Irgendwo hatte ich diese Flaschen mit Kugelverschluss schon mal gesehen. Unsere Kinder wollten immer wieder diesen Kurzfilm auf YouTube zum Spiel Pikmin auf der Switch sehen. Dabei versuchen die kleinen Wesen eine Glaskugel aus einer Flasche zu bekommen. Da ich diese Flaschen vorher noch nie gesehen habe, bin ich auf die Suche nach dem Getränk gegangen. Der Name: Ramune (kaufen).

Der kleine Pikmin bestaunt die unerreichbare Glaskugel in der Flasche. (Video)

Aus dem Ruhrgebiet: Knickerwasser

Der Begriff Knickerwasser kommt aus dem Ruhrgebiet. Das ist eine Limonade mit Kohlensäure. Die Kugel aus Glas nennt man dort Knicker. Wenn ich das Wort laut sage, stirbt etwas in mir. Für mich ist das eine Murmel. Glücklicherweise gibt es noch ein cooleres Getränk mit demselben Verschluss. Und das kommt aus Japan.

Ramune: Süße Limonade aus Japan

Ramune (ra-mu-nej) gibt es im Gegensatz zu Knickerwasser (*schüttel*) immer noch zu kaufen. Allerdings muss es aus Japan importiert werden und ist entsprechend teuer. Ramune enthält keinen Alkohol. Die Limo ist gefühlt 10× so süß wie Cola und imitiert Geschmacksrichtungen wie Apfel. Eine andere Sorte davon schmeckte wie Sprite. Wer Red Bull als flüssige Gummibärchen bezeichnet und das nicht als lecker empfindet, wird an Ramune auch keine Freude haben. Ich finde es eisgekühlt sehr lecker. Aber eiskalt schmeckt auch alles.

Video: Die eingeschlossene Kugel in der Flasche.

Wieso ist die Kugel in der Flasche?

Der Kugelverschluss funktioniert nur bei Getränken mit Kohlensäure. Oben ist die Flasche offen. Jedoch ist die Öffnung oben kleiner als die Kugel und besitzt einen Dichtungsring aus Gummi. Wenn die Flasche geschlossen ist, sorgt der Druck der Kohlensäure dafür, dass die Glaskugel gegen den Ring gedrückt wird und verschließt so die Flasche.

Anleitung zum Öffnen der Ramune Flasche auf dem Etikett
Anleitung zum Öffnen der Ramune (kaufen) Flasche auf dem Etikett

Wie öffnet man eine Flasche mit Kugelverschluss?

Beim Öffnen des kohlensäurehaltigen Getränkes Ramune (kaufen) sollte man wie folgt vorgehen:

  1. Plastikfolie entfernen. Wie bei einer Sektflasche.
  2. Deckel lässt sich leicht abheben. Die Glaskugel wird sichtbar.
  3. Plastikteil mit Ring aus dem Deckel nehmen.
  4. Ring vom daraus entfernen und es wird zum T-Stück.
  5. Nun drückt man mit dem T-Stück die Kugel in die Flasche.
  6. Dabei drückt man mit der Handfläche auf die Flasche, um Spritzer zu vermeiden.

Den letzten Punkt sollte man wirklich beherzigen. Ich habe die erste Flasche nur mit einem Finger und dem T-Stück geöffnet. Danach durfte ich den Esstisch abwischen.

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2 Kommentare

  1. Ein sehr schönes Thema! Ich bin ein großer Fan von Ramune geworden, was wohl hauptsächlich an dem faszinierenden Kugelverschluss liegt. :) In Berlin bekommt man die Flaschen in einigen Restaurants, man muss aber schon etwas suchen.
    Spannend fand ich, dass der Kugelverschluss damals wohl Standard war (auch in DE) und irgendwann von Kronkorken und Bügelverschluss abgelöst wurde. Schade eigentlich, ich bin nämlich ein großer Fan von Ein-Material-Lösungen (in dem Fall Glas). Das Konzept ist auch generell viel spannender als der eines schnöden Kronkorkens, allerdings in der Produktion wohl leider zu umständlich.

    1. Hi Kim,

      schön von dir zu lesen! Aber damals gab es sicherlich auch den Gummiring oben drin, oder? Und ich finde die Lösung mit der Kugel maximal verrückt. Wie hat man das damals wohl hergestellt?

      Du hast auch recht mit dem Anreiz des Verschlusses: deswegen trinke ich das gerne. Ich würde gerne jeden Tag einfach eine Kugel oben in so eine Flasche drücken wollen!

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