Ashwagandha – Weniger Stress kann auch schlecht sein

Ich nehme seit einiger Zeit das Nahrungsergänzungsmittel Ashwagandha (kaufen), genauer gesagt den Wurzelextrakt KSM-66, in einer Dosierung von 600 mg am Abend nach dem Training. Ashwagandha wird auch als „Schlafbeere“ bezeichnet. Der Tipp kam von einem Kollegen und ergänzt neben Proteinshakes und Kreatin meinen Ernährungsplan. Über die Wirkung kann ich mich zunächst auch nicht beschweren.

Ashwagandha sorgt für weniger Stress und bessere Erholung

Ashwagandha kann laut Studien den Spiegel des Stresshormons Cortisol senken und dadurch das Stressempfinden reduzieren. Gleichzeitig kann es die Schlafqualität verbessern und so die Erholung unterstützen. Einige Studien zeigen zudem einen leichten Anstieg des Testosteronspiegels bei Männern. Die Studienlage ist allerdings noch begrenzt.

Bei mir wirkt es definitiv gegen Stress

Der Effekt war bei mir wirklich verblüffend. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, mir das nur einzubilden. Egal, was in den letzten Wochen um mich herum passiert ist: Mein Stresslevel war wie gedeckelt und ich konnte mich besser auf Gespräche fokussieren. Mein Kollege Marius, der Ashwa ebenfalls einnimmt, meinte dazu:

Ich habe mich ausgesperrt und dachte nur: Och, halb so schlimm. Dann warte ich eben auf den Schlüsseldienst. Relax.

Allerdings ist Stress als Indikator auch hilfreich

Aber in emotional turbulenten Zeiten, wie man sie gelegentlich im Leben erlebt, ist das verdammt noch mal nicht unbedingt eine gute Idee. Ich hatte das Gefühl, durch den fehlenden Stress auch kaum noch Angst zu empfinden.

Das grenzte schon an Ataraxie (Lucky Number Slevin lässt grüßen). Damit bezeichnet man einen Zustand innerer Unerschütterlichkeit und Gelassenheit gegenüber Schicksalsschlägen und anderen äußeren Einflüssen. Dabei geht es nicht um völlige Gefühllosigkeit, sondern darum, sich von Emotionen nicht aus dem inneren Gleichgewicht bringen zu lassen.

Nur ist das eben nicht immer sinnvoll. Angst und Stress haben schließlich auch eine Funktion. Sie zeigen uns, wenn etwas nicht stimmt oder wir handeln müssen. Wenn diese Warnsignale plötzlich kaum noch wahrnehmbar sind, kann das auch nach hinten losgehen.

Kreatin, Whey und Ashwa

Beweisen kann ich den Effekt nicht

Ob das tatsächlich allein am Ashwagandha liegt, kann ich natürlich nicht beweisen. Aber die Veränderung war für mich deutlich spürbar. Dabei glaube ich weder an Homöopathie noch bin ich besonders empfänglich für Placeboeffekte. „Ashwa“ ist übrigens auch mein neuer Spitzname, den ich gerade versuche zu etablieren.

Wer es ebenfalls ausprobieren möchte: Ich habe die ESN-Variante gekauft.

/ich höre Laurent Wolf – No Stress


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