke wie Car2Go genutzt. Da wird man schon eine Lösung finden. Rein theoretisch kann ein solches Auto ja keinen selbstverschuldeten Unfall bauen. Und kaufen macht gar keinen Sinn. Lieber mieten wie Carsharing in großen Städten.

    9. Alles was von einem Menschen programmiert wurde, enthält auch Fehler. Die IT Branche ist nicht gerade für ihre Zuverlässigkeit bekannt, darum will ich von der Branche eigentlich möglichst wenig Technik in wichtigen Sachen (Smartphones etc. sind nicht wichtig) wie Autos installiert haben.

    10. Alles was von einem Menschen programmiert wurde, enthält auch Fehler.

      Nicht so viele wie bei rein menschlichen Handlungen. Und genau das ist der Ansatz. Wenn durch Technik nur noch 0,02 statt zehn Menschen täglich im Straßenverkehr umkommen, dann wäre das ein Meilenstein. Im Flugverkehr gibt es Autopiloten und es ist das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Autofahren ist deutlich gefährlicher weil in jedem Auto eine Menschenhand lenkt.

    11. Ich würde es nicht ganz so schwarz-weiß sehen aber im Prinzip denke ich auch, dass der Faktor Mensch beim Autofahren das größere Problem ist als ein Softwarebug. Zur Not hält das Auto eben an und fährt rechts ran.

      Man verlässt sich auf der Autobahn ja auch auf die Bautteile bei 300 Sachen. Niemand denkt drüber nach, ob ein Reifen sich verabschiedet oder die Achse bricht.

    12. Also gerade bei euch Deutschen die ein verfassungsrechtliches Recht auf Rassen haben wie der Amerikaner auf seine Flinte im Haushalt, und das Auto wichtiger ist als die Ehe, denke ich wird das ein schwerer Stand haben. Zeit ist Geld. Ein automatisches Auto wird nur schon der Risikominimierung nie ein riskantes Überholmanöver vollführen. Du dürftest also in so einem Auto unter Umständen eine halbe Stunde lang einem Traktor hinter schleichen und dich nerven. Der Mensch hat noch nie auf Vernunft wirklich angesprochen. Das wird auch hier nicht anders sein. Ein automatisches Auto wird sich immer strikt an die Verkehrsregeln halten (wobei bei dem teils sogar widersprüchlichen Schilderwald in Deutschland evt. das Fahrzeug sogar noch ernsthafte Probleme damit bekommen könnte) und daher immer der langsamste in einem gemischten Verkehr sein. Du wirst vom Rest dann als fahrende Blockade wahr genommen werden und Schimpftiraden etc. werden dein tägliches Fahren begleiten.

    13. Man verlässt sich auf der Autobahn ja auch auf die Bautteile bei 300 Sachen. Niemand denkt drüber nach, ob ein Reifen sich verabschiedet oder die Achse bricht.

      Physische Bauteile sind besser prüfbar als Software mit Sensortechnik. Du musst so viel mehr Parameter berücksichtigen. Die meisten Autos arbeiten mit einer gewissen Sensorik. Jede Sensorik kennt aber Störbereiche wo sie nicht mehr funktionieren (glänzende Oberflächen, Blendlicht, diffuse Konturen durch Büsche usw.). Schon heute sind die meisten Störfaktoren bei Autos die Elektrik. Hier wird aber noch ein Gang hinzu geschaltet mit der enorm komplexen Sensorik und softwaremässigen Situationerkennung.

      Und mit 300 Sachen ist mal masslos übertrieben. Nehmen wir den europäischen Durchschnitt von 130km/h die gesetzlich erlaubt sind. Und daran wird sich ein automatisches Auto strikt halten. Mal abgesehen davon dass ich mir nicht zutrauen würde 300 zu fahren, sollte ich jemals so etwas ausprobieren, würde ich vorher meine Karre gründlich prüfen (Reifendruck etc.). Wer das nicht tut, der ist einfach nur hirnamputiert.

  3. Mal noch eine Ergänzung zur Diskussion: In der aktuellen GEO ist ein sehr gutes Stück über selbstfahrende Autos. Daraus mal drei Zahlen:

    * Mit selbstfahrenden Autos könnte die Menge aller Autos auf 25% des heutigen Standes reduziert werden.
    * Mit selbstfahrenden Autos könnte das Verkehrsaufkommen um 90% des heutigen Standes reduziert werden.
    * Mit selbstfahrenden Autos könnten 90% aller Verkehrsunfälle vermieden werden.

    Das sind wirklich krasse Zahlen, die eigentlich alle Gegenargumente hinfortfegen. Renault-Nissan wollen bis 2020 das erste selbstfahrende Serienauto auf den Markt bringen. Und wenn’s nach mir geht, wird das 2021 dann Pflicht.

    1. Das setzt Sharing voraus. In vielen Generation vor unseren ist Sharing ein Fremdwort. Und ehrlich gesagt, mein eigenes Auto will ich auch niemanden zur Verfügung stellen. Also wäre interessant wie die auf so utopisch wirkende Zahlen kommen. Theoretisch ist rein technisch noch vieles möglich, scheitert aber an der Akzeptanz (Komfort, Finanzrisiko und nicht zuletzt Auto Lobby). Glaubst du allen ernstes die eh schon schwächelnde europäische Autoindustrie will nur noch 1/4 der Autos verkaufen die sie heute an den Mann bringen können? Warum sollten sie da eine Firma wie Google darin unterstützen? Und selbst Google wird so etwas nicht ohne Partner durch ziehen zu können. Ebenso hat die Industrie kein Interesse, dass die Servicestunden runter gehen. Das ist heute ja fast der Hauptverdienst. Es spielen immer auch Interesse von mächtigen Industrien mit mächtigen Lobbys mit. Solange man damit mehr verdient (mehr Service verkaufen usw.) sind Neuerungen willkommen. Sobald sie wirkliches Einsparpotential beim Endkunden bieten, sind sie unerwünscht. Sicherheit etc. sind meist ja nur solange ein Argumentpunkt wie man Kasse damit machen kann (Anti Terrorkampf, Überwachung etc.). Sobald Sicherheit Arbeitsplätze kostet, ist sie plötzlich nur noch ein Hindernis. Und wenn es keine Verletzte und Tote gibt, gibt es in der Healthcare Industrie weniger zu tun, man kann weniger Medikamente an Langzeitgeschädigte verkaufen usw. Die öffentliche Hand will zwar weniger Strassenreperaturen bezahlen, die Baufirmen sehen das aber wohl ganz anders. Da hängt so unglaublich viel zusammen, dass selbst wenn mit viel Lobbyismus man das Denken aller ändern kann, es Jahrzehnte dafür braucht.

      Schau dir nur an wie viel Prozent Elektro- und Hybridautos trotz immenser Vorteile bei den Neuzulassungen ausmachen. Verschwindend gering. Freiwillig wird das nicht einfach so über die Bühne gehen.

    2. Mag sicherlich gute Argumente dafür geben. Gibt auch sehr viele gute Argumente dafür, vegetarisch oder vegan zu leben. Macht trotzdem nur ein kleiner Teil der Menschheit.
      Ich könnte mir das selbstfahrende Auto auch nur als Option in der Stadt vorstellen zur Hauptverkehrszeit. Oder auf langen Autobahnfahrten. Ansonsten macht Autofahren nun mal auch Spaß. Mir und vielen anderen Leuten zumindest.

      Das Sharing ist noch eine andere Sache. Spätestens wenn Du mit Familie und Kindersitzen, Isofix-Base und Co zu tun hast, wird es schwierig. Dann am besten noch lange Fahrten ins Ausland und in die Einsamkeit. Also bis es nur noch selbstfahrende Autos geben wird, ist es garantiert ein langer weg. Ich vermute mal eher das wird so nach und nach teilweise zugeschaltet. Dann geht das auch mit den oben genannten Lobbygruppen klar.

    3. Also die schwächelnde europäische Autoindustrie ist da ganz vorne mit dabei: dieses Jahr alleine werden 25 Millionen für ein einziges, europäisches Forschungsprojekt ausgegeben.

      Und: Ich hab‘ ja gesagt „wenn’s nach mir geht“. Wenn’s nach mir geht, wird der Privatbesitz von Autos dann verboten. Straßenverkehr ist nicht zur persönlichen Unterhaltung gedacht. Und 3500 verpflichten. Meine Meinung. Ich schätze aber das wird sich so oder so durchsetzen. Einfach weil es kostengünstiger und effektiver ist. Denn die Zahlen, die ich gar nicht für utopisch halte (in jedem Auto sitzt immer nur einer und es steht halt fast nur rum), bedeuten ja im Umkehrschluss auch, dass Individualverkehr drastisch kostengünstiger umsetzen kann. Wenn ein automatisches Auto von Google oder BMW halt nur 10% dessen kostet, was ein eigner Wagen kostet, werden genug Leute schlicht keine Wahl haben, insbesondere angesichts der weiter verschwindenden Mittelschicht.

      Was die Arbeitsplätze angeht: Die werden eh hops gehen. Die beiden Fragen sind nur, wann man sich damit abfindet Heute weint ja auch niemand mehr den Hufschmieden und Pferdezüchtern nach, die durch das Auto ihre Jobs verloren haben.

      Und wie gesagt: Wenn’s nach mir geht wird dann nicht-automatisches Autofahren eh verboten. Der Staat hat da schlicht eine Schutzpflicht.

    4. Achso: Und ich kann mir sogar vorstellen, dass VW, Mercedes und BMW da ziemlich früh versuchen dick mit einzusteigen, denn klar ist, dass der ganze Markt sonst eben an die Amerikaner geht. Und die sind nicht zimperlich, wie man ja gerade sehr hübsch bei Uber sieht.

      Morgen nur noch 25% mit sharing verdienen oder alles den Yankees überlassen … da ist die Entscheidung ziemlich klar.

    5. Nein, weil bzg. Strassenverkehr sehr viel von politischen Entscheiden abhängig ist. Versuch zuerst mal allgemeine Geschwindigkeitslimite und Autobahnvignette in eurem Land durch zu setzen, ehe du von Privatbesitzverbot (wird nicht durchsetzbar sein, Besitz ist ein Menschenrecht und ist ein Grundsatz des Kapitalismus) redest. Wie gesagt, wir leben in keinem kommunistischen Land wo man den Leuten befehlen kann wie sie zu leben haben. Und ich hoffe das bleibt auch so.

    6. Wenn die selbstfahrenden Autos das Leben einfacher machen, dann wird sich das auch durchsetzen. Das ist wie bei der Erfindung der Eisenbahn, dem herkömmlichen Auto und Flugzeugen. Oder besseres Beispiel sind die Musikmedien. Das einfachere hat sich immer durchgesetzt: CDs gegen Schallplatten, MP3s gegen CDs, Streaming gegen MP3. Das regelt sich von ganz alleine. Dafür müssen die selbstfahrenden Autos aber auch tadellos funktionieren. Das taten die anderen Dinge auch nicht von Anfang an. Aber ich bin mir sicher, dass es definitiv kommen wird. Und warum? Weil es Sinn macht!

    7. Geht auch nicht nur um kostengünstiges Fahren. Sonst hätten wir noch nur noch Dacias o.ä. auf den Straßen. Und ja, es gibt zu viele Verkehrstote aber wenn man sich die Entwicklung anschaut, sind die Zahlen doch stark rückläufig bei gleichzeitig stark gestiegenem Verkehrsaufkommen. Auch da geht es ja immer weiter vorwärts. Mein Auto bremst bspw. in kritischen Situationen auch von alleine.
      Das autonome Fahren wird sicherlich seine Nische finden aber sicher wird nicht das nicht-autonome Fahren verboten werden in absehbarer Zeit.
      Dass das Autofahren nicht zur Unterhaltung da sein sollte, mag Deine Ansicht sein. Ich bin mir aber sicher, dass das ganz viele Leute anders sehen. Letztlich zahlt man ja mit KFZ-Steuern, Mineralölsteuer und vielem anderen Zeugs auch die Verkehrsinfrastruktur mehr als vollständig.

    8. Nein, wie viele andere Beispiele zeigen, setzt sich der logische Fortschritt nicht immer durch. Bildtelefonie gab es bei der französischen Postbebörde schon Mitte der 70er Jahren für jeden Franzosen. Es war meines Wissens nicht mal teuer, aber es will schlicht die wenigstens Bildtelefonie (weil ua. dem anderen nicht in die Augen schauen müssen, bei vielen Situationen von Vorteil ist).

      Genauso mit gewissen Antrieben. Es gibt schon längst bessere Motoren als wir in den Massen von Autos verbaut haben.

      Und der grösste Nachteil der selbst fahrenden Autos übersiehst du einfach grosszügig: sie fahren selber. Viele Autofahrer schauen das als Nachteil nicht Vorteil an. Ehrlich: ich will so ein Auto nicht geschenkt und ich hatte in meiner Firma die Diskussion darüber mit anderen Autofahrer. Die Mehrheit lehnt selbst fahrende Autos strikt ab, weil man mit ihnen nicht mehr richtig Gas geben kann, weil man soz. auf der Schleichspur fest sitzt.

      Und solche Fehlentwicklungen beobachte ich gerade in der IT Branche diverse: Wearables wie Glass oder die doofen Uhren die kein Mensch braucht. Ich hatte nicht mal normale Uhr jemals an, warum sollte ich nun so eine klotzige Smartwatch anschaffen? Genauso Brillen oder Oculus Rift? Wer denkt sich solchen Mist aus? Von wegen es setzt sich der Fortschritt durch: ja nur wenn der Käufer darin ein Vorteil sieht, oder wenn schlicht ein Trend ausgelöst wird (dann wird selbst der grösste Blödsinn verkauft). Nur bei so etwas teurem wie einem Auto reicht Trend alleine nicht. Und bei 3D Filmen sehen zum Beispiel die Kunden den Vorteil nicht um mal ein Beispiel zu nennen.

    9. Das selbstfahrende Auto würde, wenn es richtig umgesetzt wird, effektiver fahren und somit schneller ans Ziel kommen. Allein durch die deutlich geringere Unfallwahrscheinlichkeit gäbe es weniger Staus. Allein wegen der Reduzierung der Verkehrstoten würde der Gesetzgeber irgendwann manuell fahrende Autos verbieten. Alles andere wäre schlicht Leichtsinn bei 10 Toten täglich auf Deutschlands Straßen. Flugzeuge und Züge laufen auch quasi automatisch (Autopilot und Schiene) und sind dadurch um ein vielfaches sicherer. Autofahren ist schlicht Lebensgefährlich. Der Mensch ist nunmal um ein Vielfaches fehleranfälliger als eine Maschine.

      Die Diskussion ist letztendlich auch nur die Angst vor etwas Neuem und sie gab es schon immer. Als die ersten Waschmaschinen auf den Markt kamen, wollte auch niemand so recht glauben, dass damit die Handwäsche abgelöst würde. Es war nicht vorstellbar, dass die Wäsche genauso sauber wird wie mit der Hand. Es gab und gibt weiterhin Menschen, die einfach aus Angst vor Veränderungen lieber an alt bewährtem festhalten. Bloß nichts Neues, wenn man sich an eine Sache gewöhnt hat.

    10. Ich glaube nicht, dass es mit Angst vor Neuem zu tun hat. Der Mensch möchte manchmal nicht das Vernünftigste haben, sondern das Produkt, das ihm persönlichen den größten Nutzen stiftet. Und ich stelle mal die These auf, dass die meisten Autofahrer gerne selbst fahren WOLLEN.

    11. @JTR: In dem Kapitalismus in dem ich lebe, gibt es immer noch einen Rechtstaat, der die Pflicht hat die Leben seiner Bevölkerung zu schützen. Und weder ist Autofahren ein Privatvergnügen (in Deutschland ist es z.B. verboten ohne Ziel Autozufahren) noch sind 3500 eine Entscheidung die auf Nachfrage und Angebot basieren würde. Autofahren sind schlicht zu langsam, ineffizient, träge, ablenkbar – kurz zu dumm, als dass man ihnen das Autofahren erlauben sollte. Aber das ist nur meine Meinung.

      Nicht meine Meinung sonder ziemlich sichere Tatsche hingegen ist: Die Marktwirtschaft wird das eh selber regeln. In der Schweiz vielleicht etwas später als im Rest der Welt. Autofahren, so wie wir es heute machen ist dem manuellen Fahren hoffnungslos unterlegen, in fast jeder Hinsicht und insbesondere der Markt wird das mit ganzer Härte zeigen. Wie sowas geht, sehen wir in allen anderen Bereichen: Google wird die Hardware massiv subventionieren, und die Leute an Abos, ans System binden, so, wie es jetzt bei Smartphones und Tablets passiert. Und sie werden sich über lokales Recht hinwegsetzen, so wie es jetzt Uber tut, bis sie so groß geworden sind, dass der Staat einlenken muss.

      Es ist nicht mehr die Frage nach dem ob. Es ist nur noch die Frage nach dem wann. Und irgendwann wird der automatische Straßenverkehr so schnell und effektiv sein, dass man als Mensch am Steuer schlicht überfordert ist. Fahr noch ein paar Runden in Deiner Karre, solange Du kannst, bald geht das nur noch auf privaten Strecken!

    12. Und ich stelle mal die These auf, dass die meisten Autofahrer gerne selbst fahren WOLLEN.

      Jeden Tag irgendwo hin pendeln? Parkplatzsuche? Man könnte die Zeit besser nutzen, denke ich. Und das wird auch viele Menschen überzeugen. Beim Telefon hat man auch gesagt, dass viele Menschen das persönliche Gespräch brauchen und sich lieber mit der Kutsche oder zu Fuß besuchen.

    13. Ich vergleicht alle Äpfel mit Birnen.

      Flugzeuge und Züge laufen auch quasi automatisch (Autopilot und Schiene) und sind dadurch um ein vielfaches sicherer.

      Nein das automatischen Landen und Starten ist nicht erlaubt bei den Flugzeugen, obschon sie es könnten. Und was bitte soll mit 10km Luft um dich herum schon grossartig passieren. Und Schiene ist selbsterklärend und steuerungstechnisch keine Kunst.

      Ich arbeite in der Maschinenindustrie. Was selbst simple Anlagen eins an Wartung brauchen, weil irgend ein Verschleiss oder unerwartetes Ereignis die Anlage still stellt, das zeigt, dass Steuerungen noch lange nicht für so komplexe Aufgaben ohne fixe Parameter bereit sind. Selbst bei der NASA wird so wenig wie möglich dem Zufall überlassen, genau aus diesen Gründen. Und da wollt ihr so etwas unglaublich komplexes wie der Verkehr einer Software überlassen. Die enthält nämlich auch menschliche Fehler und vor allem 99% nicht vorgesehenes, weil man nicht auf die Idee kam, dass diese Situation eintreten könnte. Sorry, wenn es Siemens und Co nicht mal vernünftig schafft ein Mauntsystem auf die Beine zu stellen, wieso wollt ihr solchen Firmen ein Verkehrsleitsystem anvertrauen. Ich behaupte es braucht mindestens noch 10 bis 20 Jahre bis die Softwarebranche nur annähernd dazu fähig ist, so etwas auch genug zuverlässig umzusetzen. Ich habe genug Berichte rund um autonome Autos gesehen mit ihren ruckelnden Steuerräder. Das Google und Co die Probleme verschweigt oder herunter spielt ist schon klar, weil da viel Geld drin steckt. Aber so wie ich die Softwarebranche kenne, steckt die bestenfalls in den Babyschuhen. Lassen wir diese Branche erst mal erwachsen werden, ehe wir ihnen so komplexe Sachen wie Strassenverkehr anvertrauen. Man muss sich nur ihre Geräte und ihre Unzuverlässigkeit bei denen anschauen um abschätzen zu können wie sehr sie für so etwas reif sind. Meine Einschätzung: weit davon entfernt.

      Und ja um etwas aufzugreifen: ich habe immer noch lieber ein persönliches Gespräch als ein Telefonat. Telefonat ist eine gute Sache aber eigentlich eine Notlösung für eine Situation, für die es früher keine Lösung gab. Das Telefonat ersetzt ja das persönliche Gespräch nicht. Es ermöglicht einfach eine Kommunikation wenn man nicht gerade in derselben Gegend ist. Aber wer behauptet ein Telefon sei der Fortschritt des persönlichen Gesprächs, der hat definitiv etwas nicht begriffen. Das persönliche Gespräch ist nicht verbesserungswürdig, weil es schon das beste ist, und immer bleiben wird.

    14. Das Telefonat ist eine gute Sache aber eigentlich eine Notlösung für eine Situation, für die es früher keine Lösung gab.

      Mit wem telefonieren wir denn jeden Tag zum Beispiel im Büro? Genau: Mit Leuten, die nicht vor Ort sind und es auch schwer sein können. Es überbrückt Entfernungen, die man nicht gehen kann oder will. Und nur so haben wir mehr Zeit für persönliche Gespräche weil wir nicht den ganzen Tag auf Reisen sein müssen.

      Demnächst haben wir dank den Autos dann mehr Zeit für schönere Dinge als Autofahren.

    15. In dem Kapitalismus in dem ich lebe, gibt es immer noch einen Rechtstaat, der die Pflicht hat die Leben seiner Bevölkerung zu schützen.

      und danach:

      Google wird die Hardware massiv subventionieren, und die Leute an Abos, ans System binden, so, wie es jetzt bei Smartphones und Tablets passiert. Und sie werden sich über lokales Recht hinwegsetzen, so wie es jetzt Uber tut, bis sie so groß geworden sind, dass der Staat einlenken muss.

      Also was nun? Will ich von einer Firma die sich über Recht setzt irgend etwas? Warum laden wir nicht gerade die kalibrische Mafia ein, die kann ja günstiger bauen als reguläre Baubetriebe. Ist doch auch von Vorteil.

      Wie gesagt, ihr schafft es nicht mal einheitliche Geschwindigkeitslimite oder eine Autobahnvignette einzuführen, wieso soll es hier plötzlich schneller gehen. Und in Deutschland bzw. Es ist doch schon komisch, wenn du hier von einem Staat redest, der seine Bürger schützen soll, aber ihr habt immer noch keine durchgehende Geschwindigkeitslimite. Habt ihr euch in Deutschland auch mal gefragt, warum ihr prozentual höhere Verkerhrstotenquote habt als gewisse Nachbarländer? Wenn nicht mal das geht, dann ist es ein unglaublich weiter Weg überhaupt über autonome Fahrzeuge zu sprechen, speziell in Deutschland. Ich glaube in jedem anderen Land der Welt wird die Hürde kleiner sein als bei euch. Ich vermute Deutschland wird wie immer wenn es um das Thema Auto geht, das rückschrittlichste Land der Welt sein und als allerletzte umstellen. Ich meine bei den Abgasfilter hatten ja längst alle Franzosen und Asiaten schon längst umgestellt als die deutsche Autoindustie mal aufgewacht ist (als es fast schon zu spät war!). Oder schaue dir den Widerstand gegen die CO2 Limiten an. Wer blockiert da nochmals? Genau: Deutschland!

      EU herrscht bei den Politiker momentan eine enorme Google Feindschaft, falls dir das entgangen sein sollte. Diese Konzern wird es momentan eher schwer haben überhaupt irgendein grösserer Projekt in der EU durch zu führen.

    16. Und ich stelle mal die These auf, dass die meisten Autofahrer gerne selbst fahren WOLLEN.

      Ich stelle die Gegenthese auf, dass sie gerne darauf verzichten würden. Autofahren ist ein notwendiges Übel. Ich zB. bin extra näher zur Arbeitsstelle gezogen um das Autofahren zu reduzieren. Für notwendige Fahrten wäre die automatische Fahrt ein Mehr an Lebensqualität. Die Zeit während der Fahrt lässt sich dann viel sinnvoller nutzen (zB mit dem Laptop arbeiten). Durch Zeitersparnis entsteht eine bessere Lebensqualität. Bei einem Arbeitsweg von 30 Minuten verbringt der Mensch 220 Stunden jährlich nur für das Autofahren. Das sind über 5,5 x eine 40 Stundenwoche, die man einsparen würde, wenn man während der Fahrt schon die Arbeit mit dem Laptop beginnen könnte.

    17. Habt ihr euch in Deutschland auch mal gefragt, warum ihr prozentual höhere Verkerhrstotenquote habt als gewisse Nachbarländer?

      Weil die KM Fahrleistung höher ist.

    18. Wie gesagt, wenn das so funktionieren würde ich mir das vorstelle, dass es funktionieren muss, dann ja. Aber so wie ich das jetzt sehe, kannst du nicht nebenher arbeiten, weil du andauernd nervös nach vorne schaust, ob das Auto wirklich kein Scheiss baut. Zumindest ginge es mir so, wenn ich meine Erfahrung mit Software im allgemeinen nehme. Mein Gott wenn ich meine Xbox zwei Wochen nicht habe, weil Microsoft keine Ahnung von Thermaldesign hat, dann ist das das eine. Aber beim Auto verstehe ich da kein Spass.

    19. Ich glaube ich hatte eingangs mal geschrieben, dass ich das für die Stadt auch nicht falsch fände. Aber da ist man ja auch selber schuld, wenn man mit dem Auto pendelt. Ich fahre da z.B. immer mit dem Bus, der auch WLAN hat. Dann ist die Zeit nicht so tot.
      Aber nehmen wir mal an, ich hätte die Option, das Auto selbst fahren zu lassen. Für das tägliche Pendeln mit dem Auto wäre das dann an und für Freizeitfahrten wäre das dann aus. Auf keinen Fall vorstellen kann ich mir eine Pflicht NUR noch automatisiert zu fahren.

      Ich glaube eben fest daran, dass der Mensch nicht nur vernünftigen Argumenten zugeneigt ist, sonst würde sich bspw. ein Iphone nie so verkaufen (gäbe da noch tausend andere Beispiele – Tassimo fällt mir spontan noch ein oder Nespresso). Da schwingt immer auch Lifestyle mit. Was ich damit sagen will: nur weil es dann weniger Verkehrstote gibt, werden nicht alle auf ihr selbst gelenktes Vehikel verzichten wollen.

    20. Ich beende die Diskussion mal flott. Mario hatte da schon die richtige Idee: Google wird das selbstfahrende Leihauto/Taxo kostenslos anbieten. Drinen gibt’s dann ein bisken Werbung und eine Nespressomaschine und selbstverständlich Wlan und einen Riesenmonitor.

      Oder Apple bietet die Autos an, mit Deinem iTunes-Account gleich eingeloggt und die Serie, die Du schaust geht gleich bei der nächsten Episode los, wenn Du einsteigst, oder der Film, falls Du mal weiter fährst.

      Oder der Wagen ist von Amazon und drinnen wartet schon der Frühstück, dass Du Dir gestern abend ausgesucht hast.

      Ich muss hier nichtmal weiter ausfallend werden und mich über weiter über Autofahrer echauffieren. Die Argumente sind schlüssig:

      * Weniger Verkehr
      * Bequemer für den Nutzer
      * Schneller
      * Sicherer
      * Umwelftfreundlicher
      * Kostenlos
      * Und es lohnt sich für einen großen US-Konzern

      Finally bringing the “Auto” into “Automobil”. Ich will mir angewöhnen künftig nur noch von “echten Autos” zu sprechen, wenn ich selbstfahrende Autos meine.

      Fahrt mit euren veralteten Karren und Ideen nochmal auf die Autbahn, solange ihr noch dürft! Eure Tage sind gezählt.

      Wer’s nicht glaubt, kann mal nachzählen, wieviel Tageszeitungen er/sie noch abonniert hat, oder falls die Zahl wider erwarten größer als 0 ist, bei einer Lokalzeitung seiner Wahl fragen, wieviele Print-Abos die noch verkaufen.

    21. Hach, schön wie sich Leute, welche kein Auto haben über Leute aufregen, die eines haben und wollen.

      Es gibt unterm Strich so viele Dinge, die sicherer, schneller und effektiver wären, wenn die Leute es nur wollen. Würde man etwa das Kochen und kühl Lagern von Lebensmitteln verbieten und alle 100m eine Sammelstelle zum Essen einrichten wäre alles effektiver. Die Menschen hätten mehr Zeit, die Energie würde effektiver genutzt, es fällt weniger Verpackung an und es ist letztlich auch billiger. Man hätte in der Wohnung sogar mehr Platz, weil keine Küche!
      Übrigens ein Konzept was mit gefallen würde, da ich sehr ungern koche und aufräumen noch viel mehr verachte. Bevor man also einem solch selbst fahrenden Auto sein Leben anvertraut, lieber so etwas „einfaches“ umsetzen.

      Im übrigen würde keiner von uns wollen das die deutsche Automobilindustrie nur noch 25% seines Umsatzes tätigt. Dann können wir Schland auch gleich dicht machen. Leute, das was Deutschland als Wirtschaftsmacht trägt IST die Automobilindustrie! Der Automobilbau stellt im Gesamten die bei weitem meisten Arbeitsplätze und daran hängen indirekt eine menge Zulieferer, Anlagenbauer und Dienstleister.

      Ich für meinen Teil würde nie auf ein Auto verzichten oder mein Eigentum massive an fremde „verleihen“. Eine Art Autopilot für lange oder tägliche Strecken ist sicher nett und für die Autobahn sogar schon in der Mittelklasse verfügbar, aber ein verbot zum selbst fahren? Das ich nicht lache, das wird alles andere als auf breite Bereitschaft in der Bevölkerung treffen. Zudem würde wie oben angeschnitten die deutsche Wirtschaft kollabieren.

      Selbst wenn es mal soweit kommt, das alle zu einem rein selbst fahrenden Fahrzeug gezwungen werden, das erleben wir hier nicht mehr.

    22. Es gibt unterm Strich so viele Dinge, die sicherer, schneller und effektiver wären, wenn die Leute es nur wollen. Würde man etwa das Kochen und kühl Lagern von Lebensmitteln verbieten und alle 100m eine Sammelstelle zum Essen einrichten wäre alles effektiver.

      Das gibt es zum einen schon (in Form von Restaurants und Imbiss Buden) und zum anderen hinkt der Vergleich, weil es teurer als Selbstkochen ist.

      Im übrigen würde keiner von uns wollen das die deutsche Automobilindustrie nur noch 25% seines Umsatzes tätigt.

      Das hat man bei der Textilindustrie vor 30 Jahren auch behauptet. Die Wahrheit ist eben nicht nur, dass Arbeitsplätze verloren gehen sondern, dass das Produkt gleichzeitig auch deutlich günstiger wird. Insgesamt fördert Automatisierung immer eine bessere Lebensqualität. Wer das nicht glaubt, sollte nach Jäger und Sammler googlen und sich dann überlegen, ob man wieder zur Steinzeit zurück möchte.

      Am Ende bleibt nur die Frage der Umverteilung des Geldes. Wenn ich die 20.000€ für das Auto nicht mehr ausgeben muss und Mario dadurch keinen Job mehr am VW Band hat, dann sieht das im ersten Moment so aus, dass ich profitiere (20.000 gespart) und bei Mario das Gegenteil passiert (Jobverlust und somit weniger Geld). Aber was spricht dann gegen eine entsprechende Steuer? Ich kann ohne Probleme von den gesparten 20.000 locker 10.000 abtreten. Mario würde dann 10.000€ fürs Nichtstun erhalten während ich ebenfalls fürs Nichtstun 10.000€ einspare. Fazit: es macht nie Sinn nicht zu automatisieren und nicht produktiver zu werden, nur weil man Angst davor hat, dass irgendwo Arbeitsplätze verloren gehen.

    23. Insgesamt fördert Automatisierung immer eine bessere Lebensqualität.

      Das ist Blödsinn hoch drei. Man weiss aus wissenschaftlichen Daten, dass die industrielle Nahrungsproduktion Faktor 1 beim Krebsrisiko ist. Da gibt es unwiderlegbare Studien die das nahe legen. Je mehr industrialisiert ein Nahrungsversorgung ist, desto höher ist das Krebsrisiko. In gewissen indischen Landdörfer herrscht zum Beispiel die niedrigste Krebsrate der Welt.

      Dasselbe mit der Landwirtschaft. Die NASA hat extra Satelliten die die Zustände der Böden mittels Infrarot deutlich macht. In Europa ist 90% des Bodens eigentlich nur noch eine Müllhalde was Nährstoffe etc. anbelangt. Die Böden sind weltweit zu 3/4 eigentlich unbrauchbar geworden (alarmierend). Unser angeblicher Fortschritt machen wir durch eine rücksichtslose Ressourcennutzung auf Kosten kommender Generationen. Müssten wir wirklich nachhaltig agieren, gäbe es keine industrielle Produktion mehr. Das zeigt auch eine Studie die mal den Fussabdruck des Homo Sapiens nach gerechnet hat. Demnach dürfte es vom Menschen maximal 6 Millionen geben, wenn man es auf den durchschnittlichen Ressourcenverbrauch der Tierwelt herunter bricht.

    24. Das gibt es zum einen schon (in Form von Restaurants und Imbiss Buden) und zum anderen hinkt der Vergleich, weil es teurer als Selbstkochen ist.

      Es war aber die Rede vom verbieten. So wie oben von Ben angesprochen, soll man zum selbst fahrenden Auto gezwungen werden. Genauso könnte man dies eben für das Gastgewerbe machen, unter Berücksichtigung aller Kosten (Wasser, Energie, Müll, Arbeitszeit) wäre ein solches Essen weit günstiger als sich eine Stunde pro Tag an den Herd zu stellen, abzuwaschen, den Herd anzuheizen, Geräte überhaupt anzuschaffen…
      Der Vergleich hinkt keinesfalls, trotzdem ist beides utopisch.

      […]

      Die Textilindustrie, das ich nicht lache. Weißt du wie viel mehr Aufwand hinter der Produktion eines Autos steht, als hinter einem Shirt. Es hängen einfach viel zu viele Firmen hinten drann, als das du mal eben sagen kannst, ach komm, verzichten wir mal auf die Automobilindustrie.

      Und dein Rechenbeispiel ist viel zu kurz gedacht. Zum einen Leben wir im Kapitalismus und zum anderen, wie soll das Gelb bei einem Arbeitslosen aus der Automobilindustrie landen? Weil du meinst jeder Mensch ist herzensgut und teilt sein „erspartes“ mit anderen…
      Außerdem hast du vergessen, das du zwar 20000€ sparst und 10000€ weitergibst, aber das fängt bei weitem keinen Arbeitslosen auf. Ein Auto kauft man sich frühstens nach 3 Jahren wieder…frühstens! Dann müssten die 10.000€ für 3 Jahre Lebensunterhalt reichen! ->lol

      Zudem musst du ja trotzdem für die Fortbewegung zahlen, von Luft und Liebe wird das nicht gehen. Das stellst du dir viel zu einfach vor.

    25. Es war aber die Rede vom verbieten. So wie oben von Ben angesprochen, soll man zum selbst fahrenden Auto gezwungen werden. Genauso könnte man dies eben für das Gastgewerbe machen, unter Berücksichtigung aller Kosten (Wasser, Energie, Müll, Arbeitszeit) wäre ein solches Essen weit günstiger als sich eine Stunde pro Tag an den Herd zu stellen, abzuwaschen, den Herd anzuheizen, Geräte überhaupt anzuschaffen…

      Nicht ganz richtig. Für einen Alleinstehenden mag das sein und der wird das auch jetzt schon freiwillig tun. Aber spätestens mit einer Familie lohnt sich wieder das eigene Kochen. Insofern ist es Quatsch, das eigene Kochen verbieten zu wollen. Es ist schlicht zu situationsabhängig ob nun das eigene Kochen oder das Restaurant effektiver und günstiger ist.

      Kein Quatsch ist es hingegen das manuelle Fahren verbieten zu wollen, wenn das automatische Fahren tatsächlich einfacher, schneller und vor allem sicherer funktioniert.
      Schau dir an wieviele Milliarden in den Anti-Terrorkampf investiert werden nur um einige wenige Menschen vor Terroranschlägen zu schützen. Das Autofahren ist vergleichsweise um ein vielfaches gefährlicher. Wenn man auf den Straßen x fach mehr Menschenleben retten kann, weil das automatische Fahren deutlich sicherer wäre, dann wäre es ein Unding, das manuelle Fahren nicht zu verbieten.

      Insofern ein klassischer Fall von: „scheiße, da kommt was neues, das muss schlechter sein als alt bewährte“.

      […]

      Weißt du wie viel mehr Aufwand hinter der Produktion eines Autos steht, als hinter einem Shirt.

      Dämlicher Vergleich. Oder kaufst du nur ein Shirt alle 5-10 Jahre?

      Außerdem hast du vergessen, das du zwar 20000€ sparst und 10000€ weitergibst, aber das fängt bei weitem keinen Arbeitslosen auf. Ein Auto kauft man sich frühstens nach 3 Jahren wieder…frühstens! Dann müssten die 10.000€ für 3 Jahre Lebensunterhalt reichen! ->lol

      Der dann Arbeitslose wird aber mehrere Autos produziert haben als nur alle drei Jahre ein Auto für eine Person. Er lebt also nicht nur von einem potenziellen Kunden sondern von mehreren. Insofern ist dieser 1:1 Vergleich genauso Pumpitz wie dein „1 Tshirt“ vs „1 Auto“ Vergleich.

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