Ich arbeite seit 1½ Jahren glücklich im Home-Office. Seitdem hat sich mein Laptop auf dem Schreibtisch zu einem vollwertigen Arbeitsplatz mit Monitor auf einem höhenverstellbarem Stehtisch gewandelt. Der Tisch ist bewusst klein gewählt, weil ich persönlich nichts außer einer Tastatur und Maus so wie etwas Platz für meine Kaffeetasse, Wasserglas und Mobiltelefone benötige.

Der vielleicht kleinste und günstigste verstellbare Stehtisch der Welt

Ich wollte immer schon ein Stehpult haben und bin mit dieser platzsparenden Variante eines Tisches (kaufen) sehr zufrieden. Durch das Stehen bewege ich mich viel mehr am Arbeitsplatz und ist ein schöner Kontrast zum permanenten Sitzen. Er ist nur 66 cm breit und knapp 60 cm tief. Er verfügt über verschiedene Ebenen für Monitor, Tastatur und Maus und etwas tiefer eine für den Laptop. Allerdings ist nur Stehen auch nicht gesund. Deswegen starte ich den Tag im Stehen und stelle nachmittags den Schreibtisch per Hand in die Sitzposition. Ja, manuell denn der Schreibtisch hat keinen Motor zum Verstellen der Höhe. Um ihn wieder tiefer zu stellen, löst man zwei große Schrauben und drückt ihn ganz nach oben, bis er mit einem befriedigendem „Klick“ antwortet. Dann kann man ihn langsam und sicher ganz nach unten auf normale Tischhöhe für einen Stuhl absenken.

Das Beste ist allerdings der Preis. Das ist nur möglich ohne den Motor. Zusätzlich ist er nicht so starr wie ein normaler Tisch: er wackelt beim Tippen leicht hin und her. Das wird bei mir leider durch den wackeligen Monitor verstärkt. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Der Zusammenbau war kinderleicht und bislang hat er keinerlei Ermüdungserscheinungen bei den beweglichen Teilen gezeigt.

Der Stehtisch (kaufen) ist nicht mal 70 cm breit.

Mikrofon und Lautsprecher statt Headset

Ich habe alles ausprobiert: AirPods, AirPods Pro (kaufen), ein professionelles Callcenter Headset von Plantronics (kaufen) und sogar das Headset von EPOS | Sennheiser. Am Ende des Tages taten mir die Ohrmuscheln weh und ich hatte das Gefühl, man hat mir ins Ohr geschrien. Meine Lösung ist ein gutes Nierenmikrofon für YouTuber. In meinem Fall ist es das USB Mikrofon Auna Mic-900B (kaufen). Das ist optimiert für Sprache und hört sich von allen von mir getesteten Lösungen am besten an. Als Lautsprecher verwende ich eine Noname USB Mini-Soundbar (kaufen). Die steht direkt unter dem Monitor. Dadurch habe ich das Gefühl, dass die Stimmen in Telkos aus dieser Richtung kommen.

Die günstige Noname Mini-Soundbar erfüllt zusammen mit dem Mikrofon ihren Zweck.
Die günstige Noname Mini-Soundbar (kaufen) erfüllt zusammen mit dem Mikrofon (kaufen) ihren Zweck.

Wenige Kabel zur Wand und nur eines zum MacBook

Nur ein Netzwerk und ein Stromkabel führen von der Wand zum Tisch. Das war mir wichtig, weil der Stehtisch auf Rollen steht. Die kann man lösen und ihn dann bequem hin und her schieben, wenn ich direkt aus dem Fenster schauen möchte. Auf dem Tisch steht eine kleine Kabelbox (kaufen) hinter dem Monitor. Darin befindet ein Mehrfachstecker für den Monitor, ein guter USB-C-Hub (kaufen) und alle Kabelreste, die sonst auf dem Schreibtisch rumfliegen würden. Vom MacBook Pro führt nur ein USB-C-Kabel zu dieser Box. Darüber wird HDMI-Signal, Ethernet, Mikrofon, Lautsprecher und Strom übertragen. Auf diesem Weg kann ich zügig den Laptop an- und abstecken.

Der Stehtisch (kaufen) in der Sitzposition ganz unten für den Nachmittag.
Der Stehtisch (kaufen) in der Sitzposition ganz unten für den Nachmittag.

Ein kleiner Schreibtisch ist optimal für mich

Ich frage mich immer, wozu manche Menschen riesige Schreibtische brauchen. Für mich ist diese Lösung für die aktuelle Situation genial. Das Gästezimmer wirkt durch den kleinen Schreibtisch nicht vollgestellt und ich bin durch die Rollen flexibel. Wenn ich mal etwas präsentieren möchte, stelle ich den Laptop an den Platz der Tastatur und habe so durch die beiden Ebenen einen zweiten Monitor für meine Notizen. Danke an Mo für den Tipp. Ich hoffe, ich kann mit diesem kleinen Tisch (kaufen) noch andere Menschen glücklicher im Home-Office machen.

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8 Kommentare

  1. Kommt bei uns leider nicht in Betracht. Aus irgendwelchen (Arbeitsschutz?) Gründen, muss der Schreibtisch bei uns mindestens 160×80 sein. Es kommt zwar keiner kontrollieren, aber das theoretische Recht dazu und dass man die Bedingungen erfüllt bestätigt jeder mit seiner Unterschrift.

    1. Auch im Home-Office? Und wenn man nix mehr mit Papier macht? Wo ist der Sinn?

    2. Frag ich mich auch. Ist bestimmt wieder so ein Vorgabe aus den 90er Jahren, wo noch Aktenordner, Röhrenbildschirm und Faxgerät seinen Platz finden mussten.

    3. Deswegen heißt es bei uns mobile Office bzw. Mobiles Arbeiten und nicht Home Office. Dann hast du andere Vorgaben. Bzw. Keine…
      Ich habe meinen alten Computertisch aus den 90ern als Schreibtisch. Der ist für mich perfekt.

  2. Unserer Erfahrung mit Stehtischen in der Firma nach, sollte das Gerät (PC Workstation etc.) immer mit fahren. Allzu oft führen die stetigen Bewegungen am Kabel zu kaputten Stecker, schlimmstenfall zu Lötstellenbruch im Gerät!

  3. Wichtig ist, daß Du bitte nicht länger als 20 Minuten am Stück stehst!
    Uns wurde in einer Ergonomie-Schulung gesagt, daß man dann automatisch von einem Bein aufs andere das Gewicht verlagert und quasi nach 20 Minuten immer nur auf einem Bein steht. Also Vorsicht! Nicht übertreiben mit dem Stehen, sondern immer zwischen Sitzen und Stehen wechseln.

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