Was passiert, nachdem man ein Time Machine Backup wiederhergestellt hat?

Heute habe ich unfreiwillig ausprobiert, ob mein Time Machine Backup auf meinem Synology NAS auch funktioniert. Ich habe trotz Warnung unserer IT die Beta von MacOS Sierra 10.13 (Sorry!) auf meinem MacBook Pro eingespielt.

Sofort nach dem Update war klar: Offensichtlich funktioniert damit unser Firmenlogin in MacOS nicht. Auch mit der Apple Watch entsperren funktionierte nicht. So kann ich jetzt für alle die wichtige Frage beantworten: Funktioniert eine komplette Time Machine Wiederherstellung ohne Probleme?

Verschlüsseltes Time Machine Backup per Wifi auf mein NAS

Da ich mein MacBook Pro aber auch mal am Wochenende brauche, war dieser Zustand heute morgen nicht annehmbar. Glücklicherweise macht mein Mac am Strom permanent über Wifi Time inkrementelle Machine Backups auf mein NAS.

Natürlich ist das Backup genau so verschlüsselt wie meine interne Festplatte. Der Vorgang findet sogar statt während mein MacBook Pro schläft und geht über das 5 Ghz Wifi richtig schnell.

Zittern bei der Wiederherstellung

Nur wenn es wiederhergestellt werden kann, ist es ein gutes Backup gewesen. Bislang habe ich die Time Machine nie benötigt. Höchstens mal um eine größere Datei von vor ein paar Monaten einzeln wiederherzustellen.

Aber in meinem Fall musste das komplette System wiederherstellt werden. Das heißt, die Festplatte wird vor der Wiederherstellung formatiert. Der erste Gänsehautmoment kam, als ich in der Küche über das Wifi mit CMD + R das Recoverymenü aufgerufen habe und mir die Backups über das W-Lan aufgelistet wurden. Glücklicherweise war es da und dazu nur wenige Stunden alt!

Nach 5 Stunden ging der Mac wieder an

Nach der Eingabe von diversen Passwörtern für das NAS, das Backup und die interne Festplatte ging es los. Für die 250 GB hat der Mac fünf Stunden zur Wiederherstellung benötigt. Das Gerät lies sich sofort wieder entsperren und tat so, als wäre nichts gewesen. Sogar meine zu dem Zeitpunkt offenen Programme hat er sich gemerkt. Ansonsten war alles so wie es war. Bis auf ein paar Kleinigkeiten…

Was nach der Wiederherstellung nicht

  1. Google Sync Tool
    Das Ziel für die Speicherung wurde nicht gefunden, weil er angeblich die Festplatte nicht mehr gefunden hat. Ich habe den Sync einfach deaktiviert und wieder gestartet. Problem gelöst.
  2. Hintergrundbild
    Das normale MacOS-Hintergrund war zu sehen. Ich musste das Tool, welches mir jeden Tag ein minimalistisches Hintergrundbild installiert, neustarten.
  3. Apple Mail
    Apple Mail musste den Posteingang reparieren. Hat 15 Minuten gedauert und nun ist alles wie immer.
  4. Apple Photos
    Die Apple Photos-App musste sich neu initialisieren. Danach waren alle Fotos wieder zu sehen.
  5. Dropbox
    Ähnlich wie das Google Drive hat Dropbox so getan, als wäre dies ein neuer Rechner. Er musste sich vollständig neu synchronisieren.
  6. iCloud
    Ich musste das iCloud Passwort neu eingeben.

Die Time Machine funktioniert

Apple macht schlechte Dinge. Aber Apple ist von allen Alternativen für mich die am wenigsten schlechteste Lösung. Genau wegen solchen Funktionen wie die im Betriebssystem eingebaute Backuplösung Time Machine denke ich das noch immer.

Wer ein Time Machine Backup besitzt, kann sich also entspannen. Es funktioniert ohne nennenswerte Probleme auch mit einem günstigen Synology NAS.

8 Antworten auf „Was passiert, nachdem man ein Time Machine Backup wiederhergestellt hat?“

  1. Da sind wir „gaaanich“ so weit auseinander, außer: „Microsoft macht schlechte Dinge. Aber Windows ist von allen Alternativen für mich die am wenigsten schlechteste Lösung.“

    Es hat sich so ergeben – ich halte Windows nicht unbedingt für besser als macOS, die werden sich objektiv nicht viel nehmen, wenn man z.B. Spiele oder ´n paar Sachen außen vor läßt – und nicht den Top 5k-iMac mit einem lahmen Win-Teil vergleicht.

    Ich finde nur, Apples goldener Käfig ist noch goldener als der von MS – mit/bei Win kann man/ich immer noch leichter ausbrechen.

    Time Machine kenne ich, habe auch schon ein paar mal mit zurückgesetzt. Aber dann kommt weiteres zum Tragen – einige Prinzipien, die sich auch ergeben haben:

    – ich nutze Rechner nur privat, Firmensachen gehen mir an demselben vorbei, grins

    – ein Rechner ist kein Rechner – die werden nicht alle gleichzeitig crashen

    – ich muß in der Lage sein, zur Not auch OHNE Time Machine bei macOS oder ein Image bei Win von „0“ an neu zu machen…

    …und das kann ich seit geraumer Zeit auch dank meiner Backupstrategie (externe HDD, NAS, keine Daten von mir auf der System-SSD/Partition etc.).

    Etwas Eile wäre nur geboten, wenn Win ungeplant auf dem Haupt-PC crasht. Ich brauche mich zwar nur zur Seite zu drehen, da steht der Zweit-PC, der höchstwahrscheinlich ja noch funktioniert – aber ich will ja den Haupt-Rechner schnell wieder fit haben. Der ist natürlich schon am stärksten und man sieht ob 1x 30″ und 2x 24″ am meisten.
    ——————————–
    Und jetzt zähle ich als Schmankerl speziell für dich mal alle Wallpaper, die auf allen physischen Displays und virtuellen Desktops gesetzt sind, es dauert ein bißchen…

    …es sind 31 verschiedene. Es hat noch länger gedauert, weil am alten iMac die Batterie der Maus (neien, keine von Apple) leer war und ich ins Schlafzimmer „hetzen“ mußte, weil (auch) dort in einem Schrank gewisse Vorräte lagern.

    Ob alle Rechner schöne Tastaturen haben? ´türlich – welche mit weißen Tasten von…..Apple. Keyboards könn´se, Mäuse könn´se nicht, grins.




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  2. Da sehe ich was sachliches auf deinem Blog – zuerst zur Info: ich schreibe im Moment unter Win7 mit Chrome 62 64-bit.

    Da ist das, was ich jetzt gerade im Feld tippe und der Artikeltext seeehr viel größer als der dann sichtbare „fertige“ Kommentar. Hmm, hmm, hmm…?




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    1. Ich setze auf True Image und deren inkrementelle Backups. Aber bei Windows braucht man auch nicht unbedingt, es gibt die Möglichkeit der Dateiversionen oder eben die Backup Funktion von Windows. Was demnächst kommen soll ganze PCs ins Onedrive backupen zu können, wobei meine Arbeitsordner jetzt schon steig im Onedrive sind (und die ganze MS Office Einbindung eh, da ist jeder Tastendruck online gesichert wie ich feststellen durfe), selbst bei der Appversion! Und wenn du schon ein Synology hast, könntest du auch deren Time Machine verwenden. Meines Wissens gibt es das entsprechende App auch für Mac. Ein Backup zurück spielen würde ich aber nie über WLAN. Da hänge ich lieber am Netzwerkkabel oder nutze externe HD.




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    2. 1. Ich nutze natürlich mein Synology für die Time Machine.
      2. Time Machine ist keine App. Weder für MacOS noch für das Synology. Beim Mac ist es eingebaut. Bei Synology DSM auch.
      3. Ein reines FileBackup ist toll aber hätte in meinem Fall nicht gereicht. Er hat das gesamte OS mit allen Einstellungen von 12 Uhr wieder hergestellt.
      4. Mein 5Ghz Wifi ist recht schnell. Sichern und wiederherstellen war schnell genug.
      5. Externe HDs habe ich nur noch an der PS4 und eine am NAS für Backups.




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    3. Ich habe beides wie gesagt, über True Image 1x wöchentlich ein Full-Backup, die Ordner mit der persönlichen Files auf Onedrive. Dort sind sie immer gesichert, egal ob ein Full-Backup auch mal älter ist. Theoretisch kann True-Image auch dauernd jede kleinste Änderung backupen. Das will ich nicht, da ich nicht mein Gaming PC damit beschäftigen will und ich nicht andauernd neue Software installiere. Wobei ich merken musste, dass dies bei einer SSD nicht mal eine Rolle spielt. Ich habe Destiny 2 gezockt und gleichzeitig hat True-Image ein Full-Backup gemacht.




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    4. Und über TimeMachine hast Du beides in einem. Jedes kleine Backup ist für eine komplette Wiederherstellung verwendbar. Und das ganze läuft über Wifi auf mein NAS. Wohin sichert TrueImage die Daten? Auf eine externe Festplatte?




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    5. True Image kann diverse Ziele nutzen. Bei mir ist es eine externe HD. Gut ich könnte Synology Timemachine mal ausprobieren, theoretisch steht mir das ja auch zur Verfügung.




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