Ägypten 2014

Nachdem der letzte Urlaub in Hawaii sehr weit weg war und durch Aktionen wie Couch Surfing und den insgesamt 14 Flügen eher anstrengend als erholsam war, haben Esther und ich uns diesmal für etwas anderen Urlaub entschieden: Zwei Wochen All-Inclusive im Hotel Alf Leila Wa Leila (Arabisch für „Tausend Nächte und eine Nacht“) am Roten Meer in Hurghada bei 27 Grad aufwärts.

All-Inclusive ist Programm

Ich habe vorher noch nie so einen Urlaub gemacht, bei dem Alles im recht günstigen Preis enthalten war: alle Mahlzeiten, alle alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränke, alle Snacks wie Pizza, Eis und Crêpes und glücklicherweise auch das Fitnessstudio mit Laufband und ein paar Geräten. Dabei war das Essen grundsätzlich sehr gut und man konnte auch mit Salat und leichten Speisen die komplette Verfettung zumindest verlangsamen. Animationsprogramm, wie Volleyball und Aerobic tagsüber und Abends in einem Colosseum in der riesigen Hotelanlage, gehörte genauso zum Umfang des Angebots wie Handtücher und Zugang zu den diversen großen und kleinen Pools sowie ein Shuttlebus zum Strand.

Entspannung pur

Keine versteckten Kosten und der absolute Komfort haben bei mir dafür gesorgt, dass ich mich wirklich entspannen konnte. Besonders dankbar war ich für meinen Amazon Kindle. Mittlerweile bin ich damit am Pool auch kein Exot mehr. Ungefähr die Hälfte aller Leute, die gelesen haben, taten dies auf einem E-Book Reader.

50 × Latte Macchiato oder Cuba Libre am Tag? Kein Problem.
50 × Latte Macchiato oder Cuba Libre am Tag? Kein Problem.

Gelesen habe ich jede Menge: The Final Hours of Portal 2 (langweilig), A Dance with Dragons: A Song of Ice and Fire (33% fehlten mir noch. Das das letzte Buch von Game of Thrones. Gewohnt super.), The Rise and Fall of SEGA (unfassbar gut), EarthBound (geht so aber durchgelesen), Makers (Langweilig und nach 20% abgebrochen. Das letzte Buch, was ich von Cory Doctorow gelesen habe.) und Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (gute witzig-leichte Kost).

Danke Amazon. Das hätte ich niemals auf Papier mitgeschleppt und das letzte Buch habe ich mir auch über Wifi direkt auf dem Kindle gekauft.

Fata Morgana, Beduinen, Quads und Schlangen

Als der Jeep plötzlich von der Straße direkt in die Wüste reinfuhr wurde uns nur noch per Gestik mitgeteilt, dass wir uns besser irgendwo festhalten sollten. Denn die Fahrt verlief quer durch den Sand, während im Radio arabische Musik aus den Boxen jaulte. Hatte was von M.I.A. – Bad Girls. Auf der Reise zu einem Beduinendorf haben wir dann noch eine echte Fata Morgana (siehe Bildergalerie unten) gesehen. Auch hier musste ich an einen Song denken, den ich als Kind of gehört habe: EAV – Fata Morgana.

Danach folgte eine erstaunlich lange Fahrt mit Quads, die bis zu 50 km/h auf dem Wüstensand brachten, und eine leider sehr kurze Fahrt mit dem Strandbuggie. Letzteres erinnerte mich natürlich sofort an die Reise auf dem Highway 17 aus Half Life 2. Neben Schlangen zum Anfassen gab es noch einen Ritt auf Kamelen und sogar ein extrem(!) süßes Baby-Kamel zum Streicheln.

Insgesamt wirklich ein cooles Erlebnis. Endlich durfte ich die Fahrzeuge mal fahren und dazu noch in der Wüste mit stilsicherem Kopftuch.

Eines der wenigen Bilder der Militärpolizei überall in Hurghada City
Eines der wenigen Bilder der Militärpolizei überall in Hurghada City

Straßenkontrollen und Maschinengewehre

Ägypten ist aktuell wegen der politischen Situation kein beliebtes Urlaubsziel mehr. Bei einem Trip in die Stadt Hurghada merkt man auch sofort, dass überall militärische Straßenkontrollen und bewaffnete Soldaten das Stadtbild prägen. Das ist leider die dunkle Seite, denn alles andere war top: Unterkunft, Essen, Freizeitangebot, Pools, der Preis und vor allem das Wetter für die Jahreszeit waren ein Traum.

Innerhalb der Hotelanlage hat man davon natürlich nichts mitbekommen. Aber sobald man mit den Bussen zum Strand oder auch nur zum Flughafen gefahren ist, fühlte man sich wie auf einer AK 47 Shopping-Tour.

Gerne wieder

Auch wenn ich nicht jedes Jahr einen solchen Urlaub wie auf Schienen brauche, war dieser hier wirklich ruhig und entspannend. Mal hier ein kontrolliertes Abenteuer in der Wüste oder dort relaxt einen Tauchschein machen war wunderschön. Mal sehen, wohin es nächstes Mal geht.

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