Goodbye SHORTSCORE

Leider muss ich ein weiteres Projekt zu Grabe trage: SHORTSCORE. Auf der Plattform wurden automatisch mehrmals am Tag über eine API Videospiele importiert. Die konnten dort auf einer Skala von 1 bis 10 durch registrierte Nutzer bewertet werden. Leider war ich mit Abstand bis zuletzt der aktivste Nutzer dort.

Video

Open-Source im Silicon Valley

Der Open-Source Code ist zu einem großen Teil bei meinem Besuch im Silicon Valley entstanden. Damals wollte ich selber eine mehrsprachige Plattform mit Registrierung und Benutzerdaten bauen.

Ich fand die Idee mit dem Bewerten einfach super und wollte sie unbedingt innerhalb kürzester Zeit umsetzen. Das ist auch gelungen. Man sieht an den Commits auf GitHub, dass die erste öffentliche Version nach einem Monat lauffähig war und ist.

Reduce to the Max

In den letzten Jahren habe ich sehr wenig an der Platform geändert. Ich habe sogar immer mehr Dinge reduziert: Zurück zum Standard war die Devise.

Kommentare waren die SHORTSCORES an denen ein neues Feld für den Score hing und die Artikel waren von Typ „Game“. Als Theme kam bis zum Schluss mein Anor Londo zum Einsatz. Die Registrierung wurde so weit reduziert, dass ich den WordPress-Standard nutzen konnte. Sogar der Importer lief bis zum Schluss ohne ein Problem mit dem herkämmlichen WP-Cron stündlich durch. Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Umsetzung.

Warum abschalten?

Der erste Grund: Leider haben sich sehr wenige Nutzer auf die Seite verirrt. Ich hatte irgendwann mal probiert mit ein paar Nutzern des alten MANIAC-Forums SHORTSCORE dort einzuführen. Leider ohne Erfolg.

Der zweite Grund: Die neue Datenschutzgrundverordnung. Ich gehe dort auf der Seite mit Benutzerdaten um. Ich müsste für die paar Leute bestimmte Tools zur Verfügung stellen und generell mal die Seite bezüglich der neuen Anforderungen überarbeitet.

Der dritte Grund ist aber der wichtigste: Die offizielle API für die Spiele (TGDB) wurde abgeschaltet und gegen eine neue und zum Teil kostenpflichtige Schnittstelle ersetzt. Zudem ist die neue Schnittstelle auch wirklich neu und ich müsste alle Import-Prozesse anpassen und neu testen.

Das Plugin WP SHORTSCORE stellt die Überreste dar.

Abschaltung in mehreren Schritten

Ab sofort kann man auf SHORTSCORE keine SHORTSCORES mehr posten oder sich neu registrieren. In absehbarer Zeit nehme ich die Seite dann ganz vom Netz. Das WordPress Plugin WP-SHORTSCORE wurde bereits so umprogrammiert, dass es keine Verbindung mehr zu SHORTSCORE benötigt um zu funktionieren. In dem Plugin ist die Essenz des Projektes enthalten. Jedoch ohne den Community-Gedanken dahinter.

13 Antworten auf „Goodbye SHORTSCORE“

  1. Wenige Nutzer ist logisch, weil man mit so Hobbyprojekten nicht gegen die etablierten Riesen (metacritics) anstinken kann.
    Die DS-GVO sollte dich als Privatperson weniger stören. Oder hattest du auf den Seiten Werbung geschalten?

    Ich muss aber sagen, wenn ich eine WordPress-Seite hätte und eine kleine Bewertungsfunktion bräuchte, wäre das Plugin fast interessant. :-D

    1. Danke. Ja, vielleicht wird das SHORTSCORE Plugin dann ja doch öfters genutzt. Insgesamt bin ich recht zufrieden mit der Nutzung meiner Plugins. Man muss aber eben auch wissen, wann es keinen Sinn mehr macht.

  2. Allen voran weil Ratings immer unbeliebter werden. Polygon.com hat als einer der Gamingsite mit grösster Reichweite gerade vor Wochen die Spielbewertung ebenfalls abgeschafft. Und ich denke es wird Signalwirkung haben. Andere haben dies ja schon vor längerem vollzogen.

    1. Ich glaube trotzdem noch an Wertungen weil sie so schön einfach sind. Für Marc.TV ist das neue Plugin schon im Einsatz und unter den Reviews werden die automatisch migrierten Wertungen auch angezeigt.

    2. Wertungen wo jedes gehypte Spiel eine 9/10 ist und es kaum Wertungen unter 8 gibt ua. weil man Angst vom Werbepartner hat. Die professionellen Magazine haben Wertungen ziemlich ad absurdum geführt. Warum sie niemand vermissen wird. Zumal der individuelle Geschmack dann doch ein grössere Rolle spielt. Da ist mir lieber sie versuchen ein guten Schreibstil zu finden und wirklich ein Gefühl für das Spiel mit Text oder halt zeitgemäss auch mal mit einem Video zu vermitteln. Die Genrezuteilung die heute auch immer schwieriger wird, ist da bedeutend wichtiger. Ich zum Beispiel mag Weltraumspiele, aber nicht so etwas wie EVE, weil ich keine Wirtschaftssimulation mache. Wenn mir also klar gemacht wird, dass es eher eine Wirtschaftssimulation als actionlastiges Weltraumspiel ist, dann lasse ich die Finger davon.

    3. Ich verfolge schon seit Jahren keine Tests mehr, sondern mache mir selbst ein Bild vom Spiel. Richtige Reinfälle gibt es zudem bei den Tripple A Titeln nicht mehr. Das letzte Spiel das ich nicht zuende gespielt habe war Alien Isolation und das nicht wegen schlechtem Gameplay oder schlechter Technik, sondern weil ich es subjektiv öde fand.

    4. Richtige Reinfälle gibt es zudem bei den Tripple A Titeln nicht mehr.

      Ansichtssache, gerade im Tripple A Bereich kommt inzwischen sehr viel Schrott auf den Markt, denn man so nicht gespielt haben muss, meiner Meinung nach. Genau dieses öde finden, treffe ich bei sehr vielen Tripple A Titel, weil man Präsentation vor Gameplay stellt. Bethesda ist da zum Glück anders, da machte ziemlich alles Spass (Wolfenstein, Doom) was die letzten Jahre auf den Markt kam, bei EA fast nichts mehr. EA hat seinem Ruf alle Ehre gemacht und nun auch noch Dice und Bioware versaut. Biowares letztes gute Spiel war Dragon Age 1, Dices war Battlefield 4. Oder eben Forza Horizon 3, irgendwie blutleer. Wenn man sich die Features des Spiels anschaut, müsste man meinen es müsste Spass machen. Tut es aber nicht. Man kann gutes Gameplay eben schwer technisch umschreiben. Entweder es macht Spass oder eben nicht. Warum, darüber rätseln oft auch die in der Branche.

    5. Objektiv sind die Spiele technisch deutlich besser geworden und damit verbunden auch das Gameplay. Dazu kommt die Tatsache, dass sehr viele Studios, die damals Schrott produziert haben, gar nicht mehr da sind. 95% der Spiele sind heute von den großen Konzernen Activision, EA, Ubisoft oder eben von Sony und Microsoft Studios und die wissen dann doch noch, wie man gute Spiele entwickelt, die technisch super sind und auch das Budget dafür haben.
      Natürlich kann das Rad nicht jedesmal neu erfunden werden und vieles fühlt sich nicht mehr neu an. Aber objektiv sind die heutigen Spiele deutlich besser als damals, weil sie durch die Bank weg vernünftig spielbar und technisch deutlich weiter sind. Überhaupt kein Vergleich zur PS2 damals wo es wirklich extrem viel Schrott gab von zahlreichen Möchtegern Entwicklern gab.

      Weil heute alles deutlich besser ist, achte ich auch nicht mehr auf Wertungen, sondern mache mir mein eigenes Bild. Das einzige was ich vielleicht vorab mache ist ein Video auf YouTube schauen um einen groben Einblick zu bekommen. Mehr aber aber auch nicht.

    6. Das Gameplay hat viel mit der technischen Umsetzung zu tun. Spielst du überhaupt dass du so ein Blödsinn von dir geben kannst? Ich denke genau wegen so unkritischen Casual Gamer wie dir JTR habt ihr das Gefühl immer weniger gute Spiele zu bekommen, weil ihr euch mit dem Casual Dreck zufrieden gebt. Ihr seid Schuld an dieser Misere und seid auch noch Stolz auf euch, unglaublich! Die Spiele Ende 90er bis Mitte 2000er waren deutlich schlechter, ohne Innovation und minderwertiger als die heutigen. Ich würde den meisten Tripple A Titel heute mindestens eine 80er Wertung geben, wenn man es mit den Spielen von damals vergleichen muss, die bei 40 liegen. Ausser der Präsentation und Grafik haben die Spiele ein grossen Schritt vorwärts gemacht mit Ausnahme von Verlagen wie THQ Nordic, Bethesda, Blizzard oder Nintendo. Etwas wie das letzte Zelda als 23. Abklatsch braucht nun wirklich kein Mensch und hätte jeder meiner genannten Konzerne besser hinbekommen. EA produziert eigentlich ausschliesslich nur noch ultra hardcore Games, so qualitativ gut, dass man sich wundern kann, dass Blizzard nicht auch schon pleite ist. Aber kauft weiter p2w Inhalte und lasst euch ausnehmen. Was nützt mir ein kostenloses Game das irgendwann nur noch mit bezahlen von Echtgeld weitergeht?

      Grosskonzerne machen die Spiele immer besser, weil sie diese auf die Masse und damit ohne Kompromisse entwickeln. Das ist für echte Gamer eine sehr gute Entwicklung. Etwas womit du als Casus, Gamer absolut nichts anfangen kannst.

    7. Objektiv betrachtet sind die Spiele technisch deutlich besser geworden und damit verbunden auch das Gameplay. Dazu kommt die Tatsache, dass sehr viele Studios, die damals Schrott produziert haben, gar nicht mehr da sind.

      95% der Spiele sind heute von den großen Konzernen Activision, EA, Ubisoft oder eben von Sony und Microsoft Studios und die wissen dann doch noch, wie man gute Spiele entwickelt, die technisch super sind und auch das Budget dafür haben.

      Natürlich kann das Rad nicht jedesmal neu erfunden werden und vieles fühlt sich nicht mehr neu an. Aber objektiv sind die heutigen Spiele deutlich besser als damals, weil sie durch die Bank weg vernünftig spielbar und technisch deutlich weiter sind. Überhaupt kein Vergleich zur PS2 damals wo es wirklich extrem viel Schrott gab von zahlreichen Möchtegern Entwicklern gab.

      Man darf nicht den Fehler machen und seine eigene Jugend verkennen. Das was wir früher geil fanden würde die heutige Jugend niemals mit den aktuellen Games eintauschen. Schlicht weil das Schrott ist im direkten Vergleich.

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