Zum letzten Mal: Warum XHTML?


Eike hat vor ein paar Wochen dieselbe Frage in seinem Blog gestellt, aber keine echte Antwort erhalten. Mir passiert es wirklich oft, dass ich Leuten von CSS2, XHTML und »tableless design« erzähle und dann die Rückfrage kommt, warum man das alles nicht auch mit HTML 4.01 erzielen kann.

Mhh, tja warum denn nicht? Es geht doch. Ich bin mittlerweile auch ein großer Verfechter vom gut strukturiertem Markup und ein noch größerer Freund von der Gestaltung von Webseiten ohne Tabellen außer in ihrer ursprünglichen Bedeutung für echte tabellarische Daten wie Stundenpläne.

Natürlich gibt es die üblichen Techniken wie:

  • Trennung von Inhalt und Layout durch CSS.
  • Google mag uns, wenn wir das machen.
  • h1/h2/h3-Tags als Outline nutzen.
  • dd/dt/dl benutzen wenn es Sinn macht.
  • a-Tags mit title-parameter versehen.
  • Generell validen Code schreiben.

Aber das alles geht auch mit HTML 4.01 oder irre ich mich da? Ich will die ganze Sache ja um Gottes Willen nicht anzweifeln aber gibt es nicht einen einfachen Grund für XHTML? Auch selfhtml und w3schools.com bringen kein Licht ins Dunkle. Na, jemand eine Idee?


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Kommentare

8 Antworten zu „Zum letzten Mal: Warum XHTML?“

  1. Avatar von ben_
    ben_

    Dann muss ich wohl mal den Dozenten raushängen lassen.. ;]

    Der wesentliche unterschied zwischen HTML und XHTML ist das X, das ja bekanntlich für XML steht. Anders als HTML ist XHTML eine XML Auszeichnungssprache. HTML hingegen ist eine SGML Auszeichnungssprache. Beides SGML und XML sind Metasprache zur Definition von Auszeichnungssprachen. Metasprachen sind gut, weil man auf Grund der Konstruktion von Metasprache Werkzeuge Entwickeln kann, die alle Sprachen die in dieser Metasprache definiert werden bearbeiten kann. Solche Werzeuge können sein:
    Editoren (Emacs, XMLSpy, XMetal, Eclipse etc.)
    Programmiertools (In PHP bspw: simpleXML und DOM ausserdem XSLT)
    flankierende Standards (XPATH, Xlink, Xpointer)
    Präsentationssprachen (XSLFO)

    Wie man schon sehen kann beziehen sich fast alle genannten Technologien auf XML, was auch schon der Grund ist warum XHTML besser ist als HTML: XHTML ist XML und kann deshalb besser erstellt, gewartet und vor allem weiterverarbeitet werden. Nachhaltigkeit ist hier das Argument.

    Es war mir eine Freude

  2. Avatar von ben_
    ben_

    P.S.: Wer bei den ganzen X-Irgendwassen die ich da oben aufgzählte habe , keine Ahnung hat, was das ist, sollte sich merken, dass XML selbst pipich und einfach ist, dass aber die Konsequenzen, die sich aber aus XML ergeben (XSLT, Xquery, XPath, Xpointer, XLink, XSLFO) ein ganzen Universum der Informationsverarbeitung aufspannen. In diesem Sinne tut jeder, der auch in 5 Jahren noch mit dem Web Geld verdienen will gut daran, Kosmonaut in diesem Universum zu werden.

  3. Avatar von ben_
    ben_

    Der weise weise Anne van Kesteren weiß einiges über Markup zu erzählen.

    Nicht verwirren lassen! Das ist wie mit Typographie: die Regeln du erst brechen darfst, wenn ein Meister du geworden bist.

  4. Avatar von Marc
    Marc

    Danke benny, dass du dir die Zeit genommen hast. =) Also auf ner Party mit einem Glas Jack Daniels in der Hand ist der Keyphrase: Zukunftssicherheit durch XML?

  5. Avatar von Philipp Anders
    Philipp Anders

    jacki dee … ich bitte um neuzeitliche Ausprache!

    Übrigens ich bin auhc pro „X“html :-)

  6. Avatar von ben_
    ben_

    So siehts aus.

  7. Avatar von beza1e1
    beza1e1

    Ich hab den Eintrag grad durch Google gefunden. Vielleicht hilft einem anderen Googler, was ich zu Warum XHTML geschrieben habe.

    1. Avatar von Marc
      Marc

      Leider hat sich das mit „Ist echtes XML“ nicht bewahrheitet. HTML ist einfach kein XML – auch wenn X dranschreibt. Der aktuelle Stand ist ja nun auch, dass HTML5 sich durchgesetzt hat. Und das ist wieder weit abgerückt von XHTML.

      Die Idee von XHTML ist also leider, leider tot. RDFa und Microformats sind wohl an die Stelle der Grundidee gerückt. Oder sehe ich das falsch?

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