Meine Defloration: MacBook Pro 2008

Meine Defloration: MacBook Pro 2008

Nun ist es passiert: Ich bin ab sofort im Besitz eines Apple MacBook Pro. Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich das nagelneue Gerät für die Dauer von 7 Monaten gestellt bekommen. Somit habe ich meine Defloration hinter mir und fühle mich wie ein kleines Kind, das gerade Laufen lernt.

Sicherlich eines der schönsten Geräte auf dem Markt – und dazu noch ein Leichtgewicht

Meine Probleme mit MacOS

Neben solchen Kleinigkeiten wie der fehlenden Möglichkeit zum Maximieren von Fenstern gibt es noch einige Anlaufschwierigkeiten: Wo sind die geschweiften Klammern auf der Tastatur des MacBooks? Was ist die Alternative zum Rechtsklick? Wieso schließt sich das Browserfenster, wenn ich ein @ im einem Formular eingeben möchte? Und wo sind meine ganzen tollen Windowsprogramme von Google und Co. wie Picasa und GTalk hin? Und irgendwie läuft OpenOffice lahm und wo zur Hölle ist die Entfernen-Taste?!

Ein elegantes Gerät mit einem schönen Betriebsystem

Windows ist schuld

Die meisten dieser Probleme liegen in einem Umstand begründen: Meine Erwartungshaltung geformt durch die jahrelange Arbeit mit Windows. Alle von mir oben aufgezählten Dinge benötigt man schlicht und ergreifend nicht mehr unter MacOS X. Bei der Software gibt es Alternativen die meistens mit erweiterten Funktionen begeistern. Und bei Tastatureingaben sind die Tasten schlicht und ergreifend anders belegt. Blöd nur, dass „Fenster schließen“ beim Macintosh auf „Alt Gr – Q“ liegt. Dort liegt unter Windows das @. NeoOffice und iWork sind wie OpenOffice gute Textverabreitungen. Ich persönlich nutze aber weiterhin lieber Google Docs. Dank dem Firefox 3 den es auch unter Mac OS X gibt ist das kein Problem. Darum ist man auf den Mac-eigenen Safari-Webbrowser nicht angewiesen.

Manche Features von MacOS X Leopard und der Hardware sind wirklich hilfreich

Die Hardware ist über jeden Zweifel erhaben

Neben dem eingebauten PDF-Export, den praktischen Widgets, der Exposé-Funktion und der MacOS eigenen Zoom-Funktion bietet die Hardware ein paar schöne Features: Das Display so wie die Tastaturbeleuchtung passt sich automatisch dem Umgebungslicht an und der Akku hat hardwareseitig eine Akkuanzeige die auch noch ziemlich cool aussieht.

Mit dem Touchpad kann man mit zwei Fingern scrollen und Bilder und Objekte drehen und zoomen – ähnlich wie beim iPhone. Das funktioniert leider nicht mit älteren MacBooks. Das Gerät ist sehr leicht für die Power mit einem Core2Duo und einer 200GB Festplatte. Dabei ist es im normalen Betrieb absolut leise.

Das MacBook Pro mal ohne Zend Studio – und die Herren machen mit

Spielen mit dem Mac

Nach Feierabend haben wir dank meiner Recherche dann auch wirklich mal ein Spiel auf dem MacBook Pro zum laufen gebracht – ohne mit BootCamp Windows zu installieren. Die Wahl fiel auf das 9 Jahre alte Spiel Quake 3 Arena. Leider haben meine Kollegen etwas Nachholbedarf da ich zwei Capture the Flag-Machtes alleine gegen ein zweier Team bestehend aus Ron und Ben gewonnen habe. Aber zusammen mit Nico im Team macht es nochmal so viel Spaß. Generell sieht es in Sachen Spielen natürlich auf dem Mac absolut düster aus. Es gibt praktisch nichts wirklich interessantes. Das gibt es meiner Meinung nach unter Windows auch jeden Tag weniger – zugunsten der Konsolen.

Steam auf dem Mac

Deswegen werde ich wohl um BootCamp nicht herum kommen, wenn wir mal CounterStrike spielen wollen. Dafür habe ich heute von Ben einen 10 EUR-Schein bekommen damit ich mir bei Steam das alte Counter Strike kaufe. Dabei besitze ich dank HalfLife 2 natürlich die Source-Variante. Aber geschenkt ist geschenkt.

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20 Antworten

  1. Avatar von Marc
    Marc

    Vielen Dank für eure Tipps. =) Den wirklichen Nachteil der Macs habe ich ja nicht zu spüren bekommen: Den Preis. Das hier ist in erster Linie ein Arbeitsgerät und ich muss das schicke Teil auch Ende des Jahres wieder abgeben. Leider. Ob ich mir so etwas dann für den extrem hohen Preis kaufen würde steht auf einem anderen Blatt. Aber so ist es natürlich echt super geil. =) Auch wenn ich die meiste Zeit auf Zend und Co blicke.

  2. Avatar von Marc
    Marc

    P.S.: „FN“ und „Backspace“ = Del/Entf. :-)

    Aber leider nicht unter BootCamp. Und unter Windows fehlt auch die zweite Maustaste extrem. Die ganzen Shortcuts funktionieren da leider nicht weil Apple wohl die Treiber unter Windows nicht angepasst hat. =(

  3. Avatar von Goregrinder
    Goregrinder

    Den wirklichen Nachteil der Macs habe ich ja nicht zu spüren bekommen: Den Preis

    Naja, das ist eigentlich kein Argument. Beispiel Mac Mini: da ist da erste (für den Normalnutzer interessante) Angebot was ich gefunden habe 479 €. ’n kleiner iMac kostet um die 900 €. Vergleicht man aber was in den Kisten steckt, so ist das ganze preislich nicht so weit von den IBM-kompatiblen entfernt. Klar, deren Teile sind günstiger da mehr Bedarf besteht, aber bei’m Mac bekomme ich eben ein optimierte Kiste, nicht so was übergestülptes wie beim Discount-PC, mit Windows in der OEM oder gar als Image.

    MfG

  4. Avatar von Marc
    Marc

    Naja. Das stimmt nur bedingt. Man kann deutlich günstigere Geräte zusammen basteln mit Garantie auf die man sich auch verlassen kann. Im HighEnd-Bereich ist Apple natürlich ganz vorne – auch vom Preis. Ein MacBook Pro schwebt in den selben Sphären wie ein IBM Thinkpad der Oberklasse. Da gibt es weniger bis gar keine Alternativen. Aber bei den iMacs und Mac Minis sieht es schon ganz anders aus.

    Wie dem auch sei: Warum geht CMD+TAB nicht immer um zwischen Programmen unter MacOS X zu wechseln?

    — hat sich erledigt. Es lag an Filezilla das wohl irgendwie emuliert wird unter MacOS und so lahm läuft, dass Tab-CMD nicht funktioniert. Deswegen kommt nun Vista auf den Mac =D

  5. Avatar von Marc
    Marc

    Zum Thema Windows Vista auf dem MacBook Pro:

    Die Installation war sehr einfach nur muss man eben drauf kommen, dass die Treiber auf den InstalltionsDVDs von MacOS X drauf sind.

    Nun funktioniert das Touchpad mit den ganzen Multifinger-Features und auch STRG+ALT+FN+BACKSPACE für den Taskmanager. Die rechte Maustaste fehlt trotzdem auf dem Touchpad und lies sich auch nicht mit CMD+MT irgendwie simulieren. Generell läuft Vista ganz gut aber solange ich noch keine leistungsintensiven Programme gestestet habe, kann ich dazu auch noch nicht viel sagen. Aero geht aber schon mal.

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