Ich wollte seit langer Zeit wegen den geringen Kosten einen Minecraft Server 1.16 auf dem neuen Raspberry Pi 4 mit 4 GB (günstig kaufen) installieren. So ein Server muss stabil 24 Stunden am Tag durchgängig laufen, damit man damit Spaß haben kann. Deswegen habe ich diese Anleitung geschrieben, in dem genau dieses Endziel beschrieben wird. Der Server ist für die JAVA-Version von Minecraft.

Unsere Minecraft-Welt ist mittlerweile stolze 150 MB groß und hat seit ihrem Debüt auf der Xbox 360 bis heute überlebt. Aus diesem Grund möchte ich ab und zu ohne viel Konfiguration oder Geld zu bezahlen, die Welt weiter gestalten.

Inhaltsverzeichnis

Kompatibilität der Minecraft Clients mit den Servern

Der Server der neueren Bedrock-Edition läuft viel performanter als der Java-Edition. Die Bedrock-Edition findet sich auf den Konsolen und mobilen Geräten wieder. Dafür ist der dedizierte Bedrock-Server noch in der Alpha-Phase seitens Mojang und erlaubt keine Mods. Außerdem wurde der Server nur für x86-Architektur kompiliert. Das heißt: Es gibt keinen performanten Bedrock-Server für z.B. den ARM-basierten Raspberry Pi. Clientseitig fehlt dem Bedrock-Server die Unterstützung für die Nintendo Switch und macOS. Unglaublich aber wahr: für den Mac zudem keinen Bedrock-Edition Client.

ClientBedrock ServerJava Server
Android
iOS
XBOX ONE
Nintendo Switch
PS4
XBOX 360
PS3
Windows 7/8/10 Java
Windows 10 Bedrock
Linux
macOS
Welcher Client kann sich mit JAVA oder Bedrock Servern verbinden?

Welche Minecraft-Version wird unterstützt?

Diese Version für den Raspberry Pi in diesem Artikel funktioniert nur für die aktuelle JAVA-Version von Minecraft für Mac und PC. Wer den Server für die Xbox, PlayStation 4, iOS und Android Version aufsetzen möchte, der nutzt meine Anleitung für einen Minecraft Bedrock-Server.

Spigot, Bukkit, Vanilla oder Paper?

Der Spigot-Fork „Paper“ dient als Grundlage. Paper ist ein auf Geschwindigkeit optimierter Fork des Spigot Minecraft-Servers, die darauf abzielt, Gameplay und mechanische Inkonsistenzen zu beheben und die Leistung zu verbessern. Ohne Paper könnten wir den Minecraft-Server nicht performant auf dem Pi betreiben. Paper funktioniert genau so wie ein normaler Minecraft-Server mit der jeweils aktuellen Version von Minecraft. In diesem Artikel beschreibe ich wie man auf dem Pi den Minecraft Server Paper als „headless server“ stabil betreibt. Das heißt, der Pi kann irgendwo in der Nähe des Routers ohne Maus und Tastatur betrieben werden.

Welche Hardware benötigt man?

  1. Einen Raspberry Pi 4 mit 4 GB RAM – günstig kaufen
  2. Ein USB-C Netzteil für den Pi4 – nicht sparen!
  3. Eine schnelle (!) micro SD-Karteauch nicht sparen!
  4. Ein schönes Gehäuse für den Pi4 – günstig kaufen
  5. Optional: ein Synology NAS für Backups – kaufen

Welche Software wird benötigt?

  1. Raspberry Pi OS Lite (Betriebssystem für den Pi)
  2. etcher (Tool zum Schreiben von SD Karten)
  3. Die Shell (beim Mac dabei) oder PuTTY für Windows.

Anleitung Schritt für Schritt

Der Weg zum eigenen Server auf dem Raspberry Pi ist simpel. Einfach jeden Schritt genau durchlesen oder das Video anschauen. Da jeder Raspberry Pi absolut gleich ist, sollte jeder Schritt genau so bei euch umsetzbar sein. Zudem haben viele andere Menschen es auf diesem Wege ebenso hinbekommen.

Schritt 1: Schreiben der MicroSD Karte und SSH aktivieren

  1. Schreibt mit etcher die img-Datei von Raspberry Pi OS Lite auf die SD-Karte.
  2. Legt eine leere Datei namens ssh per Computer auf die SD-Karte in der Partition „boot“. Das aktiviert den SSH Zugang.
  3. Die MicroSD Karte in den Pi einstecken und diesen per Netzwerkkabel ins lokale Netzwerk hängen. Den Pi an den Strom anschließen.

Schritt 2: Login per SSH

Per Shell oder Putty mit SSH auf den Pi wechseln. Die IP des Pi sieht ihr in eurem Router unter Netzwerkgeräte oder ihr verwendet raspberrypi als Hostname. Das Passwort lautet „raspberry“. Wenn das geklappt hat, dann haben wir den schwierigsten Teil hinter uns gelassen. Beispiel mit meiner IP:

ssh pi@raspberrypi

Falls es hier ein Problem gibt, probiert es mit der IP-Adresse statt dem Hostnamen raspberrypi. Wenn es dann immer noch Probleme gibt, habt ihr entweder vergessen, SSH zu aktivieren oder das Netzwerkkabel steht nicht drin oder hat keine Verbindung.

Schritt 3: Konfiguration von Rasperian

Mit dem folgenden Befehl startet ihr das Rasperian Konfigurationstool. Dort unter Interfacing Options kann man unter SSH den Zugang aktivieren.

sudo raspi-config

Nun setzen wir die korrekte Zeitzone. Das ist wichtig für die cronjobs:

sudo dpkg-reconfigure tzdata

Schritt 3: Installation von Paper

Für die einfache Installation hat James A. Chambers ein Script geschrieben, das uns diesen Schritt enorm erleichtert. Das wird mit wget von github gezogen, mit Schreibrechten versehen und dann ausgeführt. Das Script installiert Java 9 und den aktuellen Minecraft Paper Server. Ausgeführt wird es nun in drei Schritten. Jeder Schritt ist jeweils eine Zeile auf der Kommandozeile.

wget -O SetupMinecraft.sh https://raw.githubusercontent.com/mtoensing/RaspberryPiMinecraft/master/SetupMinecraft.sh

chmod +x SetupMinecraft.sh

./SetupMinecraft.sh

Schritt 4: Starten und Optimieren des Servers

Der Server kann nun direkt gestartet werden. Das Script das für liegt im Verzeichnis ~/minecraft. Erreichbar ist der Minecraft Server nun unter der IP-Adresse des Raspberry Pi.

Achtung: Bitte einmal den Server starten damit die Konfigurationsdateien geschrieben werden, die wir im nächsten Schritt editieren.

cd ~/minecraft
./start.sh

Zusätzlichen weisen wir mehr Speicher von der GPU dem Server zu. Schließlich haben wir bei diesem Projekt keinerlei grafische Ausgabe. Die System-Konfigurationsdatei editiert man mit dem Nano-Editor:

sudo nano /boot/config.txt

Diese Zeilen kommen ganz ans Ende dieser Datei:

gpu_mem=16

Schritt 5: Minecraft Server konfigurieren

Es gibt eine Datei in ~/minecraft/server.properties. Dort habe ich vorerst die Anzahl der Spieler auf 3 gesetzt und die Whitelist eingeschaltet. Wenn ihr auf die Kommandozeile des Servers wollt, dann geht das der über die mit start.sh gestartete Screen-Session.

Dort kann man dann die Whitelist verwalten oder die Tageszeit auf dem Server beeinflussen. Mit dem Befehl timings report seht ihr detaillierte Metriken zur Auslastung des Servers. Mit STRG+A und dann STRG-D verlässt man den Screen dann wieder.

screen -r minecraft
Internet Port Freigabe am Gerät „NAS“ in der FritzBox mit MyFritz

Schritt 6: Freigeben des Servers über das Internet

Ich nutze eine Fritzbox. Dort kann man unter den Einstellungen Internet > Freigaben -> Portfreigaben eine Adresse einrichten, über die man die Fritzbox außerhalb des eigenen Netzwerks erreichen kann. Unter Internet > Freigaben > Gerät für Freigaben hinzufügen > [Gerät auswählen] > Neue Freigabe > Portfreigabe den Port „25565“ freigeben. Das bedeutet, dass der Port von außen an dieses interne Gerät weitergereicht wird.

Die MyFritz-URL ist dann die Server-Adresse, die man in Minecraft einträgt. (z.B. qbnsepjzhd8cvzk7y.myfritz.net) Ohne http und ohne Portnummer am Ende.

Schritt 7: Automatischer Start beim Neustart

Über die crontab kann man nicht nur den Pi und somit den Minecraft-Server  regelmäßig neustarten, sondern ebenfalls reboot den Minecraft Server starten. Dafür einfach den  Inhalt der Datei crontab in die Cron Tabelle kopieren. Der Befehl zum editieren der crontab lautet:

crontab -e

Kleine Maps mit 3-4 Spielern laufen performant auf dem Raspberry Pi 4

Optional: Serverneustart nach 12 Stunden

Meine Erfahrung mit Minecraft Servern ist, dass man sie zur Sicherheit regelmäßig sauber neu startet. Dabei werden alle Daten im Arbeitsspeicher auf die SD-Karte geschrieben und gehen bei einem Absturz nicht verloren. Ich bin dann so weit gegangen, dass sich erst der Paper Server runterfährt und dann der Pi komplett neugestartet wird.

Mein Repository auf GitHub enthält den letzten stabilen Stand.

Optional: Konfiguration Samba-Server für Backups

In Kurzform: Über Samba wird das Verzeichnis ~/minecraft/world im Netzwerk freigegeben. Danach kann das Verzeichnis im Synology NAS gemountet werden. Auf diesem Weg kann ein Task nächtlich die Inhalte in ein Verzeichnis kopieren, das über Cloud Sync mit der Dropbox verbunden ist.

Mit dem letzten Befehl editiert man die Samba-Konfiguration. Der Eintrag „read only“ muss von „yes“ auf „no“ gesetzt werden. Dann hat man die Möglichkeit über das Netzwerk alle relevanten Dateien auf dem Pi direkt zu bearbeiten ohne sich mit SSH anmelden zu müssen.

sudo apt install samba

sudo smbpasswd -a pi

# Editieren der Samba config. Was genau editiert werden muss, steht unten.
sudo nano /etc/samba/smb.conf

# Neustarten von Samba damit die Einstellungen übernommen werden.
sudo service smbd restart && sudo service nmbd restart

Hier der Inhalt meiner smb.conf

[homes]
   comment = Home Directories
   browseable = no

# By default, the home directories are exported read-only. Change the
# next parameter to 'no' if you want to be able to write to them.
   read only = no
Dies ist nur ein minimaler Ausschnitt der Karte. Gerendert mit Overviewer.

Wie optimiere ich die Leistung des Servers?

„Can’t keep up! Is the server overloaded? Running 5190ms or 103 ticks behind“ ist eine Meldung, die man eventuell sofort nach dem ersten Start des Servers sieht. In der Datei „paper.yml“ kann man mit dem folgenden Befehl die Pillager Patrouillen abschalten. Mich haben sie ohnehin genervt und der Server läuft deutlich besser.

  disable-pillager-patrols: true

Der einfachste Weg Plugins zu installieren, ist über SAMBA (SMB). Damit kann man mit dem Windows Explorer oder MacOS Finder direkt auf dem Pi Dateien verwalten. Die Einrichtung ist oben beschrieben. Im Verzeichnis „~/minecraft“ läd man das Plugin in Form der JAR-Datei in das „plugins“-Verzeichnis legen. Den Server dann neustarten. Danach befindet sich zusätzlich eine config-Datei in dem Plugin-Verzeichnis, in dem man das Plugin konfigurieren kann. Ich habe den Holzhammer benutzt und alle Pillager entfernt.

Java-Parameter einstellen

Wer einen Raspberry Pi 4 mit mehr als 1 GB besitzt, kann mit den beiden Parametern „Xms“ und „Xmx“ setzen. Diese setzt man in der Datei ~/minecraft/start.sh in der letzten Zeile. Mein Raspberry Pi 4 mit 4 GB Arbeitsspeicher nutzt mit folgenden Werten seinen Speicher besser aus:

/usr/bin/screen -dmS minecraft /usr/bin/java -jar  -Xms2400M -Xmx2400M /home/pi/minecraft/paperclip.jar

Diese Werte sind in der aktuellen Version bereits gesetzt. Wer noch weitergehen will, kann zusätzliche diese Parameter nutzen:

/usr/bin/screen -dmS minecraft /usr/bin/java -jar  -Xms2400M -Xmx2400M -XX:+UseG1GC -XX:+UnlockExperimentalVMOptions -XX:MaxGCPauseMillis=100 -XX:+DisableExplicitGC -XX:TargetSurvivorRatio=90 -XX:G1NewSizePercent=50 -XX:G1MaxNewSizePercent=80 -XX:G1MixedGCLiveThresholdPercent=35 -XX:+AlwaysPreTouch -XX:+ParallelRefProcEnabled -Dusing.aikars.flags=mcflags.emc.gs /home/pi/minecraft/paperclip.jar

Die Bedeutung der einzelnen Parameter wird bei Aikar.co erklärt.

Der Bedrock-Server braucht deutlich weniger Leistung als der Paper-Java-Server

Wie hoch ist die CPU-Last?

Während der Bedrock-Server sehr genügsam ist und selten über 5 % CPU Last verursacht, sorgt der Paper-Server schnell für 25 % und mehr CPU-Last. Da der Java-Server eine Single-Thread-Anwendung ist, wird bei einer Quad-Core-CPU wie in dem Synology DS1019+ (kaufen) nur ein Viertel der vorhandenen Leistung genutzt. Bei mir geht die Leistung manchmal auch auf über 35 % CPU-Last. Das liegt entweder am Boost-Mode der CPU oder daran, dass der Paper-Server neben dem Haupt-Thread noch andere Dinge berechnet.

Konfiguration des Servers

Die Einstellungen für den Bedrock-Server müssen in Konfigurationsdateien vorgenommen werden. Diese wurden in den lokalen Verzeichnissen auf dem NAS erzeugt. Wichtig: Vor Änderungen den Server immer runterfahren bzw. den Container stoppen.

server.properties

Hier wird zum Beispiel eingestellt, ob eine Whitelist verwendet wird oder ob im Survival oder Creative-Modus gespielt wird:

gamemode=creative

whitelist.json

Die whitelist.json sollte hingegen nicht manuell editiert werden. Um Benutzernamen der Whitelist hinzuzufügen, geht man auf die Kommandozeile im Terminal des Servers bzw. des Containers und gibt ein:

whitelist on
whitelist add BENUTZERNAME

BENUTZERNAME steht natürlich für den jeweiligen Account-Namen.

Wie aktualisiere ich den Server?

Wenn Du eine alte Version des Scriptes heruntergeladen hast, dann führe folgende Befehle über ssh aus auf dem pi:

# Ab ins Minecraft Verzeichnis
cd ~/minecraft

# Diese wget Befehle laden die aktuellen Versionen der Script  
wget -O restart.sh https://raw.githubusercontent.com/mtoensing/RaspberryPiMinecraft/master/restart.sh

wget -O start.sh https://raw.githubusercontent.com/mtoensing/RaspberryPiMinecraft/master/start.sh

wget -O start_lowspec.sh https://raw.githubusercontent.com/mtoensing/RaspberryPiMinecraft/master/start_lowspec.sh

# Die Scripte brauchen Rechte um ausführbar zu sein
chmod +x restart.sh start.sh start_lowspec.sh

# Nun können wir mit dem restart Script den Pi neustarten.
./restart.sh

# nach eine Neustart können wir den Server starten.
./start.sh

Diese Befehle laden die aktuelle Version des Skriptes runter und starten den Server neu und laden die aktuelle Version (z.Z. 1.16.2) runter. Wenn das nicht hilft, dann ist das nächste Kapitel die Lösung.

Manchmal gibt es noch keinen aktuellen Paper Minecraft Server für den neusten Client
Manchmal gibt es noch keinen aktuellen Paper Minecraft Server für den neusten Client.

Wie starte ich eine alte Version von Minecraft?

Die eingesetzte Server-Software PaperMC ist nicht immer sofort auf dem neuesten Stand. Deswegen kann man in der Zeit einfach seinen Minecraft-Client mit einer alten Version starten. Dazu startet man den Minecraft Launcher und wählt oben im Menü „Installations“ und dann „New“ aus.

So legt man eine neue Installation mit einer alten Version an.

Dort kann man nun eine Installation anlegen mit einer älteren Version und diese beim Starten auswählen.

Der Server läuft stabil

Bislang hat der Server erstaunlich wenig Zicken gemacht. Insgessamt waren maximal 3 Personen gleichzeitig auf dem Server und der Pi hat das sehr gut weggesteckt.

Ich bin kein Systemadministrator und es gibt sicherlich einiges an dieser Anleitung zu optimieren. Für Korrekturen und Verbesserungen bin ich dankbar. Gerne auch direkt auf GitHub.

Als Tipp: Der neue schnellere Raspberry Pi 4 mit 4 GB ist ideal für dieses Projekt und aktuell günstig zu haben. Wem die Leistung des Raspberry Pi nicht reicht, der nutzt einfach meine Anleitung für einen Minecraft-Server auf einem Synology NAS.

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313 Kommentare

  1. Hallo Marc,

    erstmal vielen Dank für deine super Anleitung hat alles perfekt geklappt.
    Nun meine Frage, wenn ich den Server als User auf dem Server neustarte, wird der Server normal in dem Screen „Minecraft“ in der Konsole heruntergefahren, aber beim Starten wird die Konsole nicht in dem selben Screen geöffnet, sodass ich leider keinen Zugriff mehr auf die Konsole habe.
    Gibt es eine Möglichkeit die Konsole in den aktuellen oder einen neuen Screen zu holen?

    Vorab schon mal Danke für die Hilfe und Grüße
    Robin

    1. Mit STRG+AD minimiere ich den Screen ja nur sozusagen.
      Ich habe aber das Problem sobald ich Ingame /restart eingebe schließt der Server die Konsole im Minecraft Screen und startet irgendwo im Hintergrund, sodass ich über Putty nicht mehr auf die Konsole zugreifen kann.

  2. Hallo Marc,
    bin ein Opa und spiele mit meinem Enkel Minecraft. Bin immer noch Computer-affin, baue meine Rechner selber zusammen und kenne mich mit Windows recht gut aus, bin allerdings ein ziemlicher Linux-Dummy, jedenfalls auf der Kommandozeile. Habe die Anleitung hier sklavisch befolgt und der Server lief auf Anhieb.
    Es bleiben ein paar Fragen:
    1. Mit raspi-config habe ich deutsche Tastatur eingestellt, blieb aber englisch. Habe eine Logitech K400r.(z-y Problem usw.)
    2. Wie füge ich neue Welten hinzu? Passt bloss eine auf den Raspi? Wie lösche ich die, wenn ich eine neue machen will?
    3. Einstellungen in der ~/minecraft/server.properties:
    Kann ich die bei laufendem Server ändern oder nur einmal bei Erstellung der Welt konfigurieren?
    4. Gibt es eine Option dafür, dass das Inventar bei Respawn erhalten bleibt?
    5. Die Datei paper.yml kann ich nicht mit
    disable-pillager-patrols: true
    nicht bearbeiten. Es kommt „Befehl unbekannt“ oder so ähnlich.
    6. Wenn ich
    „screen -r minecraft“ (siehe am Ende von Kapitel 5)
    mache, kriege ich immer:
    „Can’t keep up! Is the server overloaded? Running 5190ms or 100 ticks behind“
    Dachte, dass der Server nun nicht läuft, war schon verzweifelt. Ließ den Befehl dann einfach weg, machte also bloß „./start.sh“ und man konnte spielen. Wozu dient dann der Befehl?
    Gruss von Opa und Lucas.

    1. 1. Dann hat das wohl nicht funktioniert bei dir. Neugestartet?

      2. Alle Dateien liegen nach der Anleitung in ~/minecraft

      3. Den Server neustarten ist wichtig.

      4. Bestimmt. Google mal.

      5. Muss aber gehen: https://paper.readthedocs.io/en/latest/server/configuration.html Ist eine dokumentierte Funktion.

      6. Die Meldung „„Can’t keep up! Is the server overloaded? Running 5190ms or 100 ticks behind““ ist normal und bedeutet, dass der Server läuft. Geh dann mal auf den Server und gucke dir an was dort passiert. Mit deiner Aktion hast du den Server doppelt gestartet.

  3. Hallo Marc,
    danke für die Antwort, aber:
    1. In meiner raspi-config steht „de_DE.UTF-8 UTF-8“ mit Sternchen, in englischer kein Sternchen. Habe das nochmal gespeichert, dann reboot – nach wie vor y-z vertauscht.
    Egal-muss ich mich halt dran gewöhnen.
    2. Ja klar, aber „wie erzeuge ich eine neue Welt“ – das war meine Frage. Vielleicht ist das für dich unmittelbar evident und du verstehst meine Frage garnicht. Ich sehe meine Welt (heisst einfach world, hab keinen anderen Namen gewählt), dazu noch world_nether und world_the_end im minecraft-Verzeichnis. Wie kriege ich da eine neue Welt rein, z.B. world_1? Muss ich dazu die 3 world-Ordner löschen, den Server beenden (mit Ctrl+C ?), dann neu starten und in der „~/minecraft/server.properties“ den neuen
    Namen world_1 vergeben ? Dann ist meine alte world-Welt jedoch weg. Vielleicht kann ich sie über mein Linux-Mint-System kopieren (SD-Karte am Mint-Rechner) und später bei Bedarf wiederherstellen ???
    Oder kann ich eine zweite Welt im minecraft-Verzeichnis generieren. Ich glaube nicht, sonst krieg ich wahrscheinlich wieder die „server overloaded“-Meldung. Falls aber doch: wie geht das?
    3. Manche Änderungen werden übernommen, andere nicht. Gamemode creative krieg ich nicht hin, muss ich mal googeln. Vielleicht finde ich einen Hinweis in der Beschreibung der verschiedenen Parameter in der „server.properties“.
    4. Ok
    5. Also, bei mir kommt immer „Befehl nicht gefunden“
    Ich mache die Eingabe „disable-pillager-patrols: true“
    nach dem Promt „~/minecraft §“
    6. Hab so was geahnt.
    Aber: „Wie geh ich auf den Server und gucke mir das mal an“. Ich hab doch gar keine grafische Oberfläche.

    Entschuldige diese ausufernde Fragerei, wahrscheinlich muss ich mal etwas Linux lernen, ich verstehe die Vokabeln dieses Systems einfach zu schlecht oder garnicht.
    Aber vielleicht hast du ja noch ’nen Tip zu weiteren Welten (Punkt 2). Das wäre mir wichtig. Alles andere ist nicht so wichtig.
    Gruss Peter

    1. 1. Das ist das Encoding aber hat nix mit der Tastatur zu tun. raspi-config mal ausgeführt?
      2. Es ist nur eine Welt pro Pi möglich. Einfach alles löschen und neustarten.
      3. Schau dir mal diese domain an: https://server.properties/
      5. Das ist falsch. Die zeile muss in der Datei paper.yml geändert werden.
      6. Lass den „screen“ mit dem befehl offen und gehe mit dem PC auf den Server. Also verbinden. Mal mein Youtube Video intensiv geguckt? Da mache ich das ja.

  4. 1. Habe das TastaturLayout nochmal bearbeitet, jetzt habe ich endlich die deutsche Tastatur.
    2. Was genau löschen? Die 3 world-Ordner oder nur deren Inhalt. Was vom Inhalt muss erhalten bleiben?
    3. Habe ich auch gelöst. Dabei hat mir „https://minecraft-de.gamepedia.com/Server.properties#ops.json“ entscheidend geholfen. Allerdings funktionierte der Befehl „/op“ bei mir nirgendwo. Habe dann die „ops.json“ von Hand editiert. Hatte Probleme bei der uuid (wusste garnicht was das sein sollte), konnte ich aber über „https://api.mojang.com/users/profiles/minecraft/Spielername“ ermitteln.
    So – nun läuft bei mir alles zur Zufriedenheit, kannst mir vielleicht nur noch einen Tip geben, was ich bei den 3 world-Ordnern löschen muss, wenn ich eine neue Welt generieren will. Möchte da nichts falsch machen.
    Hab Dank für die gute Anleitung und deine Hilfe.
    Gruss Peter

    1. Hi Peter,
      es ist pro Server tatsächlich nur eine Welt möglich. Durch Plugins (das sind Erweiterungen) ist es möglich mehrere Welten anzulegen und durch Befehle Ingame ebenjene zu begehen. (siehe dazu Multiverse Plugin).

      Wenn du dich selbst zum OP (Operator=Admin) machen willst, dann navigiere zu deinem SSH Client und tippe in den laufenden Server einfach op „dein name“(hier ein Foto: https://prnt.sc/vtnhhk [mein Name hierbei _FD_]). (Wichtig: In der Kommandozeile wird nicht mit „/“ gearbeitet, anders als im Spiel).
      Sobald du OP bist, ist es auch möglich durch /gamemode creative im Spiel den Kreativmodus zu bekleiden.

      Wenn du eine komplett neue Welt generieren möchtest, kannst du die alte Welt einfach löschen und es wird eine neue generiert (aber Achtung, jeglicher Fortschritt wird gelöscht.)

      Bei weiteren Fragen einfach hier stellen oder mich auf Discord anschreiben: (FD#9377)

  5. Ich kriege das mit dem screen nicht hin:
    pi@raspberrypi:~/minecraft $ ./start.sh
    Starting Minecraft server. To view window type screen -r minecraft.
    To minimize the window and let the server run in the background, press Ctrl+A then Ctrl+D
    pi@raspberrypi:~/minecraft $ screen -r minecraft
    There is no screen to be resumed matching minecraft.
    pi@raspberrypi:~/minecraft $

    1. Alles nochmals von neu von Vorne mit 1:1 Video und Anleitung.
      Erste Abweichung oder Warnung in der Installation:

      Building the Minecraft server…
      Downloading vanilla jar…
      Patching vanilla jar…
      System Info: Java 11 (OpenJDK Server VM 11.0.9+11-post-Raspbian-1deb10u1) Host: Linux 5.4.51-v7l+ (arm)
      Loading libraries, please wait…
      [13:10:15 ERROR]: Failed to load properties from file: server.properties
      [13:10:16 WARN]: Failed to load eula.txt
      [13:10:16 INFO]: You need to agree to the EULA in order to run the server. Go to eula.txt for more info.
      Accepting the EULA…

      Dann wird die spawn biome nicht gefunden:
      pi@raspberrypi:~/minecraft $ ./start.sh
      Starting Minecraft server. To view window type screen -r minecraft.
      To minimize the window and let the server run in the background, press Ctrl+A then Ctrl+D
      pi@raspberrypi:~/minecraft $ sudo nano /boot/config.txt
      pi@raspberrypi:~/minecraft $ screen -r minecraft
      [13:17:54 INFO]: Item Merge Radius: 2.5
      [13:17:54 WARN]: Unable to find spawn biome
      [13:17:55 INFO]: Preparing start region for dimension minecraft:overworld
      [13:17:56 INFO]: Loaded 0 spawn chunks for world world
      [13:17:56 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:56 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:56 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:57 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:57 INFO]: Time elapsed: 1850 ms
      [13:17:57 INFO]: Preparing start region for dimension minecraft:the_nether
      [13:17:58 INFO]: Loaded 0 spawn chunks for world world_nether
      [13:17:58 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:58 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:58 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:58 INFO]: Preparing spawn area: 0%
      [13:17:59 INFO]: Time elapsed: 1702 ms
      [13:17:59 INFO]: Preparing start region for dimension minecraft:the_end
      [13:18:00 INFO]: Loaded 0 spawn chunks for world world_the_end
      [13:18:00 INFO]: Time elapsed: 1657 ms
      [13:18:00 INFO]: Running delayed init tasks
      [13:18:00 INFO]: Done (36.340s)! For help, type „help“
      [13:18:00 INFO]: Timings Reset
      [13:18:48 WARN]: Can’t keep up! Is the server overloaded? Running 5125ms or 102 ticks behind
      >

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