Filmkörnung und das Ruckeln im Kino durch eine niedrige Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde nerven mich. Besonders wenn ich vorher ein 60 FPS Konsolenspiel gespielt habe, fällt mir das auf. Als besonders schlimm empfinde ich künstlich erzeugtes Filmgrain, dass erst in der Post-Produktion über das ursprünglich körnungsfreie Material gelegt wurde, um den Film filmischer aussehen zu lassen.Bei den HD-Filmen Black Swan und 300 kann man den Körnungseffekt sehr gut beobachten.

Inhaltsverzeichnis

Digitale vs. analoge Auflösung

Ursprünglich wird die typische Filmkörnung durch die chemische Auflösung des belichteten Filmmaterials hervorgerufen. Im Kino merkt man diesen Effekt eher selten, weil die visuelle Qualität von Heim-HD-Projektoren und guten Flachbildschirmen das Kino in Sachen Schärfe und Bildqualität eingeholt haben. Dort wird größtenteils immer noch technisch auf echte Filmstreifen gesetzt, die dann durch eine Mechanik vor einer Lichtquelle bewegt werden. Da ist Verschleiß und somit eine schlechtere Bildqualität vorprogrammiert. Diese Probleme hätten digitale Kameras und Abspielgeräte heute nicht mehr.

Kino flimmert mit 24 Bildern pro Sekunde

Diese historisch gewachsene Technik beschränkt auch gleichzeitig die Bildwiederholrate auf nur 24 Bilder pro Sekunde. Diese wird bei fast allen erhältlichen BluRay oder vergleichbaren Formaten beibehalten und landet dann auf unseren Flachbildschirmen die im schlimmsten Fall versuchen, diese wieder auf mehr Bilder pro Sekunde hochzurechnen. Das nennt sich dann 120hz-Technik oder MotionFlow.

Kinofilme ruckeln

Dass Kinofilme ruckeln ist mir aufgefallen, als ich damals meine erste DVD („The Beach“) in mein brandneues DVD-Laufwerk am Computer gelegt hatte. Da ich auf dem Monitor ausschließlich Spiele gesehen hatte, wurde mir der Unterschied erst bewusst. Bei Spielen wird bei 25 Bildern schon nicht mehr von einem flüssigen Bildaufbau gesprochen.

Mehr Bilder sorgen nicht nur für ein plastisches Bild sondern auch für ein stärkeres Gefühl der Immersion und Kontrolle bezüglich der Geschehnisse auf dem Bildschirm. Deswegen bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die Filmemacher schon damals gerne mehr Bilder und eine höhere Bildrate eingesetzt hätten aber es technisch einfach nicht möglich gewesen ist.

24 FPS vs. 60 FPS

Die folgenden Beispiele zeigen mit Hilfe von HTML5 zuerst eine Bewegung mit 24 Bildern und dann mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Video benötigen zwingend einen HTML5-fähigen Browser da Flash nicht zuverlässig in der Lage ist, 60FPS darzustellen. Wegen dem Kommentar von Frank Thomas habe ich das Video noch mal mit Bewegungsunschärfe in After Effects rausgerendert und die Bälle dieses Mal auch direkt übereinander platziert.

In dem folgenden Video Balls 24 fps vs 60 fps sieht man den Unterschied sehr deutlich.

Digital ist besser

Aus diesem Grund bin ich dafür, beim Film vollständig auf den Einsatz von echtem Film wie 35mm zu verzichten und mit mindestens 60 Bildern pro Sekunde aufzunehmen, damit wir diese visuellen Unzulänglichkeiten nicht mehr am Fernseher ausgleichen oder hinnehmen müssen. Das dies nicht „kühl“ oder weniger nach Film aussehen muss, zeigen positive Beispiele sind The Social Network und District 9, die auf einer digitalen 4k-Kamera gedreht wurden. Jetzt muss nur noch die Bildwiederholrate angehoben werden.

Ein sehr gutes Beispiel ist auch The Dark Knight. Der Film wirkt auf BluRay sehr klar und scharf und kommt ohne Körnung aus – Stilmittel hin oder her. Gerade wenn es keine chemische Filmkörnung mehr ist sondern nachträglich digital auf den Film gelegt wurde, dann sieht digitale Körnung meiner Meinung nach richtig schlimm aus. Man baut Webseiten ja auch nicht linear und fügt links und rechts Blätteranimationen ein. Ich hoffe, dass sich die Filmtechnik langsam auch auf das Jahr 2012 vorbereitet – und nicht nur Filme so benennt.

Peter Jackson to the rescue

Wie Max in den Kommentaren festgestellt hat, bin ich mit diesen Ansichten nicht alleine. Peter Jackson, Regisseur von Lord of the Rings und Braindead produziert The Hobbit mit 48 Bildern pro Sekunde. Die Fachpresse argumentiert interessanterweise mit den selben Argumenten gegen die neue Technologie wie hier in den Kommentaren: »zu akkurat, zu klar«. Die traumähnliche Ästhetik bliebe auf der Strecke.

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159 Kommentare

  1. Teilweise schrecklich dämlicher Artikel, hier ein paar allgemeine Anmerkungen.

    1.) Black Swan wurde auf 16mm mit 500T-Material gedreht, dann in 2k gescannt und zum Schluss auf 35mm aufgeblasen, damits im Kino laufen kann. Alles, was du an Gain siehst dürfte wohl genau aus dieser technischen Konstellation entstanden sein.

    2.)Gain oder in diesem Fall besser als Filmkorn zu bezeichnen ist ein Stilmittel, welches u.a. dazu genutzt wird, um die Rohheit gewisser Szene zu illustrieren.

    3.)Digital = Gain-frei ist eine total falsche Annahme. Bei schlechten Lichtverhältnissen fangen digitale Kinokameras gerne das Rauschen an, vor allem in Schwarztönen sieht man das dann sehr schnell, da Schwarz kein Schwarz mehr ist. In der Post ist das alles, so wie bei 35MM auch, durchaus fixbar. Bleibt halt nur die Kostenfrage.

    4.) 35MM hat immer noch seine Vorteile geg. digitaler Aufnahmeprozesse. Zum einen hat ein Filmnegativ von Haus aus eine logarithmische, für das Auge natürlichere Gamma-Kurve, während digitale Sensoren diese nur simulieren können, im Endeffekt aber eine lineare Gammakurzve umrechnen müssen. Zum anderen hat 35MM einen immer noch besseren Blendenumfang. Aktuelles Material kommt gut auf 15+ Blenden, während die aktuell beste digitale Kinokamera auf 12 bis 13 Blenden kommt.

    5.) 24p ist veraltet, ja, 48p ist aktuell das, was in Hollywood gerade von Peter Jackson und James Cameron angedacht wird. Es ist aufwändiger und teurer und somit nicht bei jeder Produktion leistbar, weswegen uns 24p wohl noch eine ganze Zeit erhalten bleibt.

    1. 1.) Wie oben erwähnt enthält Black Swan ja digital nachbearbeitete Szenen. Deswegen MUSS das Filmkorn nachträglich dazu gegeben worden sein.

      2.) Mag sein. Sieht trotzdem scheisse aus auf einem LCD.

      3.) Absolut. Aber das sieht anders aus und gilt es zu vermeiden. Guck dir mal Odyssey 2001 an. Das ist auf Film gedreht und sieht besser aus als viele digital gedrehte Filme

      4.) Auch richtig. Ich habe mich ja auch korrigiert hier im Artikel. Ich will kein künstliches Grain auf meinem LCD sehen. Punkt. Das sieht einfach „falsch“ aus. Egal wie entstanden ist.

      5.) Das freut mich sehr und ist ein erster Schritt.

    2. Hmm…Fachlich nicht ganz richtig. Erstmal heißt es Grain und nicht Gain (handelt sich ja ums Korn und nicht um die Verstärkung) Zweitens schafft kein Farbnegativfilm 15 Blenden. Keine Ahnung, wo du den Wert her hast, aber es sind knapp 10 Blenden. Der Unterschied ist, dass die meisten digitalen Systeme linear quantisieren, während bei analogem Film die Dichte in den Lichtern und Schatten komprimiert wird. Soll heißen: Schatten laufen nicht komplett schwarz zu und Lichter fressen nicht sofort weiß aus. Das macht viel wett. Also ich bin ja Fan von Filmkorn, weils den Film nicht so steril macht und der Film irgendwie ‚lebt‘. Aber Marc, du bist halt Zocker. Dein visuell-ästhetisches Empfinden ist auf 60fps-HDR-Synthie Grafik geeicht.

      24 oder 60fps machen übrigens für das Auge keinen Unterschied, weil das Auge im Scharfbereich nur etwa 18fps mitmacht (an den Rändern sehen wir mehr fps, dafür aber total unscharf). Was deiner kleinen Animation aber fehlt ist die Bewegungsunschärfe. Wäre die da würden auch 24fps reichen. Im Prinzip machen deine 60fps nix anderes. Es ist quasi ein Supersampling. Das Auge verwischt es dann für dich.

      Meine 2ct ;)

    3. Hi Frank!

      Also bei dem Grain/Gain-Fehler hat er sich sicherlich einfach vertan. Zu den 18fps: ich habe extra das Motion Blur rausgelassen. Ich sehe aber persönlich den Unterschied zwischen 20,30 und 40 und 60 FPS. Jede Wette. Das Video von mir auf einem iOS Gerät (Hardware beschleunigt) sollte aber jedem den Unterschied zeigen. Bis jetzt hat die 24 FPS jeder als ruckelig wahrgenommen.

    4. Bei mir ruckeln die 24fps doch auch. Aber nicht wegen der geringen Bildwiederholrate, sondern wegen der fehlenden Bewegungsunschärfe.

    5. Daran liegt zumindest bei meiner Wahrnehmung nicht Auch mit motion blur ist das ruckeln genau so wahrnehmbar. Es wird so nur noch deutlicher.

      Sonst würden Computerspiele, die i.d.R auf der Konsole zumindest alle Motion Blur haben, bei 24 oder gar 18 Bildern mit Motion Blur ja plötzlich nicht mehr ruckeln – was sie aber tun. Man sieht dann eben leicht geblurte Bilder über den Bildschirm ruckeln. Ich kann aber wenn ich Zeit habe gerne noch mal das ganze mit und ohne MB rausrechnen. Ich sehe da kaum eine Besserung.

    6. Du kannst das nicht vergleichen Marc. Übrigens ist es durchaus möglich dass der Image Prozessor auch mal überlastet ist. Habe ich zumindest das Gefühl. Ich kann mir nicht vorstellen, dass George Lucas Ruckler im Finish der BR Version durchgehen liess. Ich habe aber bei der BR bei der PS3 Slim ein paar mal wahrnehmbare Ruckler bei schnellen Szenen bemerkt. Aber Spiele und Filme kann man aus verschiedensten Gründen nicht wirklich vergleichen.

    7. Wie oben im Artikel gesagt: Mein Sony TV hat netterweise die Funktion alles auf gefühlte 60 FPS hoch zu rechnen. Ohne das kann ich mir die 24 FPS nicht mehr antun. Ich nehme nämlich im Kino und auf TVs ohne eingeschaltete Motion Compensation das Bild IMMER als ruckelig wahr. Aber das bin ja dann wohl nur ich.

    8. Bist du dir sicher, dass 24 Frames bei dir auf 60 Frames hochgerechnet werden? Wenn ja, dann wird das Bild erst recht ruckeln, denn 60 ist durch 24 nicht wirklich teilbar. Etwas anderes wäre es, wenn dein Fernseher den Film auf 48 frames hochrechnet (dann wird einfach jedes Bild doppelt angezeigt) oder auf 120 frames (dann wird jedes Bild 5 mal wiederholt). Aber 60 frames ist ein echtes Problem, da ein Teil der Bilder doppelt und ein anderer Teil dreifach angezeigt werden muss um auf die 60 frames zu kommen. DAS nimmt man definitiv als ruckeln war. Nicht umsonst haben aktuelle Fernseher einen 24p Mode (oder rechnen auf 120 hoch) um genau dieses Problem zu unterbinden. Das ganze Problem trifft nur auf Blurays zu. Bei DVDs haben die Filme nämlich 25 frames (der Film wird da einfach schneller abgespielt) und das hochrechnen gestaltet wesentlich einfacher, da jeder Fernseher auch einen 50 Hz Modus hat und somit jedes Bild doppelt angezeigt werden kann.

      Aber Bluray auf 60 frames hochrechnen ist immer problematisch.

    9. Ich schrieb: „gefühlte 60 FPS“. Es ist ein aktueller Sony Bravia 55 Zoll Fernseher. Das Bild sieht bei der Technik jedenfalls butterweich aus. Die Technik von Sony hat meiner Meinung auch die beste Engine dafür die fehlenden Bilder zu errechnen. Leider ist eine hohe Latenz das Resultat, die man mit einem AVR ausgleichen muss.

    10. Hi Frank,

      extra für dich habe ich oben ein weiteres Video mit aktiviertem Motion Blur in AE hochgeladen.

    11. ich weiß nicht ob man mit künstlichem Motion Blur das selbe Ergebnis erzählt wie bei natürlichem Motion Blur. Bei Filmen ist es „natürlich“, da die einzelnen Bilder in Bewegung aufgenommen werden und deshalb automatisch ein Verwischeffekt entsteht.
      Bei Computergrafik ist es anders. Da ist jedes einzelne Bild ein Standbild, es entsteht keine Verwischeffekt. Das macht das Bild schärfer, aber dafür ruckelt es bei zuwenig Frames, meist bei PC Spielen ist das der Fall.

      Ob man mit dem künstlich erzeugten Motion Blur die gleiche Bewegungsunschärfe erzielt wie bei Filmen, ist fraglich. Denn ein solches ruckeln wie in dem Videovergleich ist mir bei Filmen noch nie aufgefallen.

    12. Dann achte mal im Kino auf Schwenks. Du wirst dich wundern. Hier hast du zudem den direkten Vergleich.

    13. Man kann gutes künstliches MotionBlur erzeugen, allerdings nicht durch ein einfaches einschalten in AfterEffects.

      @Marc: das MotionBlur in deinem Beispiel geht in beide Richtungen. In der Realität wäre es natürlich nur auf einer Seite vom Ball sichtbar.
      Und, noch dazu kommt, dass ein Ball in einer gleichmäßigen Bewegung von links nach rechts und wieder zurück rollt. Eigentlich müsste man das ganze hier mit Filmmaterial aus einem Realfilm testen. Denn was sagt so ein klinischer Computergeneriert Ball schon aus, wenn wir über Realfilm reden?

    14. Also wenn ich einen Film mit schneller Bewegung anhalte, dann sieht das genau so aus wie das, was AE da macht.

      Haltet einfach die Hand vor den 60FPS Ball für ca. 4 Sekunden. Der 24FPS Ball wirkt plötzlich flüssig. ;)

    15. So, wegen euch habe ich das Video _noch mal_ neu rausgerendert. Diesmal zeige ich zuerst nur eine Version und dann die andere, damit sich das Auge dran gewöhnen kann. Und klar, man nimmt 24 FPS als flüssig war – nur eben im Kontrast zu 60 FPS wirkt es ruckelig. Ich sehe aber immer den Unterschied, weil ich in meinem Leben einfach mehr Videospiele als Filme gesehen habe.

    16. Ich sehe den Unterschied ja auch deutlich, auch jetzt noch. Aber in einem Film ist es dennoch noch einmal etwas anderes. Denn da fällt es mir so deutlich nicht auf.

    17. Deswegen habe ich das Video nun auch anders aufgebaut. Ich behaupte: Wenn Du daneben den selben Film in 60FPS sehen würdest, dann siehst Du einen Unterschied. Wenn man die ganze Zeit nur 24 FPS sieht und keinen Vergleich hat in einem abgedunkelten Raum, dann nimmt man das auch nicht als störend war.

  2. bei dark night finde ich das bild perfekt, was ich bei district 9 oder avatar nicht sagen kann. bei 24p wiedergabe muss man auch ein monitor oder tv haben der das unterstütz.

    1. Ja, das habe ich natürlich auch. Aber 24FPS bleiben eben nur 24 Bilder pro Sekunde – was mir persönlich viel zu wenig ist. Besonders wenn man gerade vorher Spiele auf der XBOX gespielt hat, bei denen sogar die als Film abgelegten Zwischensequenzen in 60FPS produziert worden sind.

      24 FPS gehören ins Museum und nicht mehr auf unsere LCD und Plasmabildschirme.

  3. Die ersten 10. Min Aufführung von der Hobbit in 48. Fps hat bereits erste ( überwiegend Negative) Reaktionen hervorgerufen.

    1. Das sollen auch mal nicht irgendwelche verdorbenen Filmfreaks entscheiden sondern die Generation „Videospiele“. Für mich wirken die 200hz bzw Motionflow bei meinem Sony einfach realistischer und klarer.

      Dadurch sehe „Der Hobbit“ derzeit nicht aus wie ein Kinofilm.

      Das ist super und lässt mich hoffen. Denn natürlich sehen die Filme dann nicht mehr aus wie Kinofilme. Ist doch super, wenn wir diese alte Technologiebeschränkung hinter uns lassen.

    2. Eigentlich ist es mir sowieso Egal, ich fand schon Herr der Ringe langweilig :P

      Aber ich bin ein bisschen im Zwiespalt im Bezug auf die Technik. Einerseits Begrüße ich 48fps natürlich, weil: Schärferes und flüssigeres Bild, schönere Effekte etc.

      Aber wenn ich in einen Spielfilm gehe, dann will ich auch das er so wirkt: wie ein Spielfilm, und bitte nicht wie eine ABC Nachmittags Doku. Und wenn ich mir so die Reaktionen ansehe, dann bin ich definitiv nicht der einzige. Auch wenn diese nur von „verdorbenen Filmfreaks“ kamen.

      Aber der Film steckt ja ohnehin noch in der Produktion.

      Ich für meinen Teil warte lieber bis James Cameron einen vernünftigen Film in 60fps dreht.

    3. Ich finde Herr der Ringe auch langweilig. Mir geht es nur um die Technik. Und natürlich sind die Filmfreaks, die dort erwähnt wurden, vom Film verdorben. Wer sagt, was wie ein „Film“ aussieht? Wenn Filme demnächst in 3D und real aussehen, dass sind das die neuen Filme. Es ist doch ganz normal, dass sich ein Medium weiterentwickelt. Und beim Film wurde es langsam mal Zeit. 60FPS wären natürlich noch besser.

    4. Noch mehr Feedback bei den Fünf Filmfreunden

      The 48fps footage I saw looked terrible. It looked completely non-cinematic. The sets looked like sets. I’ve been on sets of movies on the scale of The Hobbit, and sets don’t even look like sets when you’re on them live… but these looked like sets.
      The other comparison I kept coming to, as I was watching the footage, was that it all looked like behind the scenes video. The magical illusion of cinema is stripped away completely.”

      Endlich wird den Leuten klar, dass auch die Filmemacher nicht unbedingt Bock auf diesen unrealistischen Ruckellook haben.

  4. Peter Jackson zu der negativen Reaktion

    Meine Befürchtung ist nur das der Film, wie von vielen beschrieben, „billig“ wirkt durch 48fps.

    Aber wie gesagt: es waren nur 10 Minuten, der Film steckt noch in der (Post-)Produktion und spätestens auf James Cameron’s Filmtechnik ist immer Verlass.

    1. Danke für den Link!

      Doch wer einen HD-Fernseher und Blu-Ray-Player besitzt weiß, dass ein zu klares Bild auch schaden kann

      Hier hätte ich fast nicht weitergelesen. Er selbst sagt dann ja später:

      Zu postulieren, dass wir bei dem bleiben sollten, was wir kennen [24 fps], ist meiner Meinung nach ein etwas engstirniger Blick auf die Dinge, wenn wir als Industrie einem zurückgehenden Publikumsandrang gegenüberstehen.

      Es ist schon komisch, dass die selbsternannten „Cineasten“ schon wegrennen, bevor sie es überhaupt gesehen habe aber jemand, der das Genre „Kinofilm“ zu dem gemacht hat, was es ist, hat den Mut mal etwas Neues auszuprobieren. Ich bin nach wie vor gespannt. Schaden kann es in meinen Augen auf keinen Fall.

  5. Also ich stehe dem 48 oder 60p Format im Kino skeptisch gegenüber.
    Ich bin zwar auch ruckelempfindlich, jedoch ist mir das dennoch lieber als wenn ein Film wie eine Bühnenproduktion wirkt. Ich habe mir mal eine DVD angesehen, der film war eher Low Budget.
    Ich habe mich lang gefragt was an dem sonst garnicht schlechten Film nicht stimmt.
    Dann war es klar. Der Film lief im Videoformat und damit mit 50Bildern pro Sekunde.
    Durch die klaren Bewegungen fällt eben viel stärker auf das alles gestellt ist und das Kulissen nicht echt sind. Gerade Kampfszenen sehen im flüssigen Bildablauf total albern aus, wie von einer Schauspielleientruppe aufgeführt.
    Das zu kaschieren wird wohl noch mehr unnötige schnelle Schnitte und Wackelkameraeinstellungen hervorrufen.
    Ich war auch mal auf dem Trip das ich unbedingt eine Motion Interpolation im TV bräuchte, bis ich mir das einmal angesehen habe. Mal abgesehen vom grausigen Soap Effect, bei dem ich mich wirklich frage wie man sich sowas freiwillig antun kann, geht die Filmatmosphäre wirklich komplett verloren.
    Ich sehe auch nicht wirklich einen Sinn darin das Format umzustellen.
    Zu Röhrenzeiten hat sich niemand über Ruckeln beklagt. ES war Standart man hat garnicht darauf geachtet.
    In Foren gehört es ja zum guten Ton, über ruckeln zu klagen, bedingt durch das Pulldown ruckeln und auch wenn das längst als abgehakt erklärt werden kann, sind einige Nutzer darauf geeicht, ruckeln zu suchen und finden es eben entsprechend auch vor und meinen dann meine Röhre hat sowas nicht gemacht.
    Wenn man sie dann darauf hinwies, sie sollten ihre Röhre nochmal aufstellen mußten sie zugeben, das es doch ruckelt, aber es ist nie aufgefallen.
    So wird die Ruckelproblematik doch etwas hochgekocht, ausgelöst, durch die Nicht 24p Fähigkeit der ersten HD TV und Blu ray player.
    Wäre das nahtlos mit 24p Funktion eingeführt worden, hätte es diese Ruckeldiskusionen nie in dem Ausmaß gegeben und viele die heute das Ruckeln sehen, hätte das nie interessiert.
    Fakt ist das eine allzu realistische Darstellung schonungslos jede Schwäche eines Filmes aufdeckt, man stelle sich nur Bud Spencer und Terence Hills Faustkämpfe auf einer Bühne vor, oder mit einer Videokamera als Making of gedreht, da sieht sowas einfach total albern aus, weil man sofort erkennt, das das alles nur Klamauk ist und diese Auffälligkeit geht im 24p Format eben unter.
    Also ich brauche kein 48p und nein ich bin kein alteingeschworener Cineast

    1. Oder es wird einfach ein Blur Effekt herein gerechnet, der dann evt. so übertrieben ausfällt wie bei der verkorksten Anfangssequenz vom ersten Herr der Ringe Filme.

    2. Fakt ist das eine allzu realistische Darstellung schonungslos jede Schwäche eines Filmes aufdeckt, man stelle sich nur Bud Spencer und Terence Hills Faustkämpfe auf einer Bühne vor, oder mit einer Videokamera als Making of gedreht, da sieht sowas einfach total albern aus, weil man sofort erkennt, das das alles nur Klamauk ist und diese Auffälligkeit geht im 24p Format eben unter.

      Sehe ich halt anders. Dann müssen die Kulissen besser und die Schauspieler glaubhafter werden. Ich mag den Look von digital gedrehtem Kino und empfinde Filmmaterial einfach als viel zu retro. Wieso nicht die Technologie nutzen, wenn man sie schon zur Verfügung stehen hat?

    3. Irgendwie machst du dich unglaubwürdig und sogar ein wenig lächerlich. Bei Filmen kann dir die Technik nicht gut genug sein. Bei Spielen reicht dir alte Konsolengrafik mit niedriger Auflösung und Matschtexturen, ohne Antialaising und anderen Effekten plötzlich völlig aus.

    4. Wird sich im Jahre 2013 mit der neuen XBOX und PlayStation schlagartig ändern. In der Zeit spiele ich gerne Skyrim auf meiner vorhandenen XBOX360 und erfreue mich an dem (zeit-)exklusiven Inhalten. Für die paar Monate kaufe ich mir keinen PC um wieder ins Treiberchaos und Land der Inkompatibilitäten abzusteigen. ;-)

    5. Treiberchaos und Land der Inkompatibilitäten

      Die Anno 2012 so selten vorkommen, dass sie kaum ins Gewicht fallen.

      Es ist immerhin noch mehr als 1 Jahr, bis die neuen Konsolen kommen (wahrscheinlich Weihnachten 2013). Ausserdem besteht das „Gafikproblem“ der Konoslen ja nicht erst seit gestern, eher schon seit 2-3 Jahren oder länger.

    6. Mhh, Red Dead Redemption,Gears 3 und Skyrim sehen immer noch unglaublich gut aus. Dafür hole ich mir keinen PC. Sorry.

      So, ab jetzt geht es hier weiter mit dem Thema PC oder Konsole.

      EDIT: Alle Kommentare, die nicht zum Thema gehören, werden hier gelöscht.

    7. Doch, stört mich absolut auch bei Spielen. Ich spiele auch lieber 60FPS Spiele. 30 FPS müssen es pro Sekunde mindestens sein. Beim Spielen kommt noch der Aspekt der konstanten Leistung hinzu. Ein Spiel darf gerne 30 FPS pro Sekunde haben aber die dann bitte auch ohne Einbrüche. Skyrim, RDR, Halo usw. haben diese 30FPS (fast) ohne Einbrüche. Bioshock, viele Arcade-Games und die meisten Rennspiele haben 60FPS. Jedenfalls auf den Konsolen.

    8. Hach dieses hin und her ist sehr lustig zu lesen. Hauptsache 360 und OSX sind Gott, der Rest ist scheiße….aber egal.

      Vor nicht allzu langer Zeit gab es doch mal einen Trailer für Auserwählte zum neuen Herr der Ringe zu sehen. Eben mit der hohen Framrate. Die Resonanz war je eher verhalten, ich würde mir da aber gern selber mal ein Bild von machen. Gibts sowas irgendwo in guter Qualität im Netz zu sehen? Oder irgendeine Alternative um sich mal ein Bild vom bewegten Bild zu machen?

    9. Hach dieses hin und her ist sehr lustig zu lesen. Hauptsache 360 und OSX sind Gott, der Rest ist scheiße….aber egal.

      Gut erkannt. Ist meine persönliche Erfahrung und die tue ich gerne hier kund. ;-)

      Zum Trailer: Leider habe ich auch nichts gefunden weil YouTube und Co nicht mehr als 30FPS in ihren Video-Encodern unterstützen.

    10. Schade, ich hätte mir gern mal angeschaut warum viele so aufgebracht deswegen sind, weil es halt so „billig“ wirkt.

    11. Habe mir das Video angeschaut mit dem VLC. Entweder hat der Probleme mit 48 FPS Material (was ich mir nicht vorstellen kann) oder gewisse Szenen wirken wirklich wie als ob sie zu schnell abgespielt würden. Anderseits wirken schnelle Szenen viel flüssiger, was mir gefällt. Ich denke sobald die Filmemacher gelernt haben damit um zu gehen, dürfte das Resultat auch stimmen und dann ist es eine Bereicherung. Jedenfalls sind neue Trends wie 21:9 TVs, 48 bis 60 FPS und 4K etc. viel mehr eine Bereicherung als das dumme 3D Gedöns.

    12. Das mit dem „zu schnell abspielen“ sagen auch viele Leute, die MotionFlow von SonyTVs zum ersten Mal sehen. Natürlich ist der Effekt bei dem verlinkten Trailer noch besser, weil er nicht interpolieren muss. Aber grundsätzlich hat man den enormen Vorteil, dass alles sehr flüssig abläuft und man gerade bei Schwenks kein Ruckel wahrnimmt. Ich kann auch die Kritik verstehen, dass alles so nach Theaterkulissen aussieht. Der Punkt ist: Genau das ist es ja auch. Nur sieht man es jetzt zum ersten Mal, wie schlecht eigentlich die Kulissen sind. Dafür sieht es unglaublich plastisch und real aus. Finde ich super.

    13. Ich kann auch die Kritik verstehen, dass alles so nach Theaterkulissen aussieht. Der Punkt ist: Genau das ist es ja auch. Nur sieht man es jetzt zum ersten Mal, wie schlecht eigentlich die Kulissen sind.

      Aber will man das wirlich, bei einem Hollywoodfilm sehen? Zwar sollte jeder wissen, dass es Kulisse ist, aber es muss und sollte doch deshalb nicht im Film danach aussehen. Manche Kulissen kann man sicher qualitativ verbessern, so dass sie echter Aussehen. Ob sie dann aber auch wirklich natürlich aussehen wage ich zumindest zu bezweifeln. Es sind halt trotzdem Kulissen. Daher sollte man von Film zu Film entscheiden, ob es sinnvoll ist und nicht pauschal sagen, dass ab Zeitpunkt x, jeder Film in 48p laufen muss.

      Wo ich mir die 48p oder gar 60p Technik durchaus vorstellen kann, ist in Dokumentationen, wo es wirklich hauptsächlich um Naturaufnahmen geht. Ausserdem sollte es kein Problem bei komplett Computeranimierten Filmen sein.

    14. Ihr macht Euch alle viel zu große Sorgen, neben dem Zielpublikum wird auch ein Peter Jackson nicht wollen, dass ein Fantasy-Film wie Der Hobbit stark nach „Kulisse“ aussieht. Die Postproduktion wird schon richten, was ein „umgewandelter“ Trailer sicherlich nicht zeigen kann. Ein Urteil wird man sich daher erst nach einem Kinobesuch bilden können.

    15. Gut das mit den Kulissen ist immer so ein Thema. Wir sind uns künstlich erstellte Bilder immer mehr gewohnt und lassen uns auch nicht mehr so einfach täuschen. Aber kehrt um kann ich auch problemlos Klassiker schauen wie die Zeitmaschine aus den 70er Jahren oder Logans Run, die in Sachen schauspielerischen Leistungen um Welten besser sind als ihre Remakes. Etwas was mir eh aufgefallen ist, dass die schauspielerischen Leistungen seit CGI nachgelassen haben. Es gibt immer Ausnahmen, aber ich spreche vom Durchschnitt.

    16. Danke für das Video.
      Ich für meinen Teil fand es beim ersten schauen auch etwas ungewohnt und so nahm auch ich das „schnelle“ abspielen wahr. Nach dem zweiten oder dritten Run hat man sich aber daran gewöhnt und somit hat man nicht mehr das Gefühl alles würde an einem vorbei rasen. Abseits der Geschwindigkeit konnte man aber nur erahnen ob das nun billig wirkt oder nicht, mehr ließ die Qualität nicht wirklich zu.

      Grundsätzlich ist es tatsächlich ein anderes Gefühl beim schauen, aber auch daran dürfte man sich gewöhnen und kann dann die höhere Framerate begrüßen. Außerdem werden die Studios schon dafür sorgen dass die Filme nicht billiger wirken, sondern mit der Framerate eine qualitative Verbesserung einhergeht, so wie Mario es bereits zur Ansprache brachte. Zumindest wenn es um große Hollywood Produktionen geht. Nun wir werden es merken, wohl nicht zuletzt auch an der Kinokasse, wenn man einen 48FPS Aufschlag zahlt und die 48FPS Blu-Rays ein extra Regal, mit speziellen Preisen bekommen. Business as usual eben^^

      Apropos Film, die neue Fledermaus ist gut, aber der zweite war besser.
      Und das die MGs am Motorad sind immer noch der Lacher des Films^^

    17. Die Entwicklung muss weiter gehen. Heute kosten ja BR bereits nur noch das was vor paar Jahren DVDs gekostet haben. Die 3D Filme findet man bereits im Ausverkauf und wird wohl nicht mehr lange geben (so wie UMD Filme für die PSP damals). Sony ist eigentlich noch die letzte Bastion die an 3D festhält. Ich weiss nicht ob sie die Filme mit mehr FPS teurer verkaufen können. Ausser Film- und Technikfreaks wie wir, wird das niemand honorieren. Und vermute deshalb dass nur mit dem neuen UltraHD Standard (der auch mehr FPS vorsieht) stillschweigend auf mehr FPS umgestiegen wird. Die bestehenden Formate werden kaum in den Genuss kommen, zumal standalone BR Player wahrscheinlich nicht mehr als 24 FPS können. Die PS3 würde das ganze als einziger BR Player wirklich nutzen können (Firmware Upgrade und gut ist). Die Mehrheit der Kunden akzeptieren keine Preiserhöhung und warten bis neue Technologien zum Preis des alten erhältlich wird. Schon die Aufpreise für 3D an der Kinokasse kommt bei den Kunden nicht wirklich gut an und dürfte mitunter ein Grund für das Scheitern sein.

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