MacBook Neo – warum ein billiges MacBook reicht

MacBook Neo

Apple hat gerade ein erschwingliches 13-Zoll-MacBook für 699 EUR vorgestellt: das MacBook Neo. Und das Gebotene reicht für den täglichen Einsatz meiner Ansicht nach vollkommen: A18-Pro-Chip (etwa auf M1-Niveau), 8 GB RAM, 256 GB SSD, Liquid-Retina-Display, bis zu 16 Stunden (!) Akkulaufzeit, 1080p-Kamera, großes Touchpad, Magic Keyboard und zwei USB-C-Ports. Und wie iPad und MacBook Air ohne Lüfter. Ich glaube, das wird ein Verkaufsschlager.

Ist das MacBook Neo dein nächster Laptop?

Wenn du dich fragst, warum das Neo nur 8 GB Arbeitsspeicher hat, ist es nichts für dich. Wenn du denkst, warum hat der kein Thunderbolt 4, dann ist es ebenfalls nichts für dich. Wenn du eine Tech-Seite wie MarcTV abonniert hast, ist es nichts für dich. Es ist ein Gerät für normale Menschen, die nicht wissen, was Arbeitspeicher oder Übertragungsprotokolle sind.

Warum das kleinste MacBook Neo reicht

Ich habe meiner Frau damals für 899 EUR ein MacBook Air (kaufen) geschenkt – ebenfalls mit 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD. Da die meisten Anwendungen heute im Browser laufen und ihre Daten in der Cloud speichern, ist beides kein Problem. Dasselbe gilt auch für das MacBook Neo. Und eine reale, lange Akkulaufzeit ist heute sicherlich nicht nur für mich einer der wichtigsten Punkte, ohne dass die Leistung einbricht und der Lüfter angeht.

Aus denselben Gründen war ich schon 2009 sehr zufrieden mit meinem Asus EEE PC 1000h. Für Podcast-Aufnahmen, Schnitt in Final Cut Pro und Arbeiten mit Pixelmator oder Visual Studio Code reicht so ein Gerät völlig aus.

Vor allem aber – und das ist der wichtigste Punkt – wird es besser laufen als die meisten Windows-PCs im selben Preissegment. Der A18-Pro-Chip unterstützt unter anderem Hardware-Raytracing und AV1-Decodierung für Videobearbeitung. Das kann nicht einmal der Apple M1.

Der Sprung von Intel zu Apple Silicon war für mich ähnlich groß wie damals der Wechsel von Festplatte auf SSD. Und wer noch ein M1-MacBook Pro oder Air zu Hause hat, wird mir vielleicht zustimmen: Der M1 reicht. Für alles. Und entsprechend der A18 Pro.

Eine sehr gute Werbung für das MacBook Neo

Wenige Optionen – gefällt mir!

Ich verstehe viele Optionen nicht. Weder beim Autokauf noch bei Laptops. Das MacBook Neo geht diesen Trend voll mit. Es gibt zwei Varianten:

  1. MacBook Neo 8 GB RAM mit 256 GB SSD
  2. MacBook Neo 8 GB RAM mit 512 GB SSD und TouchID

Dazu kann man eine von vier Farben wählen. Mehr nicht. Das entspannt mich.

Was sind die Einschränkungen des MacBook Neo?

Hier sind die wichtigsten Einschränkungen des MacBook Neo nach meiner Prio sortiert gegenüber der MacBook Air und Pro-Serie.

  1. Nur 8 GB Arbeitsspeicher ohne Aufrüstmöglichkeit
    Man kann das Neo nicht mit mehr Speicher konfigurieren. Wahrscheinlich als klare Abgrenzung zum günstigsten MacBook Air (kaufen).
  2. 2 × USB‑C mit einmal USB 3 und USB 2
    Kein USB 4, kein Thunderbolt, kein MagSafe, keine separate Ladebuchse. Also wie bei einem MacBook Air M1.
  3. Keine beleuchtete Tastatur
    Das würde mir offen gesagt fehlen.
  4. Kein TouchID in der kleinsten Version
    Erst ab der 512-GB-SSD-Version gibt es Touch ID. Sonst nicht. Ich entsperre mein MacBook mit der Apple Watch. Trotzdem blöd.
  5. Das MacBook Neo ist dicker als ein MacBook Air
    Obwohl die Batterie kleiner ist. Und es wiegt auch genau so viel.
  6. Kein M-Chip, sondern ein iPhone-Chip
    Im MacBook Neo arbeitet der A18 Pro, also derselbe Chip wie im iPhone 16 Pro. Der Chip ist effizient und etwa auf M1-Niveau, aber deutlich schwächer als aktuelle M-Chips wie M3, M4 oder M5. Ich merke kaum einen Unterschied zwischen einem M1 und M4 Pro. Wirklich.
  7. Akku hält 2 Stunden weniger als beim MacBook Air
    Ja, das MacBook Air hält 18 Stunden durch und das MacBook Neo „nur“ 16 Stunden.
  8. Das Trackpad hat kein Force Touch
    Das ist diese Funktion, dass man stärker drücken kann. Braucht, denke ich, kein Mensch. Aber es gibt nur mechanisches Klicken als Button. Mal sehen, wie sich das anfühlt.
  9. Kein Notch
    Wer vermisst das? Genau, genau so wenig Leute wie die Touch Bar: Niemand.
MacBook Neo in 4 Farben: Silver, Rosa, Zitrus und Indigo
MacBook Neo in 4 Farben: Silver, Rosa, Zitrus und Indigo

MacBooks sind nicht (mehr) teuer

Das Argument „MacBooks sind mir zu teuer“ konnte ich schon beim MacBook Air für 899 EUR (kaufen) kaum nachvollziehen. Das MacBook Neo wird im Spätsommer vermutlich bei Amazon unter 600 EUR liegen.

Dazu kommt der Gebrauchtmarkt, der in einem Jahr richtig spannend werden dürfte. Der niedrigere Einstiegspreis wird sich nämlich auch auf gebrauchte M1- und M2-Geräte bei Kleinanzeigen positiv auswirken – zumindest für uns Käufer. Günstiger bekam man vorher kein MacBook fürs Sofa. Good Times.


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Kommentare

2 Kommentare zu „MacBook Neo – warum ein billiges MacBook reicht“

  1. Avatar von Denise

    Hi Marc :)

    ich finde es richtig gut, dass das „Einsteiger-MacBook“ in Form des MacBook Neo endlich zurück ist. Für 699€ ist es sehr gut ausgestattet und die Farben sind super!

    Die Entwicklung bei Apple seit Einführung der Apple Silicon-Chips gefällt mir wirklich sehr gut. Bin mit dem MacBook Pro 14″ mit M1 Pro gestartet und nutze aktuell ein MacBook Pro 14″ mit M4 Pro.

    Bin tatsächlich am Überlegen Ende des Jahres auf ein MacBook Air 13″ mit M5 zu wechseln. Das ist mittlerweile so gut ausgestattet. Die Power, den dritten USB-C-Anschluss und den SD-Card-Slot vom MacBook Pro benötige ich nicht mehr zwingend. Habe eh noch meinen HooToo-Adapter, den ich dann wieder gut nutzen könnte.

    Viele Grüße
    Denise

    1. Avatar von Marc

      Da haben wir fast das gleiche Setup. Als Firmenrechner habe ich ebenfalls ein 14-Zoll MacBook Pro mit M4 Pro und daneben noch ein MacBook Pro mit M1. Wenn ich noch einmal wählen könnte, würde ich allerdings eher ein 15-Zoll MacBook Air statt des 14-Zoll MacBook Pro nehmen. Das neue MacBook Pro ist mir persönlich einfach etwas zu dick. Die alten M1 waren dünner.

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