Spotify mixt Playlists wie ein DJ

Spotify Transition Beta

Ich fand den Job von DJs in Clubs schon immer bewundernswert. Vor allem, wenn es handwerklich gut gemacht ist und man innerhalb von bekannten Songs positiv überrascht wird.

Mehr als Crossfade: Wie Spotifys Transitions funktionieren

Einer der Wege, mit dem Dancefloor zu kommunizieren, sind die Übergänge zwischen Songs. Spotify hat dafür nun eine Beta-Funktion gestartet, die Übergänge in Playlists automatisch setzt und sich anschließend vielfältig bearbeiten lässt. Perfekt für den Liegestuhl am Pool. Und ja, ich weiß: Meine DJ-Freunde (Hi Philipp, Hi Seismicnoise, Hi Nico) werden mich für diesen Artikel auslachen.

Nehmt euch ein tropisches Getränk und hört selbst.

Bars, EQ und Filter: So steuerst du den Mix

Übergänge sind alles: Entweder knallt der nächste Song sofort rein, oder man schleicht sich langsam in ihn hinein und lässt die Tanzfläche kurz zappeln. Genau das übernimmt die Transition-Beta automatisch auf Basis von Beat und Tonlage. Erschreckend gut funktioniert das, wenn man dem Computer auch die Reihenfolge überlässt. Und natürlich geht das gelegentlich voll daneben. Danach kann man auswählen, wie lang der Übergang sein soll (Bars), und Lautstärke (Volume), Bässe (EQ) und Effekte (Effects) wie einen Low-Pass-Filter anpassen. Bevor man da viel manuell eingreift, reicht es meistens schon, die Reihenfolge der Songs in der Playlist noch einmal zu ändern oder einen Track ganz rauszuwerfen.

Mich fasziniert das Ergebnis. Manchmal setzt Spotify auf einen harten Cut und lässt den Gesang des nächsten Songs überraschend passend einsetzen. Oder die Melodie des neuen Tracks läuft schon im Hintergrund mit, bevor der Wechsel komplett passiert. Und das alles, ohne die Songs selbst zu verändern. Für mich ist das ein echter Mix.

Aktuell lassen sich die Übergänge nur in der App und nicht am Desktop bearbeiten. Dafür ist die Oberfläche perfekt für Touch optimiert. Genau deshalb macht es mir Spaß, nachzujustieren und nachzuvollziehen, warum die Funktion bei bestimmten Songs genau auf diese Übergänge kommt. Computer sind toll.


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Kommentare

9 Kommentare zu „Spotify mixt Playlists wie ein DJ“

  1. Avatar von Tobi
    Tobi

    Wieso bist Du als Apple Fan bei Spotify und nicht bei Apple Music?
    Ich habe Apple Music und finde das normale Spotify Abo von der Klangqualität im Vergleich unterirdisch umd ich habe es auf einer guten Anlage gehört.
    Das große Abo von Spotify ist angeblich besser, aber definitiv nicht lossless Audio?
    Wie ist Deine Einschätzung? Was hält Dich bei Spotify außer das Mixen der Playlists?

    1. Avatar von Marc

      Spotify hat lossless Audio

      Ich bin in einer Spotify „Familie“. Wenn sich das ändert, würde ich wahrscheinlich auch wechseln wegen des Family-Abos von Spotify.

    2. Avatar von Tobi
      Tobi

      Das verstehe ich. Ich habe nur das Einzelmodell, da meine Frau kein Interesse hat.
      Ich zahle 10,99 Euro und habe den besten Sound wie bei Spotify Premium.
      Was mich auch stört: Spotify schüttet deutlich weniger an die Künstler aus.
      Hast Du Erfahrungen mit Soundcloud gemacht? Das soll wohl eine Alternative sein??

    3. Avatar von Marc

      Ich kann nichts Negatives zu Spotify sagen. Es wird überall unterstützt. Vor allem Alexa arbeitet super damit, was bei anderen Anbietern inkl. Apple Music nicht der Fall wäre.

    4. Avatar von Tobi
      Tobi

      OK. Kommt natürlich auf Deine restliche Ausstattung an. Ich habe im Wohnzimmer und Schlafzimmer die HomePods mini stehen. Das zieht mich natürlich auch ins Apple Ökosystem.
      Das wichtigste Thema in der Zukunft bleibt aber: Wo bleiben die Künstler finanziell.
      Das Thema Vergütung, Datenhoheit etc. pp. wird zunehmend wichtiger.
      Die Zukunft wird spannend für die Big Tech Konzerne … Take the power back !!

    5. Avatar von Marc

      Wir haben fünf Echos die wir auch oft nutzen. Man kann dann sogar eine externe Soundquelle wie einen Sonos Lautsprecher einem Echo für Musik zuweisen, auf dem dann die Musik spielt usw. Das ist schon ziemlich gut und offen.

    6. Avatar von Tobi
      Tobi

      Die Offenheit von Echo ist schon ein großer Vorteil.
      Meine HomePods mini könnte ich auch mit dem iPhone und Spotify ansteuern, aber nicht mehr so einfach wie mit Apple Music. Bei einem kompletten Wechsel zu einem Android Telefon wären die HomePods mini nur noch Elektroschrott.

      Glaubst Du insgesamt an eine europäische Lösung – weg von Android/iOS und den amerikanischen Big Tech Unternehmen??? z.B. Sailfish OS, EU OS, Soundcloud, W Social, Wedium

    7. Avatar von Marc

      Nein, da glaube ich nicht dran. Dafür ist es zu spät.

    8. Avatar von Tobi
      Tobi

      Danke für Deine ehrliche Meinung. Ich sehe das ähnlich.
      Old Europe hat seine Zukunft verschlafen.
      Deutschlands Hauptstadt heißt Ramstein!

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