Durch den Erfolg der Universität bei der Exzellenzinitiative wird das Cluster »Cognitive Interaction Technology« mit jährlich 6.5 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich hat sich die Firma Honda entschieden der Universität zwei humanoide Asimoroboter für die Forschung zu Verfügung zu stellen. Und das sind wirklich beeindruckende technologische Meilensteine.

Man denkt vielleicht gar nicht was alles an der Uni Bielefeld passiert…

Vor einiger Zeit hatte schon einmal bei uns das Glück in die Welt der Roboter und Virtuellen Realitäten bei uns an der Universität Bielefeld einzutauchen: der Roboterhund Aibo von Sony und das Tor zur virtuellen Welt namens CAVE sind Technologien die man gar nicht an einer Universität erwarte, die von innen aussieht in der schäbigen Unihalle wie die abgewetzten Jacketts der Soziologie-Studenten. Honda baut die Hülle für das digitale Gehirn welches der Roboter quasi im »Cognitive Interaction Technology« Cluster verpasst bekommt. Denn in Bielefeld wird viel an der Problematik der Mensch-Maschinen-Interaktion geforscht.

Altenpflege durch Roboter ist keine Zukunftsvision mehr

Neben der Anwendung für das Militär das bestimmt schon seit Jahren davon träumt eine durch die Wüste rennende Roboterarmee zu bauen, ist der Roboter als Haushaltshilfe keine Spinnerei mehr. Wie im Kinofilm iRobot helfen schon bald in Japan Roboter bei der Altenpflege. Vielleicht komme ich ja später einen Roboter gegen den ich eine Runde Soul Calibur spielen kann.

Die Entwicklung intelligenter Roboter, die dem Menschen beispielsweise im Haushalt helfen, ist keine Vision, sondern eine Schlüsseltechnologie der nahen Zukunft. Viele wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen forschen auf diesem Sektor. Eine der entscheidenden Fragen ist dabei die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Daran arbeiten Bielefelder Ingenieure und Informatiker in enger interdisziplinärer Kooperation mit Naturwissenschaftlern (Biologen, Physikern) und Geisteswissenschaftlern (Linguisten, Psychologen, Sportwissenschaftler).

Zitat aus der Pressemitteilung der Universität Bielefeld

Was bringt die Zukunft?

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt was uns in diesem Bereich noch so alles erwartet. Ich finde es immer sehr schade, wenn viel zu viel diskutiert wird, in wie fern solche Entwicklungen ein Risiko für uns bedeuten oder ab welchem Zeitpunkt man ethische Bedenken aufkommen lassen sollte. Vielleicht ist man in der westlichen Welt zu sehr durch Filme mit Horrorszenarien wie z.B. in The Animatrix beeinflusst. Vielleicht liegt es aber auch an der Mentalität gerade von uns Deutschen erstmal „nein“ zu sagen ohne die Chancen abschätzen zu können, die manche Entwicklungen für uns als Mensch bedeuten könnten. Das habe ich schon in meinem Beitrag Wann stirbt das Papier? gemerkt, dass manche Leute noch ziemlich altmodische Vorstellungen besitzen. Aber diesem Problem hat sich jetzt Amazon USA angenommen und veröffentlicht mit Kindle, das erste eBook das immer online ist. Leben wir nicht in aufregenden Zeiten?

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8 Kommentare

  1. @hans
    Eine typisch deutsche Mentalität immer erst das negative zu betrachten und das positive auszuklammern. Auch gehen wir hier in diesem Land bei solchen Sachen immer vom worst-case und selten vom best-case aus.

    Deswegen muss man eben schneller in der Entwicklung sein und die Potentiale erkennen. Auch von Gentechnologie.

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