Raid 1 oder JBOD auf meinem Synology NAS?

Wenn man sich schon ein Netzwerklaufwerk mit viel Speicherplatz kauft (Danke Dänjiel), dann muss ich natürlich auch einen Festplattenverbund nutzen, bei dem ich maximale Datensicherheit habe: RAID 1. Schließlich gehen Festplatten permanent kaputt, oder? Jedenfalls waren das meine Gedanken bis ich gemerkt habe, dass diese Lösung für mich Quatsch ist.

Meine JBOD Konfiguration im DSM der Synology 216j

12 Terabyte als JBOD und kein Raid

Bis dato habe ich immer Ich habe mich dann nach etwas Recherche für das Synology DS216j entschieden. Das betreibe ich mit zwei 6GB WD Red Festplatten als JBOD („just a bunch of disks“). Ich nutze bewusst keinen Raid 1 sondern die beiden Festplatten ergeben zusammen ein großes 12 TB Volume. Ein Raid 1 Verbund schützt nur vor dem Defekt einer Festplatte aber nicht, wenn ein Virus das NAS verschlüsseln sollte oder das Gerät geklaut oder physisch stark beschädigt wird.

RAID 1 ist kein Backup

Ich sichere regelmäßig die Daten auf eine günstige externe Festplatte mit 8 TB Speicher. Zur Sicherheit wird die Platte nach dem Kopiervorgang wieder ausgeworfen. Das NAS startet sich dann beim nächsten Backup neu und die Festplatte wird so wieder gemountet.

Die externe Festplatte sichert zudem nicht nur die nackten Dateien sondern auch alle Systemeinstellungen des Synology NAS über das integrierte Paket Hyper Backup.  Gleichzeitig wird der Festplattenplatz so lange durch Revisionen von alten Dateien genutzt, bis sie voll ist. So hat man unter Umständen noch Zugriff auf bereits gelöschte Dateien.

Tausch von Sicherheit gegen Speicherplatz

Auf diesem Wege habe ich ich die vollen 12.000 Gigabyte im NAS für alle meine Anwendungszwecke wie Time Maschine Backups, Filme und Serien für OSMC und einen Checkout meiner 1TB großen Dropbox. Der Vorteil von JBOD ist auch, dass man ein großes Volume hat und nicht zwei kleinere. Dadurch sind Datenbewegungen viel schneller innerhalb des Laufwerks.

Der große Nachteil: Wenn eine Festplatte wirklich mal kaputt gehen sollte, dann ist sehr wahrscheinlich das ganze Volume kaputt und muss aus dem Backup rekonstruiert werden. Aber wie macht man davon ein sinnvolles Backup?

Raid 1JBOD
−− Ein kleines Volume++ Ein großes Volume
−− Weniger Speicherplatz++ Den vollen Speicherplatz
++ Datensicherheit durch Spiegelung−− Keine Datensicherheit

Nicht für Jedermann sinnvoll

Dieses Vorgehen ist meiner Ansicht nach sicherer und praktikabler als den teuren Plattenplatz im NAS selber wegen Pseudo-Sicherheit zu limitieren. Wenn man aber seine Familienbilder nicht wie ich in der Dropbox liegen hat und nur auf dem NAS für den schnelleren Zugriff dort liegen hat, dann würde ich das Mehr an Sicherheit den Vorteilen von JBOD vorziehen.

Da ich aber sonst nur Videos und Time Machine Backups auf dem Synology DS116j speichere,  macht das für mich Sinn. Wer aber nach wie vor im Jahr 2017 seine wichtigen Dateien nicht in der Cloud speichert sondern nur lokal zu Hause ist am Ende selber schuld wenn irgendwas plötzlich für immer weg ist. Deswegen sind meine Texte-, Tabellen und Präsentationen sicher in der Google Drive Cloud und alles andere in der Dropbox.

8 Antworten auf „Raid 1 oder JBOD auf meinem Synology NAS?“

    1. Ich habe meine 1TB Daten in der Dropbox über die Synology App „Cloud Sync“ auch auf meinem NAS und nicht auf meinem MBP. Der Grund ist, dass ich so alles direkt ohne Zeitverzögerung im Zugriff habe über das Wifi. Diese Daten haben kein Backup irgendwo weil ich bei der Dropbox den „Rat Pack“ zugebucht habe. Da kann ich zurück in der Zeit gehen und alle Dateien wiederherstellen – egal wie alt.




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  1. Oder man hat gleich ein 4 Slot Variante und macht ein Raid 5. Verliert man zwar 40% Platz, aber kann beruhigt schlafen. Und ja genug Platz habe ich trotzdem bei 4 Stück 8TB Platten. Die Fotos sind von jedem im Haushalt eh auf den jeweils 1TB Onedrive, ebenso ihre persönliche Dokumente. Da mache ich mir keine Gedanken. Und für 49.-CHF bis 79.-CHF / Jahr für 4 Personen 1TB plus Office, das soll erst mal eine Konkurrenz von Microsoft nachmachen. Wobei ich jeweils entsprechende Keys beim offiziellen Händler (Microsoft Gold Partner) kaufe und nicht die Autoverlängerung von Microsoft nutze, denn die wollen 110.-CHF/ Jahr.




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    1. Das schon, ich habe nicht so viele Mäuler zu stopfen. Wobei die Reds so lange hin halten. Ich wollte einfach eine Zeitlang Ruhe haben, denn 8TB und mehr sind es bei mir schon an Daten die zur Zeit besetzt sind. Zudem hatte ich damals für jede Platte 290.-CHF bezahlt (Conrad hatte 12.5% bis zum 29. Januar Rabatt), was damals einmalig günstig war weil sonst die Preise damals bei 345.-CHF lagen.

      Google Drive ist nicht gratis wenn es mehr als 15GB sein sollen. Und die bekommst du auch bei Onedrive. Ebenso kannst du inzwischen Microsoft Office meines Wissens in eine Grundfunktion auf Mobilgeräten gratis nutzen, fehlen einfach gewisse Features (Abgleich eben mit Cloud usw.). Ich habe das Abo in erster Linie wegen dem Speicher nicht wegen dem Office. In der USA gibt es sogar Family Packets mit Xbox Live drin.




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  2. Herrjeh – ich hatte verschwitzt, das ich noch was informelles schreiben wollte…hole ich aber nach. Bei mir ist das in kurz ~ so unter Windows:

    – ich speichere aktiv nichts auf der SSD/Systempartion, sondern auf einer HDD, die auch im Haupt-PC ist

    – alles wichtige von da wird mit Personal Backup > externer HDD als Backup

    – vieles davon auch > DS214+ mit 2x 3 TB WD Red im RAID 1 – so habe ich von den anderen Rechnern Zugriff, falls nötig

    – „große“ Sachen (fast nur Filme) sind auf dem DS1515 mit 5x 6TB WD Red im RAID 5

    Fazit: wichtiges ist mind. 2x, vieles davon 3x außerhalb der Systempartition. Die Filme sind allerdings NUR auf dem großen NAS.




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