Roboterhund AIBO an der Universität Bielefeld

Roboterhund AIBO an der Universität Bielefeld

Manche Leute haben vielleicht zu viele Filme wie »Terminator« gesehen und denken bei einem Roboterhund vielleicht an eine realistische Kopie eines lebendenden Vierbeiners. Andere Leute werden sich bei dem Bild oben fragen, ob das Gerät nicht schon beim Laufen permanent hinfällt, weil sie meinen, dass Roboter heute höchstens Autos zusammenschrauben. Der echte SONY AIBO Roboterhund liegt wohl irgendwo dazwischen.

Unsere Gruppe beim Spielen mit dem AIBO namens Snowy

AIBO an der Universität Bielefeld

Durch einen Kurs an der Uni Bielefeld namens »Verfahren zur Repräsentation und Verarbeitung multimodaler Dokumente« hatten wir als Interdisziplinäre Medienwissenschaftler und Linguisten die Möglichkeit, den kleinen Sony-Roboter mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Er reagiert auf Sprache, Berührungen an bestimmten Stellen wie Rücken, Kopf, Schnauze und Füssen und visuellen Eindrücken durch seine Kamera im Kopf.

Wenn man also etwas sagt wie „Aibo, look for your ball!“ dann hat er den Kopf gedreht um mit der Kamera den knallpinken Ball zu suchen und ist im besten Fall dann darauf zu gegangen und hat ihn geholt. Er kann auch Pfötchen geben, Tanzen, dir die aktuelle Uhrzeit sagen, dich wecken oder deine eMails vorlesen dank WLAN. Er blogt (!) sogar seine Eindrücke aus der Umwelt und macht Fotos, die dann in seinem Speicher liegen. Er versteht die Befehle meist leider nicht beim ersten Mal aber schätze, dass dies einfach eine Frage der Gewöhnung ist.

AIBO erkennt die Karten nur an dem Muster und nicht über andere Sensoren.

AIBO kommuniziert über Karten

Man hat auch die Möglichkeit mit ihm zu interagieren indem man ihm Karten zeigt, die z.B. für „Such deine Ladestation“ oder „Tanz für mich“ stehen. Das interessante ist, dass sie nicht irgendwie wie Magnetkarten funktionieren sondern nur ein vermeintlich wirres Muster aufweisen, was der Hund dann als Code erkennt und auswertet. So ist die Ladestation auch nicht mit einem Peilungssystem ausgestattet sondern er findet sie wirklich nur durch ihre schwarz-weiße Musterung.

Durch seine Leuchtdioden am Kopf zeigt er seinen aktuellen „Status“ an

Schau mir in die LED, Kleines

Seine Leuchtdioden am Kopf verraten dem Herrchen sehr viele Dinge über seinen aktuellen Status. Wenn er z.B. böse ist, dann formen die Dioden ein rotes Dreieck. Wenn er traurig ist, dann erscheinen bläuliche Formen auf dem Kopf. Oder wenn er das letzte Sprach-Kommando verstanden hat, dann läuft ein grüner Pfeil von oben nach unten über das Display.

Auf diesem Bild kann man gut seine normalen „Augen“ sehen, die auch blinzeln – einfach süß!

AIBO kann man nicht mit Bildern oder Text wiedergeben. Man muss ihn erleben und sich wirklich eine Weile mit ihm beschäftigen. Leider wurde die Produktion des 2.500 EUR teuren Roboters nach fünf Jahren vor kurzem eingestellt und im Laden um die Ecke konnte man ihn auch vorher nicht kaufen.

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17 Antworten

  1. Avatar von matze
    matze

    willkommen im 21. jahrhundert!
    irgendwie niedlich, …
    ein bißchen angst macht es mir aber trotzdem.

  2. Avatar von Anke
    Anke

    Der einzige Roboterhund Cyberdog den ich aus Film & Fernsehen kenne, ist „Preston“ aus “ Wallace and Gromit: Unter Schafen“. Der hatte mit dem Laufen jedenfalls keine Probleme.

    Gehört der Aibo in deinem Artikel Dieter? Auf M5 gibt es auch 2 davon im Labor der Angewandten Informatik (und noch einige lustige Spielzeuge mehr), mit denen durfte ich schon mal herumbalgen. :-)

  3. Avatar von joen
    joen

    Ich bin ueber etwas gestolpert, dass auch Euer S60 oder J2ME-faehiges Handy dazu bringt, Muster per Kamera zu erkennen… siehe URL

  4. Avatar von Marc
    Marc

    @ Anke:
    Der AIBO im Blogeintrage gehört „Conny“. =)

    @Joen:
    Also mein Nokia 6230i kann das glaube ich nicht. =(

  5. Avatar von Jan
    Jan

    Aeh?
    Sowas studiert ihr? ;)

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